Kalt
von
Michael Reißig
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Kalt
Kalte Nebel wallten durch das Land -
als ich das letzte Mal am Werktor stand,
zerbrochen das Wohl und auch das Glück,
und auch die Hoffnung - ein ganz großes Stück.
Kalt deine Lunge – kalt ist dein Herz,
warm meine Sehnsucht -
nach diesem Schmerz.
Es ist kälter geworden in diesem Land -
in dem getrübet dein Verstand.
Als ich noch täglich schaffte -
war ich noch gut genug.
Seit ich nicht mehr durfte -
deine Worte, deine Liebe,
die waren nur ein falscher Trug -
in diesem eisig kalten Land,
fehlen Menschlichkeit und auch Verstand.
Stark meine Sehnsucht nach Liebe und Glück,
nach wärmenden Herzen -
ein ganz kleines Stück,
in diesem, ach, so kalten reichen Land,
soll endlich wachsen -
ein zartes Pflänzchen Hoffnung -
am untersten Rand.
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Kommentare
Ellen schrieb am 2008-11-27 12:18:18:
Gefällt mir - sehr gefühlvoll!
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