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Kindersoldaten
von
Eleóme
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Fast zwanzig Jahre lang lebten die Menschen in Norduganda im Kriegsgebiet. Die LRA, eine Rebellenbewegung unter dem Anführer Jospeh Kony, überfiel Dörfer, massakrierte Männer, vergewaltigte die Frauen und zwang viele Kinder, sich den kämpfenden Truppen anzuschließen. Die Kindersoldaten erlebten Schreckliches: Sie mussten töten, wurden von ihren Anführern gequält und missbraucht.
Kinder in der Armee
Sie werden über verminte Felder gehetzt, als lebende Bomben mit Sprengstoff behängt und sie müssen kämpfen und töten. Man nennt sie Soldaten, obwohl sie manchmal kaum größer sind als ihr Gewehr. Nach Schätzungen von UNICEF sind weltweit mehr als 300 000 Kinder unter 18 Jahren aktiv an Kriegen oder bewaffneten Konflikten beteiligt. In vielen Staaten Afrikas und Asiens gehören Kindersoldaten zum ganz normalen Erscheinungsbild. Aber auch in Europa finden sich Kinder in Uniform. In mehr als der Hälfte der OSZE-Mitgliedsstaaten werden unter 18-jährige in den Streitkräften akzeptiert.
Im Krieg ist kein Kind ist zu klein, als dass Regierungs- oder Rebellenarmeen nicht Nutzen aus ihm ziehen könnten. Sie müssen als Handlanger, Spione oder Wachen arbeiten, werden sexuell missbraucht und: sie werden in die Schlacht geschickt. Manche der Kinder sind nicht einmal zehn Jahre alt. Als "Kanonenfutter" stehen sie in vorderster Front. Ein getöteter Kindersoldat ist für die Armee ein weit geringerer Verlust als ein erwachsener, ausgebildeter Soldat. Kinder sind meist die ersten Opfer in einem Kampf. Sie sind die Kleinsten und Schwächsten und ein leichtes Ziel für den Gegner.
Die Kinder kennen nur Krieg, Gewalt, Ungerechtigkeit, Vergewaltigung, sexuellen Missbrauch, Hunger, Tod, Rache und Armut und sie werden vernachlässigt, selbst wenn sie krank sind. Sie sind jähzornig, unglücklich, ängstlich und traurig. Ständig brechen kleine Kämpfe aus während kindischer Gespräche und Spiele. Sie verletzen einander leicht. Manche Kinder sind die Familienoberhäupter. Sie sind überfordert mit der Verantwortung und können sich in der Schule nicht konzentrieren. Andere sind oft krank und fehlen oder sie müssen sich um kranke Familienangehörige kümmern. Es gibt auch Waisen in der Schule. Die Kinder haben keine Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Sie brauchen ein intensives Rehabilitations-Programm um sie fit zu machen für ihre Dorfgemeinschaften und für die Gesellschaft allgemein. "
Täter und Opfer zugleich
Die Kinder sind noch sehr jung, wenn sie Soldat werden. Ihre Persönlichkeit ist noch lange nicht gefestigt und ihr Wertesystem noch nicht ausgeprägt. Das macht sie zu leichten Opfern von Manipulation und Gehirnwäsche. Und zu guten Soldaten. "Kleine Jungen machen Sachen, zu denen ausgewachsene Männer nicht in der Lage wären. Sie haben nie gelernt, ein Gefühl für Gerechtigkeit zu entwickeln.", sagt eine UNICEF Mitarbeiterin aus Liberia. Ein ehemaliger Armeeausbilder sagt: "Erwachsene denken an ihre Familien. Sie haben Angst. Die Kleinen denken allein ans Angreifen. Sie sind die brutalsten Gegner." Zum Morden gezwungen, sind sie zugleich hilflose Opfer.
Gefangen in der Uniform
Ist ein Kind erst mal Teil einer Armee, hat es keine andere Wahl als zu gehorchen. Wenn sie nicht auf Befehl töten, riskieren sie ihr Leben. Häufig werden die Kinder zwangsrekrutiert, bei einem Überfall entführt und mit Gewalt zum Einsatz gezwungen.
Aber auch moralischer Druck das eigene Land zu verteidigen, großartige Versprechungen von Heldenleben und Reichtum oder schlicht der Hunger treiben viele Kinder "freiwillig" in die Armee des Militärs. Häufig werden die Kinder bei dem Eintritt in die Armee gezwungen, ihre Freunde oder Angehörige zu erschießen. Die Flucht nach Hause wird dadurch unmöglich.
