King of Wolves
von
Viviane Fehr
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König der Wölfe
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Herz des Wolfes
Als ein heftiger Krieg auf dem Lande Sanderions seinen Lauf nahm flüchteten viele Familien aus dem Land und versuchten in sicherere Gebiete zu kommen.
Einige wurden noch auf dem Weg gefunden, getötet oder festgenommen, um später hingerichtet zu werden.
Jedoch überlebten auch einige indem sie in den dichten Wald nahe des Dorfes rannten.
Sie kannten sich dort gut aus und ihnen war jeder Stock und jeder Stein bekannt.
So floh das Paar Renio, denn sie waren eine der wenigen, die es schafften zu entkommen.
Das Paar flüchtete in den nahen Wald und bald entdeckte Lucas eine Höhle, welche hinter einem Wasserfall versteckt war.
Er hob nun seine Frau hoch und rannte weiter.
In der Höhle legte er sie auf den Boden und strich ihr über den Kopf.
Die junge Frau war hochschwanger und würde wohl jeden Moment ihr Kind bekommen, was auch recht bald geschah.
Sie gebar ihrem Mann einen Jungen.
„Schau nur…“
Hauchte sie, als sie ihren Sohn stillte und dieser mit den kleinen Händen nach ihrer Brust fasste und drückte.
Dann traten hinter und neben ihr noch mehr von ihnen hervor.
Insgesamt waren es 4.
Alexandra drückte das Kind fest an sich.
Die gelben Augen der Raubtiere musterten die Mutter und ihr Kind.
Ein Welpe war auch unter ihnen.
Ängstlich versteckte er sich hinter einer schwarzen Wölfin.
Alexandra begann zu zittern und merkte, wie die Tränen wieder über ihr Gesicht rollten.
Die Wölfe näherten sich ihr, langsam und tief knurrend.
Alexandra blieb ganz ruhig.
Sie spürte dann den heißen Atmen an ihrer Stirn als die Tiere sie beschnüffelten.
Morvan erwachte nun wieder und begann leise zu weinen.
Alexandra erschrak, jedoch ließ sie ihren Blick gesenkt und drückt ihn mehr an sich.
Durch die laute des Kindes schraken die Wölfe zurück und knurrten tiefer.
Dass verstärkte aber nur die Angst des Jungen.
Alexandra verzweifelte nun und legte das Kind vor sich hin.
Sie wusste, dass sie mit dem Kind nicht überleben kann.
Und auch wusste sie, dass das Kind mit ihr nicht durchkommt.
Die schwarze Wölfin kam nun näher und betrachtete das Kind.
Wirkliches Interesse hatte nur sie, da der Rest des Rudels eigentlich an reiche Beute dachte.
Alexandra sah in die hellgelben Augen der Wölfin und sah ihre warme Aura.
Plötzlich schnellte ein Pfeil in Alexandras Rücken.
Die junge Mutter stöhnte leise und fiel sofort zur Seite.
Die Wölfe gingen langsam zurück und sahen zu der Sterbenden.
Alexandra spürte wie das Blut aus ihrem Rücken quirlte und keuchte laut.
Dann hob sie die hand zu ihrem Kind und schob es zu der Wölfin.
„Nimm… ihn… mit… Morvan, darf… nicht… sterben…“
Die Wölfin sah Alexandra verwirrt an, jedoch war sie schlau und packte den Umhang, indem der Junge lag.
Alexandra lächelte sanft und schloss langsam die Augen.
Blut lief aus ihrem Mund.
Kurz blieben die Wölfe stehen, ehe sie mit dem Kind flüchteten.
Alexandra starb kurz darauf und einige Soldaten tauchten bei ihr auf.
Sie nahmen die Leiche der Frau mit.
Die Wölfe rannten tiefer und immer tiefer in den Wald hinein.
Weg von den Menschen, weg vom Lärm und weg von den Gefahren.
Tief im Wald hielten sie an einem See an.
Die Bäume waren riesig und streckten ihre Äste über diesen See.
Es war dunkel und das Wasser schimmerte etwas.
Die Wölfin ließ den Jungen runter, welcher nun leise weinte.
Das halbe Rudel versammelte sich um das Kind und nach und nach kam auch der Rest.
14 Wölfe gehörten dazu.
Einige fletschten die zähne und knurrten laut und tief.
Die Wölfin stellte sich schützend über den Menschen und knurrte lauter als die anderen.
Sie war das Alpha-Weibchen und hatte das meiste zu sagen.
Nun aber kam jemand der einen Rang höher war.
Ihr Gefährte, der Alpha-Wolf.
Sie sah zu dem Braunen Wolf und leckte ihm über den Fang.
Er hatte seinen Blick auf das Baby gerichtet.
Die Wölfin jault und leckt dem Kind über den nackten Bauch.
Morvan wimmerte leiser und sieht die Wölfin mit den gelbblauen Augen an.
Die Wölfin sah zu ihrem Gefährten, welcher nun näher kam und das Menschenkind musterte.
Auch der Welpen, welcher immer bei der Wölfin war betrachtete den Jungen nun und wedelte heftig.
Der Alpha-Wolf schnaubte leise und nickte, dann zog er von dannen.
Die Wölfin sah ihm erleichtert nach und packte wieder den Umhang um das Kind zu ihrer Höhle zu tragen, gefolgt von ihrem Welpen.
Lange lief die Wölfin nicht, ehe sie die dunkle Höhle betrat.
