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Keep Breathing (Prolog und Kapitel 1)

von Fullmoon

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Prolog

Eine blutrote Sonne verschwindet hinter den Tiefen des Westens und hüllt den Himmel mit ihrer Farbenpracht ein, als eine Frau, ein geheimnisvolles Leuchten in den Augen, ihrem Geliebten zulächelt.
Doch als sie seinen harten, beinahe entsetzten Gesichtsausdruck bemerkt, verblasst ihr das Lächeln auf den Lippen und der Glanz in ihren Augen verschwindet genauso wie das Sonnenlicht draußen auf der Straße.
Seine Augen starren sie gleichzeitig glasig und voller Wut an.
Sie erkennt ein seltsames, bösartiges Funkeln in ihnen, welches sie sich zu deuten verweigert, aus Angst die Wahrheit würde sie innerlich zerstören.
Trotz seiner abweisenden Handlung, streckt sie die Hand nach ihm aus, will seine Wärme, die er ihr sonst immer so bereitwillig gegeben hat.
„Was ist mit dir? Stimmt etwas nicht? Freust du dich denn nicht?“
Er schweigt, schlägt ihre Hand mit einer noch nie gekannten Härte weg.
Sie zieht ihre Hand zurück und die Angst breitet sich wie ein schnelles Gift in ihrem Innern aus. Er steht ihr immer noch schweigend gegenüber.
„Sag doch etwas…“ fleht sie ihn an. „Was ist nur heute mit dir los?“
Seine Hände zittern. Er ballt sie zu Fäusten, damit sie es nicht bemerkt. Ihm bricht der kalte Schweiß aus. Er hält es nicht mehr länger aus, rennt ins Bad und knallt die Tür hinter sich zu.
Irritiert sieht sie ihm nach, kann sein Verhalten nicht erklären. In ihrem Kopf jedoch beginnt eine Alarmglocke zu schrillen, die sie ignoriert.
Langsam geht sie auf das Bad zu, versucht ihr schnell klopfendes Herz zu beruhigen.
Von drinnen ertönt ein lauter Knall, dann das Klirren von zerspringendem Glas.
Sie ruft seinen Namen, drückt die Türklinke herunter und stolpert ins Badezimmer.
Auf dem Boden liegen die Scherben des Badezimmerspiegels verstreut; auf ihnen klebt frisches Blut. Sein Blut.
Er selbst sitzt auf dem Boden, lehnt sich mit dem Rücken gegen die Badewanne. Seine Augen sind geschlossen. Ihr Blick fällt auf die Spritze im Waschbecken und ihr Herz setzt einen Schlag aus.
„Was hast du gemacht? Wieso…“ flüstert sie. Ihre zitternde Hand zeigt auf die Spritze. „Du wolltest aufhören! Du hast es mir versprochen!“
Langsam hebt er seinen Kopf und sieht sie aus seinen blutunterlaufenen Augen an. Sie erkennt ihn nicht wieder. Schmerz, vermengt mit einem bitteren Gefühl der Enttäuschung und des Verrats in ihrem Innern, lassen Tränen in ihre Augen aufsteigen.
Sie stürzt rückwärts aus dem Badezimmer, presst den Handrücken auf ihren Mund, um aufwallende Schluchzer zu unterdrücken. So kann sie nicht mehr leben.
Er sieht ihr nach, wie sie aus dem Badezimmer verschwindet, ein Teil von ihm will sich bei ihr entschuldigen, doch der andere Teil verspürt einen abgrundtiefen Hass auf sie.
Mühsam richtet er sich auf, das Heroin, das er sich soeben gespritzt hat, vernebelt seinen Verstand. Wie in Zeitlupe sieht er sie auf die Wohnungstür zugehen. Er beschleunigt seine Schritte, stolpert über seine eigenen Füße. Erst jetzt bemerkt sie ihn, bleibt stehen und dreht sich verängstigt nach ihm um. Er hasst die Angst in ihren Augen, weil er weiß, dass sie ihm gilt. Er erinnert sie an ein Monster, das unkontrolliert auf sie zuwankt.
„Ich ertrage das nicht mehr.“ weint sie. Ihre Tränen widern ihn an. „Du machst mich kaputt.“
Sie will verschwinden, doch er bekommt ihren Arm zu fassen und zieht sie zurück in die Wohnung. Ihr entfährt ein lauter Schrei.
„Schnauze!“ brüllt er sie an und ohrfeigt sie. Sie fällt auf die Knie und greift sich an die schmerzende Wange. Aus ihrem Mundwinkel tropft Blut.
„Hör auf! Bitte, hör auf!“ wimmert sie.
Ihre Schwäche macht ihn wütend, alles um ihn färbt sich rot und das Letzte, was er hört, sind ihre jämmerlichen Schreie.

~°~°~

Kara versuchte einen verstohlenen Blick auf das Gesicht ihres zukünftigen Mannes zu werfen, was nicht wirklich einfach war, da er mindestens einen Kopf größer war als sie, was ihre Absichten noch erschwerte, denn sie wollte nicht, dass er davon etwas mitbekam.
Sie betrachtete seinen Gesichtsausdruck aus den Augenwinkeln und begegnete seinen kalten grauen Augen.
Ihr Herz setzte einen Schlag aus.
Hatte er sie etwa seinerseits die ganze Zeit beobachtet?
Sie senkte rasch ihre Lider und fuhr fort, angestrengt ihre Schuhspitzen anzustarren.
Es reichte ja schon, dass Cain Charvet ein Arschloch war, aber wieso musste er auch noch so verteufelt gut aussehen? Kara gab dies nur ungern zu, obwohl sein gutes Aussehen unübersehbar war.
Cain hatte dieses Bad-Boy-Image, mit seiner großen, muskulösen Statur, seinem markanten Gesicht und den kurzen, braunen Haaren. Und nicht zu vergessen: Seine grauen Augen.
Kara hasste diese Augen. Sie machten ihr Angst, weil sie nichts darin sah.
Kein Funke, kein Leben, nichts.
Das Besondere an Cains und Karas Beziehung war, (falls man das überhaupt so bezeichnen konnte), dass er ihr Chef und sie seine Dolmetscherin war.
Sie konnte sich noch gut an ihre erste Begegnung, vor ungefähr vier Monaten, erinnern…

