Kaltes Eisen an meiner Schläfe
von
Private Suicide
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Ich spüre das kalte Eisen an meiner Schläfe. Sein Gesicht kann ich nicht sehen, doch ich weiß dass Tränen über seine Wangen laufen. Ich lache in mich hinein. Wird er abdrücken können. Meine Neugier ist stärker, als die Angst die ich verspüren sollte. Allein deswegen, weil ich mir im Klaren über seine Gefühle bin. „Drück ab!“ Meine Stimme durchbricht die verräterische Stille. Merkt er den Spott in meinen Worten? „Ich bin in Ordnung! Ich finde es nicht in Ordnung, was du gerade tust, doch ich akzeptier es.“ Ich merke wie er atmet. Schwer und laut. Ich spotte seiner, obwohl der Tod über mir hängt wie der Schatten der Verlorenen. „Wie ist es für dich über mein Leben zu bestimmen, doch die Gewissheit zu haben mich nie besitzen zu können? Tut es weh? Denkst du noch an unsere gemeinsamen Stunden?“ Seine Hand zittert. Meine Worte machen ihn unsicher. „Koste die Situation doch aus. Wieso genießt du deine allgegenwärtige Macht nicht? Du kannst alles mit mir machen was du willst. Warum zögerst du?“ Sein Schweigen sagt mehr als tausend Worte. „Einst hab ich dich geliebt!“ Zum ersten Mal stellt er sich vor mich. Dann schlägt er mich. Mit der flachen Hand ins Gesicht. Ich zucke kurz zusammen. Der Schmerz ist äußerst widerlich. „War das etwa alles?“ Wie ich dich kenne vermutlich schon. Plötzlich rinnt ihm Blut aus dem Mund. Er hat sich die Lippe durchgebissen. Obwohl er die Waffe immer noch auf meinen Kopf gerichtet hält, steh ich auf. Mein Instinkt sagt mir, dass die Waffe nie eine Gefahr dargestellt hat. Dann geh ich zu ihm. Mit der einen Hand fahre ich über sein verzerrtes Gesicht. Mit der anderen fang ich das Blut auf. Dann höre ich einen Schlag. Die Waffe liegt auf dem Boden. Er hat sie fallen lassen. Ich habe gewonnen. Ich schau ihm noch mal in die Augen, lächle dann und gehe. Noch bevor ich das Gebäude verlasse höre ich einen Schuss. „Du bist so berechenbar.“ Ich nehme mein Handy heraus und wähle die Nummer der Polizei. Ich will einen Selbstmord melden.
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Kommentare
lulu schrieb am 2009-02-22 16:00:00:
Naja...
Also irgendwie finde ich es ein bisschen hart und von Liebe nicht viel zu lesen.
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