Drinnen schien schräg durch eine Spalte der Mond hindurch und schenkte dem Dunkeln etwas Licht.
Der Junge blinzelte und sah sich um, sanft lag der Umhang des Vaters auf dem unteren Teil seines Körpers und der Kleine rollte sich zur Seite.
Die Wölfin legte sich neben ihn und sah zu ihm.
Ihr Welpe lief zu ihrem Bauch und trank gierig von der nahrhaften Muttermilch.
Der Junge hob den Blick und beobachtete den Welpen.
Die Wölfin stupste den Kleinen nun zu ihrem Bauch und leckte ihm wieder über die nackte Haut.
Morvan wimmerte leise, jedoch kuschelt er sich sanft an das Fell der Wölfin und sucht eine Zitze.
Kaum hat er sie gefunden begann er nun auch mit dem Trinken.
Die Wölfin musste lächeln und legte den Kopf auf den Boden.
Dann verzieht sie aber das Gesicht und knurrt leise.
Anscheinend hatte der Junge zu großen Hunger und drückte zu fest gegen den Bauch der Wölfin.
Jedoch ließ er es nun bleiben und trank ruhig weiter.
Die Wölfin seufzte fast lautlos und schloss die Augen.
Die Ruhe wurde bald gestört.
Der Alpha-Wolf kam langsam in die Höhle und knurrte leise.
„Du bist leichtsinniger, als ein Wolf erlaubt!“
Die Wölfin fuhr mit dem Kopf hoch und seufzte.
„Erschreck mich nicht so, Reiko! Wieso bin ich leichtsinnig, nur weil ich ein Kind am Leben erhalten wollte!?“
„Ein Menschenkind!“
Fügte Reiko hinzu und ließ sich in ihrer nähe nieder, schnaubte.
„Das Rudel ist nicht damit einverstanden, dass du das Junge einer Fremden großziehst, noch dazu das eines Menschen, oder besser gesagt das einer Menschin!“
Die Wölfin knurrte.
„Menschin hin oder her! Ich habe nur ein Junges an meinem Bauch gehabt, weil das Zweite verstarb! Nun habe ich ein neues und du verbietest mir es mit deinem Sohn großzuziehen? Reiko, ich dachte du würdest Verständnis aufbringen!“
Der Wolf schnaubte leise.
„Das tue ich, nur ist es nicht das Junge unserer Art! Sondern das eines Menschen! Jene die unser halbes Rudel auslöschten und unser Fell am Leibe tragen!!!“
„ES SIND JENE DIE ALS MÖRDER UND GESETZTESBRECHER AUFGEZOGEN WERDEN!!!!“
Nun hatte sie es geschafft.
Reiko packte sie kurz am Genick und drückt zu.
„Ayala, ich würde ruhig bleiben. Dein Temperament geht wieder mit dir durch.“
Ayala schnaubt und hört das leise Weinen des Menschenkindes, welches sich erschreckt hat.
Reiko ließ sie wieder los und sieht kurz zu dem Kind, dann wieder zu ihr.
Kaum hatte er sich etwas entfernt leckt Ayala ihren Söhnen über die Köpfe und die Körper, säubert sie und drückt sie an ihr Fell.
Morvan hörte auf zu weinen und kuschelt sich eng an die
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Kommentare
Galier schrieb am 2007-05-09 21:12:51:
OK, ich habe wohl beim Makieren des Textes etwas vergessen...Sorry...ich trag es hier nun nach was zwischen Zeile 17 und 18 kommt:
Dabei hatte er schon die Augen geöffnet.
Sie lächelte und strich ihm über das Braunschwarze Haar.
„Er ist Wunderschön…“
Murmelte Lucas wieder und sah seine Frau an.
Dann sah er in die Augen seines Sohnes und senkte seinen Blick.
„Er hat meine Augen…“
Flüsterte er und sah sie dann an.
Sie nickte sanft lächelnd und strich ihrem Kind wieder über den Kopf.
„Deine starken Augen…“
Später hörte man plötzlich Schüsse und Lucas zischte.
„Soldaten! Sie sind uns gefolgt!!! Alex, bitte flieh! Bitte!“
„L…Lucas…Aber…“
Sie sah ihn voller Angst an und ein flehen lag in ihren Augen.
„Ver…Versprich mir, dass du wiederkommst!!!“
Er sah seine Frau an, welche zitternd seinen Sohn im Arm hielt.
Er nahm sie in den Arm und küsste sie, heiß, verlangend, liebevoll.
Ihr rannten Tränen über die Wange, denn der Kuss sagte ihr, dass er es wohlmöglich nicht überlebt.
Lucas sah sie an.
„Ich Liebe dich, Alex, egal was passiert!“
Flüstert er noch, ehe er raus rannte um die Soldaten abzulenken.
Alex sah ihm weinend nach.
„Ich Liebe dich auch…“
Hauchte sie, ehe sie die Höhle schnell verließ und immer tiefer in den Wald rannte.
Es war dunkel und sie war noch von der Geburt ihres Sohnes geschwächt.
Was soll sie nur tun? Allein mit dem Kind und den Soldaten im Nacken?
Sie brach irgendwann zusammen und zitterte.
Der Junge schrie aus vollem Halse und drückte sich an seine Mutter.
Sie versuchte ihn zu beruhigen, doch dann erschrak sie, als plötzlich ein großer Wolf vor ihr stand und knurrte.
Sie wich zurück und wollte fliehen.
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