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Kategorien > Alltag > Alltag

Jugend

von Selorien

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„Hey Mütterchen, brauchst du Hilfe?“ Ich schrie noch lauter als vorher sowieso schon. Die Alte sah mit ihrem Köfferchen wirklich armselig aus, er musste so schwer sein wie ein Elefant, so wie die sich abrackerte das Teil zum Zug zu ziehn. Nett wie ich bin, bot ich natürlich sofort meine Hilfe an ihr zu helfen. Meine Kumpels „Floh“, Steve und Andreas lachten sich halb tot, aber meine Kippen waren alle und ich hatte echt kein Plan wo ich noch welche herbekommen konnte. Die verdammte Oma lief einfach weiter und die Affen die um mich herum krölten, lachten mich jetzt auch noch aus. Mein erster Gedanke war die scheiß Rentnerin die Gleise runter zu werfen. Pech, warum ignoriert sie mich auch? Die Idee war natürlich voll fürn Arsch und meine nächste gefiel mir viel besser. Das Klappergestell und damit die Hoffnung an Geld zu kommen warn erstmal futsch, aber da war ja noch Steve, dieser scheiß kleine Penner, der die ganze Zeit so dämlich gelacht hat und ich hatte gesehen das er noch ne Schachtel Kippen in der Jacke hatte. Also wirbelte ich zu ihm herum, packte ihn am Kragen und fragte: „Na du Spast, ausgekichert?“ Er hatte Schiss, oh man was für ein geiles Gefühl. Er versuchte sich loszuwinden, dieser kleine Pisser versuchte echt abzuhauen. Ich wurde wütend, krallte meine Hand in seine Haare und riss seinen Kopf zurück. „Hey du Bitch, ich hab dich was gefragt.“ Die andern glotzten nur doof. Steve sagte sinnloser weise: “Lass los man, was soll der Scheiß, du lachst bei uns doch auch ständig.“ Ich hatte echt die Schnauze voll. „Jetzt hör mal zu du Affenarsch, wenn du dir deine Haare zukünftig nich als Perücke aufsetzen willst, gibst du mir die Schachtel Cabinet aus deiner Jacke und entschuldigst dich bei mir. Hast du kapiert?“ Ja man, jetzt lass endlich los.“ Er heulte fast. Ich lies ihn los und er gab mir die Schachtel, gleichzeitig hielt er die hand auf seinen Kopf. Ich nahm mir eine Kippe und zündete sie an.“So und jetzt entschuldige dich.“ „Bestimmt nich.“ „Was hast du gesagt?“ „BESTIMMT NICH MAN!“ Ich rammte ihm mein Knie in den Magen, jetzt war er entschieden zu weit gegangen. Nach Luft japsend krümmte er sich am Boden. Ich dachte an das was er gesagt und wie dämlich er gelacht hatte. Zumindest einen Tritt hatte er sich noch verdient. Ich trat ihm mit voller Wucht in die Seite, er schrie auf und heulte nun richtig. Zum Glück sind wir hier in Deutschland, da interessiert so was keine Sau. „Kommt wir gehn in die Stadt,“ sagte ich zu Andreas und „Floh“. „Und wenn du dich ausgeheult hast, kannst du ja nachkommen, aber geh mir heute besser nich noch mal aufn Pisser, sonst kriegst du gleich noch eine.“


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Kommentare

Dracula schrieb am 2008-11-05 03:57:06:
Schade das der Altag wirklich so ist.
webmaster@xelanja.de schrieb am 2008-09-04 13:33:59:
diese Geschichte ist leider, aus dem Kontext gerissen, zu hart im Ausdruck. Eigentlich war sie Teil eines Projektes, bei dem eine ältere Schreiberin die gleiche Geschichte aus der Sicht des alten Mütterchens geschrieben hatte, im Kontrast dazu natürlich in feinstem Deutsch und einem überraschenden Ende. Leider habe ich keine Genehmigung der Autorin, ihren Beitrag mal hier nach zu reichen. Echt schade, denn zusammen gab das einen tollen Schlagabtausch zweier Schreiberlinge ganz verschiedener Generationen ab.

Xelanja
iby schrieb am 2007-02-22 11:38:16:
Die deutsche Sprache und die deutsche Jugend sind einfach nicht zu vereinigen.
Leanyka schrieb am 2006-08-04 10:59:05:
Und jetzt mal konstruktive Kritk:
An der Ausdrucksweise muss noch etwas gearbeitet werden, so liest es sich einfach nicht gut genug. Und damit meine ich nicht die Sprache der Jugend, die ,auch wenn teilweise wirklich so gesprochen wird, nicht eins zu eins übernommen werden sollte. Da versinkt die Geschichte zu sehr im Morast von Schimpfwörtern und der eigentliche Sinn geht verloren. Oder war genau das die Absicht? *g*

Gruß,
Leanyka
Selorien schrieb am 2006-08-03 00:22:55:
Danke für die Kritik o.O
Christoph Schlüter schrieb am 2006-08-02 20:01:41:
Gilt sicher für einen Teil der Jugend. Aber bei weitem nicht für alle. Deswegen finde ich den Titel etwas unglücklich gewählt.
Die Story - oder eher das Szenenfragment - erinnert mich so´n bisschen an die Larry Clarke Filme ( "Kids", "Ken Park", "Bully"). Sehr gut und realistisch beschrieben, dadurch auch hart, bedrückend und unbehaglich.
Schockierend? Ein wenig. Nachdenklich stimmend? Sicher. Bedrückend? Auf jeden Fall. Macht schon traurig über die Verrohtheit und den Niedergang von Moral, Loyalität und Freundschaft zu lesen. Und nicht zuletzt über den Tod der Menschlichkeit.
Wie soll die Welt von morgen aussehen, wenn diese Kids, die Eltern von morgen sind?
Irene schrieb am 2006-08-02 18:12:23:
ich finde es schrecklich was die jugend heute zu tage schon sogar mit ihren 'freunden' machen.

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