„Scheiße, Scheiße, Scheiße!“ fluchte Kara, als ihr nach einem Blick auf die Küchenuhr aufgefallen war, dass sie zu spät zur Arbeit kommen würde.
Sie stopfte sich das halb fertig geschmierte Butterbrot in den Mund, schnappte sich ihre Tasche und die Autoschlüssel und hastete nach draußen.
Ihre Nachbarin Betty winkte ihr fröhlich zu, als sie die Tageszeitung aus dem Briefkasten fischte, während Kara mit ihrer Haustür kämpfte, die wie immer gerade nicht richtig zugehen wollte, wenn sie es eilig hatte.
„Guten Morgen, Kara!“ rief Betty von nebenan und Kara konnte ihr nur halbherzig, mit ihrem Frühstück im Mund, zulächeln. „Klemmt die Tür wieder?“
„Mhh, mhh!“ machte Kara und zog mit einem kräftigen Ruck die Tür zu.
Völlig außer Atem stieg sie schließlich in ihren Mini, winkte Betty noch zu, als sie aus der Einfahrt bog und brauste dann mit Vollgas in Richtung Innenstadt.
Sie hatte etwa noch genau zweieinhalb Minuten, um rechtzeitig bei Charvet International aufzukreuzen.
„Sei bitte pünktlich, Kara, morgen möchte ich dir jemanden vorstellen.“
Giles Charvet, der Gründer von Charvet International wollte die Niederlassung seines Firmensitzes in Deutschland seinem Sohn überlassen, damit er mehr Zeit für die Firmenkontrolle in Frankreich hatte.
Er war ein guter Freund ihres Vaters, dem ein Dolmetscherbüro gehörte und in dem Kara eine Zeit lang als Dolmetscherin und Übersetzerin gearbeitet hatte, bis sie beschlossen hatte, dass es Zeit war in einer anderen Firma zu arbeiten, da sie nicht mehr von ihrem Vater bezahlt werden wollte.
„Natürlich werde ich pünktlich sein, Giles, du kennst mich doch!“ hatte sie grinsend geantwortet, da der Inhalt ihres Satzes normalerweise der Wahrheit entsprach.
Giles hatte die Danzigers oft besucht und Kara, die zu der Zeit noch ein kleines Kind war, manchmal ein paar Geschenke mitgebracht, wodurch er sofort ihr Herz gewonnen hatte.
Seit dem Erfolg seiner Firma wurden seine Besuche aufgrund von zu vielen Terminen seinerseits

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Kommentare

shehrs schrieb am 2008-04-18 23:56:21:
bitte schreib schnell weiter ich will weiter lesen bite ,denn ich liebe romane sehr dass ist dass teil mener leben romane zu lesen deine shehra
Cyrano schrieb am 2008-04-06 02:31:33:
Wow... nachdem ich "Eyes like yours" eine Millionen Mal gelesen habe(das erste Mal in einem Rutsch bis 5 Uhr morgens!!), bin ich schon wieder absolut fasziniert!!!! Das ist super...
Ich möcht auch gern wissen, was mit diesem komischen Typen ist! Irgendwie klingt er suspekt... ich waaarte:)

LG
Araf schrieb am 2008-04-05 19:19:36:
Hallo

Ein schöner Anfang... leichte schwächen im Ausdruck, aber das stört nicht weiter ;) Einige Sätze sind noch ausbauungsfähig, da sehr kurz, aber nicht auffallend. In gewisser Weise gefällt mir das sogar. Es hat irgendwie einen gewissen Reiz...
Dieser Kerl ist ja irgendwie gräslich *lach* aber er hat sicherlich seine gründe dafür^^
Ich freu mich auf jeden fall schon auf die Fortsetzung.

LG Araf
Leny schrieb am 2008-04-04 12:32:00:
TOOOOOOOOOOOLLLLLLLLLLLLLLLL^^
aba der Anfang is irgendwie bissle traurig :'(

aba was soll's ^^
ich hoffe du schreibst gaaaaaaaaaannnnnnnnnzz schnell weita xD


om(U)g ^^ woher hast du nua imma diese ideen??
xD


lg Leny^^

PS: wann würde das nächste Kapitel auftauchen? xD

Achso ich liebe deine Geschichte Eyes like yours ^^

I adoe you xD


LG Leny^^
Sweetheart schrieb am 2008-04-03 19:09:41:
Alsoich finde diese Geschichte hat einen genauso guten Anfang wie Eyes like yours, richtig spannend wieder... Oh bitte schreib schnell weiter!
Zhara schrieb am 2008-04-02 15:55:04:
Wow, das ist wirklich spannend, was ist bloß mit diesem Typ los?
das muss ich unbeding erfahren.
Schreib schnell weiter, denn du hast auch einen sehr schönen Schreibstiel, nur Rechtschreibfehler sind mir aufgefallen, aber da ich darin selbst eine Niete bin, schweige ich mal lieber.
Deine Zhara

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