Jugendliebe
von
RyoOhki
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Ein Versuch von mir mich an ein andere Genre zu versuchen.
Achtlos übereinander geworfen lagen die beide Fahrräder, Damenrad und Mountainbike, übereinander in der warmen Sommernacht. Leichte Wolken standen träge am Himmel, zu wenig um die Temperatur aufzufrischen, jedoch genug um den Mond zu verdecken und die Nacht zu einer jener romantischen, abgedunkelten Sommernächte zu machen, in denen Menschen zueinander finden.
Wandte man den Blick von den Rädern ab in Richtung See, über den hellen Sandstrand und die liebevoll angelegte Grünanlage des Badestrandes, konnte man vor der hellen Wasseroberfläche gut die Schemen des dicht zusammen sitzenden Pärchens erkennen. Und gab man seinen Augen erst einen Moment Zeit, sich an das schwache Licht zu gewöhnen, konnte man auch Details der Zweisamkeit erkennen und beobachten wie eben jene warme Sommernacht zuschlug und ein Herzen zusammen führte.
Den Arm, den der Junge schüchtern um die Schultern der jungen Frau gelegt hatte, das lange seidige Haar des durchaus schönen Mädchen, die nervöse freie Hand des Jungen, die mit seinen Feuerzeug spielte, die um ihre Knie geschlungenen Arme der Frau. Der Blick des Jungen der immer wieder schüchtern die Augen des Mädchens suchte und sich dann sofort wieder dem Wasser zuwandt.
Alles in allem wurde jedem Beobachters des jungen Pärchen dort am Sandufer des Sees schnell klar, dass Er sich zwar ein wenig tollpatschig und unbeholfen benahm, Sie ihn jedoch mochte und gerade mit niemanden lieber auf das stille Wasser hinaus schauen würde.
Da so gut wie kein Wind wehte, war die Nacht nicht nur dunkel sondern auch still. Kaum konnte man die ruhige Wasseroberfläche hören, nur manchmal plätscherte still eine kleine Welle an das Ufer. Von weiter her, dem bewaldeten, gegenüberliegenden Seeufer drang ab und an der Ruf eines Nachtvogels zu dem jungen Pärchen herüber. Um so besser konnte man dafür dem fast geflüsterten Gespräch der Beiden folgen, dem offenen, helle kichern der Frau, der sanften, tiefen Stimme des Jungen.
Viel sprachen sie nicht. Ein paar Sätze über die Party, an der sie die Zeit verbracht hatten, bevor sie sich abgesetzt haben, ein paar Worte über dieses oder jenes Ereignis des Abends. Viel gewichtiger als die gewechselten Worte war der dabei angeschlagene Tonfall, Gestik und Mimik.
Kurzum, böse Zungen hätten behauptet, die Chancen des Jungen standen heute Nacht nicht schlecht.
Wäre man an diesem Abend ein geduldiger Lauscher ohne Anstand gewesen, hätte man verfolgen können wie das Gespräch sich wandelte. Von dem belanglosen Auftacktgeplauder über die stille, wortkarge Phase in jene besondere Stimmung hinein, in der zwei Menschen, idealerweise wechselgeschlechtlich, ihr Inneres öffneten und über die Dinge redeten,die sie wirklich beschäftigten und bewegten. So erfuhr der Junge, dessen Namen dem aufmerksamen Beobachter natürlich als Bernd bekannt war, über die Zukunftsängste der jungen Dame die sich im laufe des Gesprächs an ihn lehnte. Über ihre Sorgen einen Beruf zu finden, zu dem sie sich auch Berufen fühlte, keinen Job bis zur Rente um Geld zu verdienen und zu versauern.
Im Gegenzug davon wurde ihr, die auf den Namen Janine hörte, klar, dass Bernd keine Lust auf seinen eingeschlagenen Schulweg hatte, dass er anstelle eines langweiligen Bürojobs lieber mit den Händen arbeiten würde, etwas bauen oder konstruieren, aber sein Vater das BWL-Studium einfach vom ihm verlangte.
Eben all diese Dinge und kleinen Geheimnisse, die zwei jungen Menschen bewegt, verbindet und viel zu oft als Teenie - Geschwätz abgetan werden. Träume sind das Wichtigste, bei dieser Sache waren sich die beiden einig. So verflogen die Stunden rasch, und irgendwann fanden sich die Zwei, eng aneinander gekuschelt, schweigend und sich gegenseitig anschauend wieder.
Sie sahen sich an, schauten sich tief in die Augen,spürten das Kribbeln in der Magengengend, die freudige Erwartung und Gewissheit auf dass, was nun geschehen würde. Vorsichtig näherten sich ihre Gesichter, Zentimeter für Zentimeter, wie in einem tiefen, alles beherrschenden Bann voneinander angezogen. Nur noch ein winziges Stück bis sein Mund ihre weichen, vollen Lippen berühren und schmecken würde, noch ein winziges Stück bis das Kribbeln des ersten Kuss' sie durchzucken würde, als hätte das Zusammenbringen ihrer Lippen einen Stromkreis geschlossen. Noch eine unendlich kleine Winzigkeit näher!
