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Kategorien > Love Story´s > Liebe

Keep Breathing (Kapitel 15)

von Fullmoon

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er dieselben Albernheiten mit Sarah ausgetauscht hatte. Warum sollte er es auch nicht auskosten, wenn es sich so gut anfühlte? Wenn sich eine Praline als wahres Geschmackswunder entpuppte, aß man dann nicht auch mehr davon? Fakt war: Er hatte übertrieben.
Warum musste er auch immer von einem Extrem ins andere fallen? Konnte er nicht auch das richtige, nein, a n g e m e s s e n e Maß finden? Er musste es finden.
Für sie beide.
Nun blieb ihm nur noch eine einzige Sorge: Wann sollte er es ihr sagen?
Diese Sache konnte nicht warten. Cain durfte in dieser Angelegenheit auf keinen Fall eigennützig handeln.
Plötzlich hatte er eine Idee. Er rief Jean an und bat ihn, ihm ein paar Unterlagen per Mail zu schicken. Nun musste er nur noch ein paar Zahlen und Fakten umändern und ausdrucken. Er ging die Sachen noch einmal durch, machte hier und da ein paar Korrekturen und druckte sie anschließend noch einmal neu.
Dann rief er Clémentine an und bat sie, Kara zu sich ins Büro zu rufen.
Während Cain auf sie wartete, stand er auf und trat an eins der bodentiefen Fenster. Vielen seiner Besucher schwindelte es bei der Aussicht, die sie enthüllten, doch im Gegensatz zu ihnen liebte er die Höhe; vor allen nachts, wenn er die anderen beleuchteten Fenster an den Gebäuden in seiner Umgebung sah. Es gab ihm ein Gefühl von geteilter Einsamkeit. Er hörte, wie Kara das Büro betrat und drehte sich zu ihr um. Das Lächeln gefror ihr auf den Lippen, als sie ihn ansah. Wahrscheinlich, weil sie sich schon zu sehr daran gewöhnt hatte, dass er zurück lächelte. Jetzt tat er es nicht.
"Was ist los?" fragte sie ihn voller Sorge.
"Setz dich." wies er sie kurz angebunden an.
Kara blieb stehen. Das hätte er sich auch gleich denken können.
"Was ist los?" wiederholte sie etwas langsamer, als würde sie mit einem Begriffsstutzigen sprechen.
Cain ging zurück zu seinem Schreibtisch und hielt ihr den frisch ausgedruckten Stapel Unterlagen hin. "Könntest du mal einen Blick darauf werfen?"
Misstrauisch nahm sie ihm die Blätter ab. Es herrschte Schweigen, während sie sie studierte. Das Ticken seiner Wanduhr war unerträglich laut. Er beobachtete den Sekundenzeiger, der verlässlich von Zahl zu Zahl sprang, alles ankurbelte, alles bewegte.
Nach ewig langen Minuten, die sich wie zähes Kaugummi gezogen hatten, schaute sie endlich auf. "Was ist damit?"
"Erzähl mir etwas darüber."
"Ich kann bis jetzt nicht viel sagen…" fing sie langsam an. "Nur, dass es um eine Firma geht, die im Minus steht."
"Woran liegt das?"
Kara warf wieder einen kurzen Blick auf ihre Blätter. "Da scheint es ein paar
Unregelmäßigkeiten bei den Abbuchungen zu geben."
"Gut. Ich will, dass du dir einen halben Tag Urlaub nimmst und dir das genauer anguckst." "Was? Das geht nicht!" protestierte sie.
"Ich habe es dir erlaubt."
Verärgert fuchtelte sie mit den Blättern herum. "Es geht nicht darum, ob du es mir erlaubst oder nicht, Cain! Es geht darum-"
"Nein." unterbrach er sie. "Aber ich bin dein Chef, Kara. Und ich will, dass du dir einen halben Tag Urlaub nimmst. Glaub mir, ich habe schon meine Gründe."
"Ach, wirklich?" Kampfeslustig reckte sie ihr Kinn ein wenig in die Höhe.
Cain setzte sich wieder seelenruhig an seinen Schreibtisch. "Du kannst gehen." sagte er, ohne seinen Blick von dem Bildschirm zu nehmen.
