Just an ordinary Day
von
Irina Grittner
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Inhaltsangabe : Lediglich ein ganz normaler Tag, wie wir ihn alle kennen…(als
Schüler zumindest)
Author´s Note: Es gibt wohl Tage an denen man lieber im Bett bleiben sollte…
Ok, ich muss zugeben, was den Humor betrifft sind relativ viele
Insider drin, die man nur rafft, wenn man in meiner Klasse ist.
Widmung : An all diejenigen, die solche Tage auch schon (sehr oft) erleben
mussten. Und an diejenigen, die die Insider checken und an
meine Lehrer die ich teilweise schlimmer dargestellt habe als sie
sind.
Irgendein beliebiger Tag (genau gesagt Freitag der 15, gefühlter 13) 6.30 morgens, eben gezwungen worden aufzustehen, war ich nun auf dem Weg ins Bad. Ein Blick in den Spiegel genügte um festzustellen, dass heute definitiv nicht mein Tag war. Nachdem ich mich mit der Frage gequält hatte, ob ich die Fremde im Spiegel, waschen sollte, war ich zu dem Entschluss gekommen, das es für alle Beteiligten wohl das Beste wäre, wenn besagte Fremde einfach im Bett bliebe.
Diese Idee schlug ich auch sogleich meiner Mutter (in “seltenen“ fällen auch als Hausdrachen zu bezeichnen) vor, diese war jedoch wenig begeistert und schickte mich alsdann in mein Zimmer, wo ich mich anziehen sollte, da ich (wie immer) schon wieder spät dran war.
Dies war mir durchaus bewusst, dennoch musste noch genügend Zeit vorhanden sein um wenigstens zehn Outfits mit zehn verschiedenen Make-ups und Frisuren durchzuprobieren... am Ende landete ich bei Version 1.
Version eins, das bin ich, mit einer dunkelblauen Lee Jeans, einem schwarzen Shirt, Springerstiefeln und haufenweise schwarzem Kajal.
Als mein Blick nun flüchtig auf meine Wanduhr fiel, stellte ich nüchtern fest, dass ich noch ganze 2 Minuten bis Schulbeginn und noch eine Menge zu laufen hatte, also packte ich meinen Schulranzen, stopfte alles für den heutigen Tag Benötigte hinein und verließ um 7.55 (10 Minuten zu spät) in heller Panik das Haus.
Auf dem Weg zur Schule schaffte ich es doch tatsächlich mich beinah von 3 Autos und 1 Laster gleichzeitig überfahren zu lassen (eine Leistung, die mir bis heute noch keiner nachgemacht hat).
Als ich schon fast in der Schule war, beschloss ich einmal auf meinem Stundenplan nachzusehen, welches Fach wir in der ersten Stunde hatten, damit ich mir für den betreffenden Lehrer die passende Ausrede einfallen lassen konnte, denn jeder Lehrer will auf seine ganz persönliche Art und Weise beschwichtigt werden, da wären zum Beispiel der Mathelehrer, der es liebt, wenn man ihm erzählt man habe ausgerechnet, wie lange man zur Schule bräuchte und darüber die Zeit vergessen habe... hierbei spielt es keine Rolle, ob diese Ausrede nun erlogen ist oder nicht solange sie zum betreffenden Fachlehrer passt, geht eigentlich alles.
Selbstverständlich gibt es auch Ausnahmen, wie zum Beispiel den schrulligen/friedhofsblonden Chemielehrer, dem eigentlich egal ist, was man erzählt, solange man ihm nur (genießbaren) Kuchen mitbringt (Ja Sie sind gemeint!)
Aber egal, ich wollte ja eigentlich auf meinen Stundenplan schauen und genau das tat ich dann auch.
Die Antwort lautete... (imaginärer Trommelwirbel)... Englisch.
Ich war mir noch nicht so ganz im Klaren darüber ob ich mich darüber freuen sollte oder nicht,
beschloss aber erst einmal alles auf mich zukommen zu lassen.
Als ich ins Schulgebäude eintrat bemerkte ich sofort, dass es vollkommen leer war...
Ein Blick auf die Uhr genügte um zu erkennen, dass die Menschen in meiner Schule keineswegs von Aliens gefangen genommen und entführt wurden, sondern das sie alle lediglich seit 34 Minuten in den Klasseenzimmern saßen und der Tätigkeit nachgingen, die allgemein bekannt als Lernen bezeichnet wird.