Ihrer Kindheit beraubt
Bei Kriegsende werden die Kinder meist ins Nichts entlassen. Mit der Abgabe von Uniform und Gewehr verlieren sie auch noch das Letzte, was sie besaßen.
Eine Schul- oder Berufsausbildung haben sie durch den Krieg nicht bekommen. Kindersoldaten haben nur eines gelernt: Gewalt. Wenn der Druck des Soldatenlebens von ihnen abfällt, kommen die seelischen Wunden zum Vorschein: Alpträume, Angstzustände, Depression, Aggressivität sowie psychosomatische Beschwerden. Mädchen haben oft Jahre des Missbrauchs hinter sich und sind bereits Mütter.
Es ist sehr schwierig, Kindersoldaten wieder in eine zivile Gesellschaft einzugliedern. Sie sind innerlich und äußerlich zutiefst verletzt. Jeder von ihnen bräuchte jahrelange therapeutische Hilfe, bevor an ein normales Leben auch nur ansatzweise zu denken wäre. Meist sind solche Hilfen aber nicht gegeben. Die Kinder sind auf sich alleine gestellt, in zerstörten Regionen, in dem auch die Erwachsenen große Probleme haben. In einem Land, das Kindersoldaten einsetzt, wächst mit der jungen Generation zwangsläufig eine zerstörte Gesellschaft heran, die das Trauma in sich trägt.
Es ist wichtig, dass diesen Kindern geholfen wird.
Denn auch sie sollen eine Zukunft haben.
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Kommentare
miri schrieb am 2011-11-07 17:19:35:
Ich stimme hannah zu. keiner interessiert sich dafür, jeder denkt nur an feiern und die eigenen Vorlieben, schmeißen viel zu viel essen weg etc. und denken nihct einmal draüber nach. Ich finde es genauso fassungslos, das Städte imemr wieder Gedl für WIRKLICH sinnlose "Baustellen" ausgeben , aber was man mit dem Geld noch alels machen könnte, wie an Organisationen zu spenden, geht an denen völlig vorbei.....
aber ich selber zweifle stark an der Meinung Eleòme !!! Glaubt irh wirklcih Kinder wissen nicht was sie da tun?? Gut ausgenommen sie stehn unter Rauschgift einfluss etc.. Natührlich haben sie noch kein ausgeprägtes Wertesystem ...
ich hab eschon ein paar Bücher gelesen, und imemr wieder wurde geschrieben das sie genau wussten was dort geschehen ist. sie versuchen es zu verdrängen , aber WER würde DAS schon schaffen ? :-(
Schade das es hier so wenig KOmmentare gibt !!!
Leah schrieb am 2010-12-21 14:05:32:
Nur 2 Kommentare.
Ich glaube, dass die meisten Menschen in Europa, Amerika usw. einfach weg schauen und es nicht wahr haben wollen. Ich mein, bei irgend einer erotischen Geschichte sind 1000 von Kommentaren, was gut und was schlecht geschrieben ist. Doch hier geht es doch um den Inhalt!!
Ich bin 14.. Und manchmal glaube ich, dass sich Kinder/Jugendliche viel mehr mit solchen Sachen befaßen. Die Erwachsenen schauen oft einfach weg!
hannah-swoboda@web.de schrieb am 2010-09-15 21:50:22:
leute?? bin ich die erste, die das gelesen hat, oder ist euch das egal?? muss man dagegen denn nichts tun, oder noch nicht mal was sagen??? es kann doch nicht sein, das ein noch nichtmal zehn-jähriges kind töten muss, vergewaltigt wird, eventuell seine eigene familie erschießt, die schlimmsten sachen tut, und sich nicht mal im klarem darüber ist, WAS es da eigentlich tut!!! diese kinder haben hunger, keine chance auf schule oder sonstige bildung, keine chance auf einen guten job, ein zuhause, eine eigene familie, geld oder sonstiges was hier völlig normal ist!!! und wir alle, wir sitzen hier, mit genug zu essen, mit schule, einem job, oder wenigstens hartz4, haben licht und strom, und eigentlich alle grundsätze des lebens erfüllt.....
hat schonmal jemand daran gedacht, das diese kinder, die eine zukunft brauchen, auch die zukunft SIND? wenn kinder keine zukunft haben, hat die ganze welt keine zukunft!!!
bitte denkt mal nach!!!
mfg hannah
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