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Kategorien > Love Story´s > Liebe

Keep Breathing (Kapitel 15)

von Fullmoon

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Nachdenklich betrachtete Kara sie. Gerade, als sie sie herausholen wollte, kam Natalie herangeeilt, wie immer todschick gekleidet mit ihrem Kleidermix von H&M und einem Designer-Label. Ihre blonden Haare hatte sie zu einem lockeren Dutt zurückgesteckt und der kirschrote Mund verzog sich zu einem breiten Grinsen.
"Hallo, Prinzessin!"
Kara lächelte. Nat schaffte es immer sie aufzumuntern. Vorsichtig stand sie auf und verzog auch fast nicht das Gesicht. Ihre beste Freundin gab ihr einen Kuss auf die Wange.
"Wie geht es dem Fuß?" flüsterte sie.
"Konstante Lebenszeichen."
Tapfer stolzierte Kara aus der Eingangshalle und erlaubte sich erst einen Schmerzensschrei, als sie in Nats Wagen eingestiegen war.
"Bist du sicher, dass ich dich nicht zum Arzt fahren soll?"
"Nein, der muss jetzt nur auf Eis gelegt werden, dann geht das wieder." beruhigte Kara sie. "Was hast du eigentlich gemacht?" fragte Nat neugierig.
"Ich habe den Kampf gegen ein Betonmonster verloren."
Nat fädelte sich wieder in den Verkehr ein. "Klingt nach einem interessanten Tag."
Kara stöhnte entnervt auf. "Von wegen. Ich hasse ihn und dabei ist heute Freitag."
"Was ist passiert?"
"Es ist Cain." sagte sie und zupfte unruhig an ihrem Rock herum. "Heute ist er auf den Trichter gekommen, dass wir keine private Beziehung mehr haben können, da das ja unser Geschäftsverhältnis stören könnte. Dabei war heute Morgen noch alles in Ordnung! Wir haben gelacht und uns geküsst und…"
"Und…?"
"Ich weiß einfach nicht, was er schon wieder hat!" echauffierte sie sich und schlug frustriert gegen die Seitentür.
"Hey!" protestierte Nat. "Das ist m e i n Auto, falls du das vergessen hast. Nur weil du deins gerade halb geschrottet hat, heißt das nicht, dass meins das gleiche Schicksal erleiden muss." "Tut mir leid." entschuldigte sich Kara zerknirscht. "Ich bin nur gerade ein wenig sauer." Natalie lenkte das Auto sicher durch die Frankfurter Innenstadt und nutzte ein paar Schleichwege, um dem Feierabendverkehr der Beamten auszuweichen, die alle schon mittags nach Hause eilten.
"Danke übrigens, dass du mich nach Hause fährst."
"Kein Problem. Ich wollte heute sowieso früher Schluss machen, um meine Überstunden abzubauen. Da kam dein Anruf gerade recht." Sie hielten an einer roten Ampel. "Und du sagst, mit Cain war heute Morgen noch alles okay?"
"Ja! Und dann, fünf Stunden später, zitiert er mich zu sich und: Verwandlung! Der alte Cain ist wieder da." Sie erzählte ihr von dem restlichen Teil der Unterhaltung.
"Vielleicht ist es nur die Arbeit." versuchte Natalie ihre Freundin zu besänftigen.
"Nein, das glaube ich nicht." widersprach Kara vehement. "Es hat etwas mit mir zu tun. Ich fühle das."
"Weißt du was? Ich habe genau das passende für dich." sagte Nat und folgte einem McDonalds-Schild. Sie nutzte den McDrive und bestellte. "Zwei Erdbeermilchshakes und zwei McFlurry Smarties."