Sie starrte ihn ungläubig an. "Cain…" Als er nicht reagierte, schlug sie mit der flachen Hand auf den Tisch. Cain sah auf. "Was ist nur wieder mit dir los?" flüsterte sie. "Heute Morgen war doch noch alles in Ordnung."
Für einen Moment erweichte sich das stahlharte Grau seiner Augen. "Ich weiß." sagte er leise. "Erklär es mir." bat sie.
"Nicht jetzt, Kara."
"Doch." widersprach sie ihm hartnäckig. "Jetzt."
Cain fuhr sich unbehaglich mit der Hand durch das Haar. "Ich war… ich war einfach zu voreilig."
"Inwiefern?"
"Ich habe nicht nachgedacht."
"Aber worüber?" rief sie und warf verständnislos die Arme in die Luft.
"Über uns!" entgegnete er lauter als notwendig. "Wir haben eine geschäftliche Beziehung, Kara! Wie soll ich denn meine Objektivität bewahren, wenn ich mich zu sehr meinen Gefühlen dir gegenüber hingebe?"
"Aber du kannst sie doch nicht unterdrücken!"
"Doch. Das kann ich."
"Verdammt noch mal, Cain! Warum musst du jedes Mal drei Schritte zurückgehen, wenn du einen nach vorne gemacht hast?"
"Das ist kein Rückschritt, auch wenn es dir so vorkommt." stellte Cain sachlich klar. "Du solltest dir auch mal vor Augen führen, dass wir, was deine Firma betrifft, Geschäftspartner sind. Und was meine Firma betrifft, bin ich immer noch dein Chef."
"Und was soll das jetzt bedeuten? Dass wir wieder mit getrennten Autos zur Arbeit fahren? Dass wir nicht mehr zusammen essen werden?"
"Das ist das Beste für uns."
Um nicht die Beherrschung zu verlieren, ballte Kara die linke Hand zur Faust und bohrte ihre Fingernägel tief in ihre Handinnenflächen. "Das stimmt nicht."
"Das heißt nicht, dass ich dich komplett ignorieren werde."
Sie warf ihm einen spöttischen Blick zu und als sie antwortete, triefte ihre Stimme vor lauter Sarkasmus. "Ach, wirklich nicht? Na, da bin ich ja beruhigt."
"Die letzten beiden Tage waren besonders, das gebe ich auch zu. Ich war wie ein anderer Mensch." versuchte er ihr zu erklären. "So habe ich mich schon lange nicht mehr gefühlt, aber… manchmal passieren Dinge, die mich wieder daran erinnern, warum wir eigentlich verheiratet sind."
"Was für Dinge?"
"Ich erzähle es dir heute in aller Ruhe. Aber nicht jetzt und auch nicht hier."
"Du verheimlichst etwas vor mir." stellte Kara beunruhigt fest.
"Nicht mehr lange."
Sie wollte noch nicht aufgeben. "Muss denn alles wieder so sein wie vorher?"
"Ich habe keine andere Wahl." Es klang so endgültig in ihren Ohren. Wie vorherbestimmt. "Man hat immer eine Wahl." hielt sie dagegen.
"Kara, ich werde dich nicht wieder wie ein Arschloch behandeln."
Sie lachte, doch es klang falsch und aufgesetzt. Eigentlich tat sie es nur, da die andere Alternative weniger fröhlich war. "Doch, Cain. Das tust du und zwar genau in diesem Moment."
"Ich habe dich geheiratet, weil dein Vater mir die Hälfte seiner Firma zugesagt hat und nicht, weil ich dich liebe."
Kara versengte ihre Fingernägel noch tiefer ins Fleisch. "Ich weiß, dass das keine Liebeshochzeit war." knirschte sie mit zusammengebissenen Zähnen.
"Wir haben uns in letzter Zeit aber mehr wie ein liebeskrankes Ehepaar verhalten, als wie zwei vernünftige Menschen, die voneinander profitieren wollen."
"Ich wollte nie von dir profitieren!" fuhr sie ihn wütend an.
Für einen Augenblick taxierten sie sich schweigend.
"Vielleicht." räumte Cain nach einer Weile ein. "Aber das bringt uns jetzt nicht weiter. Bitte sieh dir die Unterlagen genauer an, die ich dir gegeben habe. Ich denke, dass du noch ein paar Grundlagen des Finanzmanagements beherrscht und wenn nicht, dann kannst du sie damit ein bisschen

