Kleiner Fuchs
von
Lucia
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Pairing: Nozomu/Misoka
Nozomu stand am Balkon. Wann kam Misoka denn endlich zurück? Seit ihrer ersten Begegnung wartete Nozomu auf Misoka, wenn er im Mondpalast war und Bericht erstattete. Seit sie einander vorgestellt worden waren als Mitglieder des Teams Mondscheindiebe. Seitdem wartete Nozomu. Wartete auf den kleinen, anmutigen Fuchsdämonen, der es ihm angetan hatte.
Sein Bild ging Nozomu nicht mehr aus dem Kopf. Immer wieder hielt er sich die gerade mal 153 cm große Gestalt vor Augen, die schwarzen Haare mit einem leichten Grünschimmer und die katzenartigen Schlitzaugen, die ihre Farbe nicht erkennen ließen und sich noch dazu hinter Brillengläsern versteckten. Nozomu verstand nicht, warum sie das taten. Misokas Augen passten zu ihm, zu einem Fuchs. Dann die hübsche Nase, die bei allen Dämonen etwas zu groß war. Und schließlich der Mund, so zart, und doch mit spitzen Zähnen ausgestattet. Der Körper war zierlich und weich. Das wusste Nozomu nicht genau, aber er stellte es sich seit Monaten so vor.
Misoka kam nach Hause. Nozomu hörte, wie er von Oboro und Katsura begrüßt wurde und sie miteinander redeten. Dann ging Misoka hinunter in die Moonshine-Bar. Nozomu trat vom Balkon zurück in sein Zimmer und setzte sich aufs Bett. Vielleicht kam er jetzt endlich zu ihm. Vielleicht würde Misoka heute in sein Zimmer kommen. Alleine und ohne dass es jemand merkte. Wenn nicht, würde Nozomu in sein Zimmer kommen. Das hatte er sich geschworen. Nozomu würde den ersten Schritt tun.
Er hörte Misokas Schritte die Treppe hinauf. Immer näher kamen sie, näher, noch näher, bis sie vor seiner Zimmertür verklangen. Stille. Nozomu hielt den Atem an. Dann entfernten sich Misokas Schritte. Nozomu fluchte. Wieder war er nicht gekommen. Aber immerhin hatte nicht mehr viel gefehlt. Das konnte ein gutes Omen sein.
Nachdem Nozomu, Misoka und Akira in der Moonshine-Bar bis spät in die Nacht hinein für die Gäste und für sich selbst gesungen hatten (Nozomu hatte auch für Misoka gesungen, aber das wusste er natürlich nicht), war Nozomu wieder in sein Zimmer gegangen und hatte sich ausgezogen.
Er stand wie angewurzelt in seinem Zimmer und rührte sich nicht von der Stelle. Sollte er wirklich rüber zu Misoka gehen? Was war, wenn er nicht so empfand und ihn kalt abblitzen ließ? Würde Nozomu dann je wieder lächeln können? Er wusste, dass die einzige Möglichkeit war, es herauszufinden, indem er das Risiko einging. Na gut.
Nozomu stand in Misokas Tür und klopfte. „Herein!“, hörte er Misokas Stimme sagen. Er ging in sein Zimmer, schaltete das Licht nicht an. Auch so wusste er, das Misoka im Bett an der Wand lag. „Misoka...“ Er hauchte den Namen, ließ ihn sich auf der Zunge zergehen.
„Tu es, ich habe nichts dagegen“, flüsterte Misoka und hielt einen Zipfel der Bettdecke hoch. Und Nozomu legte sich vorsichtig zu Misoka ins Bett.
Er küsste ihn auf die Wange, es war nur ein sanftes Hauchen, doch Misoka spürte es wohl. Er seufzte leise und behaglich. Dann küsste er zurück. An Nozomus Hals herunter, über die Brust. Nozomu freute sich. Lange und innig küssten sie sich überall, wo sie hinkamen, zärtlich und voller Leichtigkeit.