Geschickt und mit einer einzigen geschmeidigen Bewegung wand sie sich aus seine Arm, sprang auf und machte einen leichtfüßigen Schritt Richtung Wasser.
„Los komm!“ Lachte sie ihren Begleiter, der noch völlig verdattert und wie aus tiefster Trance erwacht da saß und sie anstarrte, an. „Na los!“ Mit einer geübten Bewegung streifte sie ihre leichten Sommerschuhe ab.
„Was? Wohin?“ Entgegnete Bernd verdattert. Nicht, dass er wirklich Zweifel daran hatte, was genau sie vor hatte, vielmehr war seine Frage ein Ausdruck seiner eigenen Überrumpeltheit.
„Wohin wohl du Eumel! Schwimmen. Das Wasser ist total toll!“ Antwortete sie ausgelassen, wobei sie sich mit einem Haargummi ihre Mähne hoch band.
„Ich habe keine Schwimmsachen mit.“ Gestand Bernd als hätte das jemand von ihm erwartet und er es vergessen. Sie lachte nur, streifte sich das Top ab und warf es ihm zu.
„Verrat es keinem, ich auch nicht!“
Langsam und unsicher kam Bernd jetzt endlich in Fahrt, zog ebenfalls seine Schuhe und dann das T-Shirt aus.
„Komm schon, trödel da nicht rum sonst schwimm' ich ohne dich.“ Kicherte Janine amüsiert, wobei sie sich ihren Rock abstreifte und ihn einfach dort fallen ließ wo sie Stand.
„Und wenn uns jemand beobachtet oder die Klamotten klaut?“ Warf Bernd ein, innerlich über seine eigene Unsicherheit fluchend.
„Dann wirst du mich wohl warm halten müssen.“ Antwortete sie neckisch, wandte sich von ihm ab und öffnete dabei ihren BH mit jener Leichtigkeit, die vielen Kerlen schlichtweg ein Rätsel ist. Eine weitere fließende Bewegung und der String folgte dem Weg ihres Rocks, dann sprintete sie los und verschwand mit einem vergnügten Quietschen und lautem Platschen in dem warmen Wasser.
Der Silhouette ihres nackten Körpers und ihrer in der Nacht sanft schimmernden Haut völlig verdattert hinterher staunend, fummelte er an seiner Jeans herum. Anerzogene Scham und die Optionen, die ein Bad ohne Kleidung eröffneten fochten in Bernds Inneren, dass eh eigentlich mehr nach 'schüchtern' tendierte.
Prustend tauchte Janine wieder auf, sah sich zu ihrem Begleiter um und lachte dann herzhaft.
„Komm schon, trau dich.“ Und nach einem Augenblick des Zögerns. „Wenn du mich bekommst darfst du mich vielleicht behalten!“ Worauf sie sich umdrehte und mit der Figur eines geübten Schwimmers in See stach. Bernd gab sich einen letzten Ruck, immerhin wollte er nicht als Idiot da stehen, entledigte sich seiner Shorts und sprintete dann dem dunklen Wasser entgegen um mit einem Kopfsprung, alles weniger aus dynamischen Elan als vielmehr aus Scham, nackt gesehen zu werden, in den
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Kommentare
mihaela_capsunika@yahoo.com schrieb am 2012-01-18 15:33:41:
super Geschichte. Geht sie auch weiter? Ich will wirklich wissen wie es weiter geht :-)
www.top3-suche.de schrieb am 2010-03-25 20:49:01:
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ryo.okhi@gmx.de schrieb am 2010-03-25 20:48:58:
Ich muss gestehen ich HASSE Wortwiederholungen und Verdattert ist ein Wort das ich eigentlich fast nie verwende, weswegen ich total überrumpelt war, dass es direkt drei mal vorkommt.
Dankend korrigiert .-)
Hmm Rechtschreibung ist meine große Schwäche und freiwillige korrekturleser dünn gesäht.
Anna schrieb am 2010-03-25 17:59:42:
also ich finde die geschichte recht interessant und auch spannend, ich warte jetzt auch auf die fortsetzung^^
aber das problem ist, du hast einige rechtschreibefehler drin, welche das lesen etwas bremsen finde ich, einige wiederholungen mussten auch nicht sein. du hast min 3 mal verdattert geschrieben. finde einfach synonyme =)
das problem habe ich aber auch. jetzt habe ich ein synonymwörterbuch^^
Vany schrieb am 2010-03-24 20:06:03:
ganz ehrlich: ich finde deine geschichte toll. wirklich. *schauder* richtig unheimlich...hätte ich nicht erwartet (: gefällt mir
Eule schrieb am 2010-03-23 18:58:16:
Wow, ich finds echt unheimlich! Dem Titel der Geschichte und dem Anfang nach, erwartet man, dass die beiden eine romantische Sommernacht zusammen verbringen, doh dann erscheint ganz plötzlich diese Gestalt am Ufer. Der Gruseleffekt ist dur ganz gut gelungen. Ich würde nur zu gerne wissen, was das für ein Wesen ist und was mit Bernd passiert ist und wie es weitergeht...
Eule
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