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Kommentare

sie schrieb am 2010-12-25 17:51:53:
wann geht es weiter?
Olli schrieb am 2010-09-29 09:37:07:
deine Story's sind unglaublich, ich könnte sie jeden Tag lesen :-)
und jetzt warte ich sehnsüchtig auf eine Fortsetzung.
Wäre toll, wenn du dein Fans nicht weiter quälst ;-) und für Nachschub sorgst :)
LG Olli
Sanny schrieb am 2010-09-25 15:31:01:
Hey!
Ich kenn deine Geschichten nun auch schon eine ganze Weile, Eyes Like Yours ist mein ganz persönlicher Bestseller ;-)
Bitte schreib schnell weiter! Du hast unglaubliches Talent...
Liebe Grüße,
Sanny
Siri schrieb am 2010-07-16 11:44:50:
hi l.,
ich wollte fragen wie es mit der fortsetzung aussieht und ob du weißt was bei rockundliebe los ist.

ich möchte mich nochmal für die geschichte bedanke die du mir vor 2 jahren geschickt hast (oh gott, ist das lange her), und hoffe du hast eine der geschichten an einen verlag verkaufen können.

ganz liebe grüße,
siri

PS. hier meine emailadresse : siri20[at]gmx[punkt]de
Marie schrieb am 2010-07-07 07:36:37:
Hey.
Ich habe grade die Nach durch deine Geschichte bis hierher gelesen. Und ich hoffe wirklich du schreibst noch daran. Und Ich hoffe die Fortsetzung kommt bald.
Deine andere Geschichte, Eyes like Yours, habe ich übrigens schon mindestens 10mal gelesen.
Das erste Mal bin ich glaube ich auf die Geschichte gestoßen vor bestimmt 5 Jahren. Erst habe ich dann eine Zeit lang nich mehr dran gedacht, aber dann habe ich mich wieder an die Geschichte erinnert, sie überall gesucht, abgespeichert und immer wieder gelesen. Die Geschichte ist ein Traum.
Und ich bin immernoch der Meinung, dass du dich damit an einen Verlag wenden solltest.
Die Geschichte hat natürlich auch ein paar Makel, aber wenn du möchtest (und zu einem Verlag gehen willst), schreibe ich mal solche Kleinigkeiten auf, die mir aufgefallen sind und schicke sie dir.
Jedenfalls würde ich gerne mit dir über deine Geschichten reden. Sie sind fabelhaft.

Wenn du möchtest, melde dich unter punk-rock_girl@web.de
Liebe Grüße
!!! schrieb am 2010-05-08 10:20:44:
Wann geht es denn endlich weiter?
LG
... schrieb am 2010-03-04 08:17:48:
bitte unbedingt, ganz schnell weiter schreiben...
wie immer, ein super kapitel,
bin schon ganz neugierig, wie es weitergeht,...
Lee schrieb am 2010-03-03 22:14:06:
Bezaubernd...
Endlich geht es weiter und gleich so viel :)

Also bei dem Ende hoffe ich das das Warten nicht so lange dauern wird!!!
Es macht soo viel Spaß deine Geschichten zu lesen!!!

Ich speicher sie mir, aus Angst, dass es die Seite irgendwann nicht mehr gibt, auch alle ab :)
Man merkt einfach, dass dir das Schreiben Spaß macht und viel bedeutet!

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