Dann fanden sich ihre Lippen und führten sich zueinander. Misokas Zunge fand Einlass in Nozomus Mund und sie küssten sich mit feuriger Leidenschaft. Nozomu grub seine Arme unter Misokas Leib und drückte ihn sanft an sich.
Als sich ihre Lippen lösten, murmelte Nozomu tadelnd: „Sieh an, sieh an, Misoka lässt das Mausen nicht...“ Der ertränkte seine weiteren Worte in noch einem Kuss, erforschte mit den Lippen Nozomus Lippen. Danach redete dieser leise weiter: „Dabei bin doch ich hier der Vampir...“
Später standen sie auf, weil es ihnen heiß unter der Decke mit all ihrem Feuer war. Sie standen auf Nozomus Balkon, eng umschlungen, und sahen sich den Nachthimmel an. Er war voller Sterne. Nozomu spürte Misokas kleinen Körper neben seinem. Sein Beschützerinstinkt meldete sich und er musste lächeln über das unerlaubt hübsche und zarte Ding neben sich, das alles andere als beschützenswürdig war.
„Warum grinst du?“, fragte Misoka und sah zu Nozomu auf. Er war fast einen Kopf größer als er.
Nozomu strich ihm über die Wange. „Dein Haar hat einen grünen Schimmer, weißt du das?“
„Hat es das? Ist mir noch gar nicht aufgefallen...“, flüsterte Misoka und zog Nozomus Kopf zu sich herunter. Wieder vereinigten sie sich in einem langen leidenschaftlichen Kuss.
Plötzlich hörte Nozomu leises Gelächter. Er löste seine Lippen und fuhr herum, den Geschmack von Misokas Kuss noch darauf. Durch einen Spalt zwischen Zimmertür und Wand lugte ein Auge. Mahirus Auge. Als es erkannte, dass es entdeckt worden war, verschwand es schnell.
„Mahiru...“, stöhnte Nozomu gespielt auf.
„Nozomu...“, scholl es im gleichen Ton aus dem Flur.
„Bitte, lass uns alleine, Mahiru“, sagte Nozomu.
„Ich weiß etwas, was Mitsuru noch nicht weiß“, sang Mahiru, während sie den Flur entlangging. Ihre Stimme wurde leiser. „Und gleich morgen werde ich es ihm erzählen... der wird Augen machen so groß wie...“ Die Stimme war nicht mehr zu hören.
Und Misoka zog Nozomu wieder zu sich auf den Balkon, zog ihn an den Haaren an seine zarten weichen Lippen heran und wieder entbrannte ein Kuss voller Liebe und Leidenschaft. Eine warme Nachtbrise fuhr ihnen durchs Haar. Durch Misokas dunkles grünschimmerndes Haar.
„Oh, Misoka...“ Kleiner, anmutiger Fuchs, der du doch bist.
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Kommentare
A.Neckel@gmx.de schrieb am 2006-05-31 21:28:38:
hmm...keine schlechte idee...
ich persönliche finde die idee nicht schlecht.....ich hab die geschichte sehr gut verstanden, da ich die vor geschichten verschlungen habe!!!*grins*
liebe greetz crash
Franci schrieb am 2006-05-29 17:03:22:
ich find die story recht gut...mach spaß sie zu lesen da du sehr gut schreibst, aba ich musste auch erst überlegen ob die jetzt schwul sind oda nich!:) freu mich schon auf deine nächste story!! lg
Lucia schrieb am 2006-04-05 14:19:01:
An Mädchen: Vielen Dank! Ich weiß, sie is ein bisschen komisch geworden. Ich schreib auch normalerweise nicht solche Geschichten und ich persönlich finde sie auch nicht besonders gut.
An Mädchen2: Ja, sie sind schwul. Ich wollt mal was Neues probieren...
Mädchen2 schrieb am 2006-03-30 20:48:25:
Ist dir zwar gut gelungen, aber... ich habe es auch nich gut verstanden...
(sind die schwul oder was???)
Mädchen schrieb am 2006-03-30 14:08:20:
Deine Art zu schreiben ist echt besonders ;-) Mach weiter so.... trotzdem hab ihc das Gefühl ich habe die Geschichte noch nicht ganz verstanden....
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