"Ach, Nat. Du bist die Beste."
"Ich weiß. Bedanken kannst du dich später. Lass gut sein." fügte sie hinzu, als Kara ihr Portemonnaie aus der Tasche holte.
Natalie fuhr auf den Parkplatz und schaltete den Motor aus. Sie aßen im Auto und für eine Weile herrschte friedliches Schweigen, bei dem nur das Kratzen der Plastiklöffel zu hören war, die geschäftig das Eis herausschaufelten.
Für September war es noch erstaunlich warm und Kara kurbelte das Fenster ein wenig herunter, damit die wohltuende Brise ihre erhitzten Wangen kühlen konnte.
Als sie unbewusst einen Seufzer ausstieß, griff Natalie das Thema wieder auf.
"Du solltest dir keine Sorgen machen. Vielleicht ist es ja nichts."
Kara stocherte mit dem Löffel in ihrem Eis herum. "Bei Cain ist nie ‚nichts'."
"Sieh es doch mal positiv. Wenigstens hat er dir gesagt, dass ihr später reden werdet. Im Gegensatz zu früher war das doch ein großer Schritt, findest du nicht?"
"Ja, schon." gab Kara zu.
"Hab etwas Geduld." riet Natalie ihr. "Er hat dir selbst gesagt, dass er sich nicht von heute auf morgen ändern kann."
"Du hast ja Recht." Nachdenklich tippte sich Kara mit dem Löffel auf den Mund. "Ich will nur immer alles sofort haben."
"Du bist nun mal ein ungeduldiger Mensch."
Kara legte Natalie eine Hand auf den Arm und drückte ihn leicht. "Was würde ich nur ohne dich machen?"
"Schreiend im Kreis herumlaufen?"
Kara lachte. "Ja, das würde so ungefähr hinkommen."
"Ich bin froh, wenn ich dir helfen kann. Ich weiß ja, dass das alles für dich nicht so einfach ist."
"Lass uns jetzt nicht mehr darüber sprechen." entschied Kara und trank einen Schluck von ihrem Milchshake. "Wie läuft's bei dir im Moment?"
Nats Augen fingen an zu strahlen. "Ich glaube, ich werde bald befördert."
Kara stieß einen kleinen Freudenschrei aus. "Was? Das ist ja super!"
"Ja." lächelte Natalie. "Mein Chef hat mir heute so etwas angedeutet. Ich bin so aufgeregt! Ein Kollege, der die größeren Kunden betreut, geht bald in Rente. Vielleicht bekomme ich ja seinen Posten!"
"Oh, ich wünsche es dir so!" sagte Kara aus vollstem Herzen, da sie wusste wie ambitioniert ihre Freundin auf diesen Posten hingearbeitet hatte.
"Danke. Nur in der Liebe will es gerade nicht so laufen." Nats Stimme verlor wieder etwas von ihrem Enthusiasmus.
"Wieso? Ich dachte, du bist glücklich mit Tim."
"Ja, schon… Ach, ich weiß nicht. Ich habe das Gefühl, dass sich alles so festgefahren hat bei uns. Ich langweile mich mit ihm."
"Ach, Nat. Probier doch mal was Neues aus! Betttechnisch." Kara zwinkerte ihr zu.
"Ja, darüber habe ich auch schon nachgedacht. Mir fällt schon was ein."
"Wenn du Hilfe brauchst, dann sag mir Bescheid." bot Kara an. "Ich habe eine sehr lebhafte Fantasie!"
Nat grinste. "Komm, ich fahre dich jetzt nach Hause und du machst mir ein paar Vorschläge." "Okay, als kleine Revanchierung für den Imbiss. Wie wäre es, wenn ihr euch als Aliens verkleidet? Um etwas Mystik mit hineinzubringen."
"Kara!"
"Schon gut! War doch nur ein Scherz."

