Joint Operation Force - Prolog
von
Bone1979
1
2
3
Joint Operation Force (?)
Joint Operation Center (?)
Prolog
Den ganzen Tag über hatte es bereits vereinzelnd geschneit. Wirklich liegen geblieben war der Schnee nicht. Auf den Straßen war er zu einem unansehnlichen Grauen Matsch geworden. Die Bürgersteige wiesen hier und da kleine weiße Inseln. Auf den Bürgersteigen selbst war der Schnee zertreten und glasig, wodurch Rutschgefahr bestand.
Wie alle Kinder liebten auch die Saunders Söhne Schnee. Nur war noch zu wenig gefallen um damit eine ordentliche Schneeballschlacht mit den anderen Jungs aus ihrem Viertel zumachen, oder Schneeskulturen zuformen. Im letzten Winter hatten sie versucht ihren Namen in den Schnee zupinkeln und wollten es dieses Jahr unbedingt schaffen. Zwischen den Brüdern war ein regelgerechter Wettbewerb darum entstanden.
Zusammen mit ihrem Vater stiegen die Saunders Söhne aus dem Wagen, den ihr Vater vor einem Restaurant in Belfast geparkt hatte. Aus dem Begleitauto stiegen Vier weitere Männer die sich schnell umsahen und ihnen anschlossen.
Das Restaurant gehörte ihrem Onkel. Sie freuten sich darauf ihn wiederzusehen, da er geschäftlich unterwegs gewesen war. Die Acht gingen durch die verglaste Eingangstür. Ein Schild kündigte eine geschlossene Gesellschaft an, daher war der Eintritt nur für geladene Gäste. Wozu sie gehörten. Im Vorraum standen Drei breitschultrige Männer. Unter deren Lederjacken zeichnete sich eine Kuhle ab.
Sie grüßten Wesley Saunders. Seine Söhne bekamen ein schlichtes nicken. Man ging durch den Türbogen in den Speiseraum vom Restaurant. Er war rustikal eingerichtet. Links stand die Bar und Rechts lagen die Nischen. Am Ende des Raums gab es einen Durchgang in den Gesellschaftsraum, wo meistens Feiern stattfanden. Links wo die Bar endete ging es durch eine Schwingtür in die Küche und gleich gegenüber vom Ende der Theke befand sich eine Tür mit der Aufschrift “Büro vom Manager“.
An der Bar saßen mehrere Männer, wie ihre Begleiter. Einige kannten die Jungs vom sehen, andere sahen sie zum ersten Mal. Ihr Vater nickte ihren Begleitern zu, die sich daraufhin im Raum verteilten. Zwei setzten sich an die Bar und begrüßten Bekannte. Die anderen Beiden nahmen in einer Nische platz.
„Onkel.“, riefen die Jungs und rannten auf ihren Onkel zu. Er war eben durch den Durchgang gekommen, ging in die Knie und schloss seine heranstürmenden Neffen in den Arm.
Aus der Küche tauchte eine Frau mit rotem Haar auf. Sie hatte unzählige Sommersprossen im Gesicht.
„Rosie.“ Nun umarmten die Jungs ihre Tante. Rosie Saunders lachte herzlich, schloss die Jungs in ihre Arme und freute sich die Drei Knaben zusehen.
Wesley grüßte seinen Bruder mit einem knappen Händedruck. „Die anderen sind schon da.“, teilte Zack im mit.
„Ihr seit ja vollkommen ausgehungert. Was machst du den Jungs zu essen? Grießbrei!“, sagte Rosie zu ihrem großen Bruder mit gespieltem Vorwurf. „Kommt ich hab was auf dem Herd stehen. Tim und Marie warten bereits auf euch.“ Sie schenkte ihrem Bruder ein lächeln und folgte den stürmenden Kindern in die Küche.
„Benehmt euch.“, rief Wesley seinen Jungs hinterher. Es war zwecklos. Bei dem Duft der aus der Küche kam, verhallten seine Worte. Zusammen mit seinem Bruder begab er sich ins Hinterzimmer.
Dort warteten bereits Vier andere Herren. Alle waren ungefähr im selben Alter. Lediglich Fünf Jahre lagen zwischen dem jüngsten und ältesten. Wortlos sah man sich an. Wesley und Zack setzten sich an den runden Holztisch, der schon bessere Zeiten erlebt hatte. Irgendwie passend, fand Wesley. Auch sie hatten schon bessere Zeiten erlebt.