Ich überlegte, ob ich einfach wieder gehen und erst zur nächsten Stunde wiederkommen sollte.
Ein erneuter Blick auf den Stundenplan reichte aus um diese Vorstellung, wie eine Seifenblase platzen zu lassen. Doppelstunde... ich konnte ja schlecht erst zur dritten Stunde in die Schule kommen.
Also blieb mir wohl nichts anderes übrig als reinzugehen.
Als ich so vor der ( leider verschlossenen) Tür stand, überkam mich einfach ein tief verwurzelter 007 Instinkt und brachte mich dazu mich vor die Tür zu knien und zu lauschen.
Und ich hörte... rein gar nichts.
Ich schluckte, an dieser Stelle kommen in Agentenfilmen normalerweise die Bösen aus der Tür gestürmt und überwältigen dich, da dies hier wohl kaum der Fall sein würde, blieb mir nur noch die Möglichkeit reinzugehen und zu sehen warum meine (normalerweise alles andere als ruhige) Klasse toter Mann spielte.
Ich nahm all meinen Mut zusammen, klopfte...Rein in die Höhle des Löwen... öffnete die Tür.
Und..... Scheiße... Klassenarbeit, ich hatte schon die ganze Zeit das Gefühl irgendwas vergessen zu haben, na ja, nun wusste ich wenigstens was ich die ganze Zeit (erfolgreich) verdrängt hatte.
Nun hatte sich auch die Frage geklärt, ob ich mich darüber freuen sollte, dass wir Englisch hatten.
Die Antwort war: Nein sollte ich nicht, da ich
1. keine Vokabeln gelernt hatte
2. die Grammatik sowieso immer scheiße war
3. ich den blöden Text, den wir lernen sollten noch nicht mal angerührt hatte.
und
4. weil Arbeiten sowieso, immer und prinzipiell totaler Beschiss waren, die die schon von Anfang an den Plan hatten abzuschreiben taten dies, wurden nie erwischt und man selbst, der lediglich ein Mal auf das Blatt des Nachbarn gelinst hatte, wurde erwischt.
Setzen sechs, oder wie war das gleich?
Na egal auf jeden Fall ruhten nun 26, teils schadenfrohe, teils genervte, Augenpaare auf mir inklusive dem meiner Englischlehrerin.
Frau, na nennen wir sie mal Herbst, zog eine Augenbraue hoch, musterte mich eingehend und meinte schließlich: “Na, wer auch sonst. Deine Entschuldigung diesmal?“
Ich stotterte etwas von wegen verlaufen und Weg nicht gefunden, das Schlimme, aber war, das sie mir dies anstandslos glaubte... Gut ich muss zugeben mein Orientierungssinn ist nicht der Beste, aber in der eigenen Stadt auf dem eigenen Schulweg verlaufen, dafür muss man, aber echt null Peilung haben... . Wobei, wenn ich so darüber nachdenke, fallen mir sehr viele Situationen ein, in denen ähnliches der Fall war (z.B. auf dem Weg zu ner Freundin, bei der man schon tausendmal war, verlaufen; im Feld(!), wo man kilometerweit sehen kann und natürlich auch schon tausendmal war, nicht mehr rausgefunden etc.), also, wenn ich mir das so ansehe erscheint mir die Möglichkeit ich könnte mich auf dem Weg zu meiner Schule verirren, gar nicht mehr soo abwegig... ok sein wir ehrlich, wenn es mir zu diesem Zeitpunkt nicht passiert wäre, wäre es irgendwann passiert, so oder so ich komme nicht drum rum mir (und allen anderen) einzugestehen, dass ich definitiv, absolut und vollkommen orientierungslos durch die Gegend laufe. Von der Seite betrachtet ein
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Kommentare
Irina schrieb am 2007-01-14 16:51:26:
Naja, es ist die Art von Unterricht, die man besser nicht näher beschreibt, wenn deine Lehrer Internet haben... Aber ich fang bald mal an eine Geschichte drüber zu schreiben.
Heaven schrieb am 2007-01-06 14:41:50:
Hey,
ich find deine Geschichte echt gut =)...locker und lustig, gefällt mir ;-) ich kann sie gut nachempfinden ;) :D!!
Wie ist das mit "Physik"??
lG heaven
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