Mittlerweile war der kleine Stundenzeiger auf die Zahl sechs hervorgerückt und Cain saß immer noch in seinem Büro und starrte schon seit etlichen Minuten auf dieselbe Stelle. Eigentlich hätte er schon längst Zuhause sein können, doch er hatte sich noch nicht dazu überwinden können aufzustehen, obwohl er wusste, dass es unsinnig war hier noch länger herumzusitzen, wenn er nicht mal etwas Produktives leistete.
Im Grunde drückte er sich noch ein wenig davor Kara gegenüber treten zu müssen.
Er wollte es nicht.
Er konnte es noch nicht.
Ja, er verstand ihren Frust ihm gegenüber, doch er konnte es nun mal nicht ändern. Wie eine vorprogrammierte Maschine war er wieder in die Rolle des alten Cain geschlüpft, um Distanz zu wahren. Es war einfach wichtig, dass er sich nicht zu sehr von seinen Gefühlen für sie ablenken oder sogar beeinflussen ließ. Sonst hätte er nicht die innere Kraft, die er benötigte, um ihr das Geheimnis zu enthüllen, das er schon seit Wochen wie einen dunklen,

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Kommentare

sie schrieb am 2010-12-25 17:51:53:
wann geht es weiter?
Olli schrieb am 2010-09-29 09:37:07:
deine Story's sind unglaublich, ich könnte sie jeden Tag lesen :-)
und jetzt warte ich sehnsüchtig auf eine Fortsetzung.
Wäre toll, wenn du dein Fans nicht weiter quälst ;-) und für Nachschub sorgst :)
LG Olli
Sanny schrieb am 2010-09-25 15:31:01:
Hey!
Ich kenn deine Geschichten nun auch schon eine ganze Weile, Eyes Like Yours ist mein ganz persönlicher Bestseller ;-)
Bitte schreib schnell weiter! Du hast unglaubliches Talent...
Liebe Grüße,
Sanny
Siri schrieb am 2010-07-16 11:44:50:
hi l.,
ich wollte fragen wie es mit der fortsetzung aussieht und ob du weißt was bei rockundliebe los ist.

ich möchte mich nochmal für die geschichte bedanke die du mir vor 2 jahren geschickt hast (oh gott, ist das lange her), und hoffe du hast eine der geschichten an einen verlag verkaufen können.

ganz liebe grüße,
siri

PS. hier meine emailadresse : siri20[at]gmx[punkt]de
Marie schrieb am 2010-07-07 07:36:37:
Hey.
Ich habe grade die Nach durch deine Geschichte bis hierher gelesen. Und ich hoffe wirklich du schreibst noch daran. Und Ich hoffe die Fortsetzung kommt bald.
Deine andere Geschichte, Eyes like Yours, habe ich übrigens schon mindestens 10mal gelesen.
Das erste Mal bin ich glaube ich auf die Geschichte gestoßen vor bestimmt 5 Jahren. Erst habe ich dann eine Zeit lang nich mehr dran gedacht, aber dann habe ich mich wieder an die Geschichte erinnert, sie überall gesucht, abgespeichert und immer wieder gelesen. Die Geschichte ist ein Traum.
Und ich bin immernoch der Meinung, dass du dich damit an einen Verlag wenden solltest.
Die Geschichte hat natürlich auch ein paar Makel, aber wenn du möchtest (und zu einem Verlag gehen willst), schreibe ich mal solche Kleinigkeiten auf, die mir aufgefallen sind und schicke sie dir.
Jedenfalls würde ich gerne mit dir über deine Geschichten reden. Sie sind fabelhaft.

Wenn du möchtest, melde dich unter punk-rock_girl@web.de
Liebe Grüße
!!! schrieb am 2010-05-08 10:20:44:
Wann geht es denn endlich weiter?
LG
... schrieb am 2010-03-04 08:17:48:
bitte unbedingt, ganz schnell weiter schreiben...
wie immer, ein super kapitel,
bin schon ganz neugierig, wie es weitergeht,...
Lee schrieb am 2010-03-03 22:14:06:
Bezaubernd...
Endlich geht es weiter und gleich so viel :)

Also bei dem Ende hoffe ich das das Warten nicht so lange dauern wird!!!
Es macht soo viel Spaß deine Geschichten zu lesen!!!

Ich speicher sie mir, aus Angst, dass es die Seite irgendwann nicht mehr gibt, auch alle ab :)
Man merkt einfach, dass dir das Schreiben Spaß macht und viel bedeutet!

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