„Die Briten haben Joseph verhaftet.“, teilte Zack den anderen Mitgliedern mit. Ihren Mienen nach war das keine gute Nachricht. Im Gegenteil es war eine sehr schlechte. Joseph war ein Bankier in London mit Kontakten zu ihren Geldgebern auf dem europäischen Festland und den USA. Über die teilweise verschleierten Spenden finanzierten sie sich. Dennoch war man auf einen solchen Schlag vorbereitet. Sie hatten eine eiserne Reserve angelegt, ohne Josephs Wissen.
„Dann sollten wir ihn ausschalten.“, meinte ein Mann mit kurzem Militärhaarschnitt. Ein weiteres Mitglied nickte zustimmend.
„Joseph kann nichts verraten. Ich habe unseren Geldfluss bereits umgeleitet und alle Quellen zu ihm versiegen lassen.“, entgegnete Zack sachlich.
Wirklich überzeugt wirkten die Beiden Männer nicht. Sie waren eher von der groben Sorte. Während der Rest versuchte ihre Sache pragmatisch anzugehen. Probleme konnten auf viele verschiedene Arten gelöst werden und mussten nicht immer im Blutbad enden. Damit war in der Regel niemanden geholfen, da das gewünschte Ergebnis schnell verpuffte.
„Ein Rest Risiko geht trotzdem von ihm aus.“, erwiderte das Dritte Mitglied. Er hatte volles schwarzes Haar, weiche Gesichtszüge und durchtriebene Augen.
Zack nickte. Der Mann hatte recht, dass war nicht zuleugnen. „Eliminieren wir ihn.“, forderte der Mann mit dem Militärhaarschnitt energischer.
„Damit lenken wir die Briten nur auf unsere Spur. Das Gremium ist der Auffassung dass wir uns still verhalten sollten.“, sagte der Älteste von ihnen. Er war so was wie der Verbindungsmann zum Gremium ihrer Organisation. „Joseph ist nur einer von mehreren Quellen über die wir unser Geld erhalten. Keine Quelle kam je in Kontakt mit einer anderen. Töten wir ihn könnten andere Quellen kalte Füße bekommen und einen Deal mit den Briten verhandeln. Man würde sie daraufhin entsprechend schützen. Wodurch wir nicht in der Lage wären entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen.“ Der Älteste sah kurz jeden von ihnen an.
Die weitere Vorgehensweise wurde besprochen, sowie die neuen Pläne mitgeteilt. Unabhängig von der Verhaftung gingen ihre Planungen weiter. Nach einer Halben Stunde war soweit alles besprochen und geklärt. Der Ausfall der Planungsgelder wurde neu strukturiert. Innerhalb einer Woche sollten die Gelder zu Verfügung stehen.
Zack ging mit seinem Bruder in das Büro vom Manager, nachdem die anderen gegangen waren. Wesley setzte sich in den durchgesessenen Sessel. Sein Bruder schenkte ihn einen irischen Whiskey ein, reichte ihm das Glas und stieß mit ihm an. In einem Zug leerten sie die Gläser und Zack füllte nach.
Dann schloss er eine Schreibtischschublade auf, zog sie auf und holte eine gebundene Ledertasche hervor. Nach dem Wesley kurz an dem Whiskey genippt hatte, stellte er es beiseite und betrachtete beinahe Ehrfürchtig die gebundene Ledertasche. Das Leder war abgewetzt, war rissig und hatte die besten Tage hinter sich. Wie so vieles Leben, dachte Wesley. Gerade solche Dinge beherbergten dann Geheimnisse die man dem Objekt nicht zugetraut hätte.
„Eine Abschrift seines Ersten goldenen Buches. Sowie das Dreizehnte Kapitel vom Siebten goldenen Buch.“, teilte Zack seinem Bruder mit.
Wesley starrte ihn an. Zack lächelte wohl wissend welche Bedeutung das gesagte hatte. Schon seit Jahren suchten sie nach diesen Sachen. Es war das Vermächtnis ihres Vaters, der mehr als Dreißig
1
2
3
Kommentare
Bone1979 schrieb am 2008-03-19 22:47:48:
Werde ich wohl nicht weiterführen.
Das Projekt liegt einfach zu lange auf Eis. Außerdem haben sich meine Prioritäten verschoben.
Mal soll aber Nie nie sagen...
Kommentar hinzufügen