Koma
von
Lyra
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Mama, was ist passiert? Wo bin ich und wieso weinst du? Ich fühle mich leicht, unnatürlich leicht. Wieso bin ich im Krankenhaus? Ich sehe mich dort liegen, ohne Bewusstsein, Mama. Wieso? Ich hatte doch eigentlich nicht so viel getrunken. Zumindest wollte ich es nicht. Aber die anderen haben immer noch einen Schnaps, noch einen Feigling, noch einen Cocktail getrunken. Und die sind doch auch noch gesund. Wieso, wieso also liege ich im Krankenhaus? Ich habe es wirklich nicht gemerkt, es tut mir so leid, Mama. Bitte weine nicht mehr. Bitte verzeihe mir. Bitte. Wenn ich es doch nur rückgängig machen könnte. Mama, du weißt, ich trinke sonst nicht. Ich wollte doch nur dieses eine Mal dazugehören. Dieses eine einzige Mal. Sonst habe ich immer Nein gesagt, das weißt du doch, Mama.
Diese ganzen Schläuche an mir, was sollen die? Ich habe Angst. Ich bin so klein und zerbrechlich in diesem riesigen Krankenhausbett. Ich verspreche dir, ich werde nie wieder trinken. Egal, was die anderen sagen. Ich habe doch noch so viel vor. Ich bin doch erst 15. Ich will noch so viel erleben. Den ersten Freund, den ersten Kuss, das erste Mal. Später eine Familie mit Kindern gründen. Viele glückliche Jahre. Oma werden.
Ich werde langsam müde, Mama. Mir wird so warm. Und es wird hell. Doch das helle Licht ist so warm. Ist das Licht wegen mir gekommen? Aber ich will nicht, mein Leben ist noch so lange. Mama, was soll ich tun? Ich will dich nicht traurig machen. Du hast es sowieso schon nicht leicht. Oh, bitte, weine nicht. Die Geräte, an denen ich angeschlossen bin, hören auf zu piepsen. Wieso? Es tut mir so Leid, Mama.
Ich liebe dich.
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Kommentare
rafael schrieb am 2010-10-28 02:43:49:
hmm weis nicht was ich dazu sagen soll
einfahlsreich is es aber kann nicht sagen das es mir besonder gefählt!
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