Krokodilstränen
von
Lille-peach
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auf und rannte mehr stolpernd als laufend in die Dunkelheit hinein. Er griff nach seinem Schwert und rannte hinter ihr her. Über sich in der Luft konnte er das Sirren von Flügeln hören, was lebte hier? Als hätten die Wesen die Frage in seinem Kopf gehört landete eines von ihnen etwa der Meter vor ihm und breitete seine großen Schwingen aus. Es war kein Mensch soviel war sicher, aber ein Tier war es auch nicht. Der Körper des Wesens war von menschlicher Form, allerdings bis auf die Füße, Hände und den Kopf alles mit jadeblauen Federn bedeckt. In einiger Entfernung vor ihm in der Dunkelheit, konnte er Joselies Schreie hören Die Unwissenheit was mit ihr passierte plagte ihn und er zog sein Schwert. Das Wesen vor ihm lacht nur, und faltete die ebenso mit Federn bedecken Flügel ein. Die lange Krallen, die es anstatt von Fingernägeln hatte fielen ihm erst jetzt auf, sie waren fast ebenso lang wie seine eigenen Finger und hatten die gleiche Farbe wie das Gefieder der Gestalt.
“Ich bin ein Harpyir, du kannst ich nicht besiegen!” es lachte erneut.
“Das werden wir gleich sehen.” gab er zurück und hob sein Schwert zum Kampf bereit.
Der Harpyir sprang auf ihn zu, mit einem Satz hatte er die Entfernung zu Elias überwunden, stand nun direkt vor ihm und holte mit einer seiner Klauen aus. Der Schlag war hart und beinahe wäre ihm das Schwert aus der Hand gerutscht, doch er konnte es noch mal fangen und holte nun selbst zum Schlag aus. Leider war sein Gegner schneller und hatte mit einem gezielten Schlag die Krallen schon in seiner rechten Schulter versenkt. Elias schrie auf, der Schmerz schoss durch seinen kopf und vernebelte seine Sinne. Die Dunkelheit wich und ein weißer Neble breitete sich vor seinen Augen aus. Er wäre Ohnmächtig geworden hätte ihn der Gedanke, was mit Joselie passieren würde, nicht zurück in die Wirklichkeit zurückgeholt. Und durch sein den Überraschungsmoment, den er auf seiner Seite hatte, da der Harpyir schon dachte er wäre erledigt, schaffte Elias es sein Schwert in die Stelle zu rammen, bei der bei Menschen das Herz ruht. Er hatte Glück, das Wesen wandte sich vor Schmerzen und lies einen erschreckenden Klageschrei aus seiner Kehle in den Himmel steigen, bevor es zu Staub zerfiel. Seine Wunde brannte und warmes Blut lief ihm ununterbrochen über die Finger, während er im laufen versuchte so fest wie möglich den Stoff seines Hemdes darauf zupressen, damit er nicht Ohnmächtig wurde. Vor ihm konnte er langsam die Umrisse von drei Gestalten erkennen, die nacheinander versuchten die vierte Gestalt in ihrer Mitte zu greifen, allerdings immer ein oder zwei Zentimeter an dieser vorbei griffen da jene sehr schnell und elegant auswich.
Gleich bin ich da! dachte Elias und legte noch an Tempo zu. Mit einem lauten Aufschrei sprang er von hinten, auf den ihm am nächsten stehenden Harpyir und stach ihm sein Schwert von hintern in dessen Herz. Dieser allerdings nutze seine letzte Kraft nur nicht für einen Schrei in den Himmel, sondern drehte sich zu ihm um und schlug seine Zähle in Elias Hals. Abermals musste er aufschreien, der Harpyir zerfiel auch zu Staub und er landete hart auf dem Boden. Die Ohnmacht kam und er versuchte auch nicht dagegen anzukämpfen, der Schmerz war zu stark. Das letzte was er sah waren die anderen beiden Harpyiren, welche wegflogen und Joselie, die sich mit angsterfüllten Gesichtsausdruck über ihn beugte und seinen Namen rief, immer und immer wieder.
Die Sonne stand schon hoch am Himmel, als Elias das erste mal wieder erwachte, Joselie saß immer noch neben ihm und beobachte ihn mit wachsamen Blick.
“Wie geht es dir?” Sorge lag in ihrer Stimme.
“Es ging mir schon mal besser.” er lächelte schwach und versuchte sich ein wenig gerade an die Felswand zu setzen.
“Du hast echt Glück gehabt, ich dachte schon du musst sterben. Aber du bist sehr stark.”
“Danke. Was wollten diese Harpyiren eigentlich von uns?”
“Ich denke, das sie einfach nur nach Nahrung gesucht haben.”
“Das währe eine Möglichkeit, aber was wollten sie von dir? Mir kam es so vor als ob sie dich wollten und nicht mich, denn zu mir haben sie nur einen Harpyir geschickt und zu dir gleich drei!”
Sie wandte den Blick ab.
“Purer Zufall.”
“Was wollten sie von dir?” seine Stimme wurde nun drängender, doch sie schwieg weiter “Joselie, ich hab nicht umsonst mein Leben für dich riskiert.”
“Ich kann dir nicht sagen wer ich bin, was mit mir los ist und warum sie mich wollten!” sie wandte sich nun ganz von ihm ab und seufzte “Ich habe es vergessen.”
“Du hast es vergessen?” verdutzt starrte er sie an.
“Ja, ich kann dir das sagen an was ich mich erinnere. Ich wachte in einem Wald auf, ohne Erinnerung an Kindheit, Eltern oder sonst irgendwas. Und als ich dann aus dem Wald heraustrat, fand mich Nerzo und ab da an kennst du meine Geschichte.”
“Du kannst dich nicht erinnern wer deine Eltern waren? Oder ob du Geschwister hast?”
“Nein.” sie seufzte erneut, wandte ihm aber wieder ihr Gesicht zu. Und dann erstarrte ihr Blick.
“Was ist?”
“Schau dahinten.” sie zeigte in die Richtung aus der sie gekommen waren, eine Gruppe Krieger in silbern schimmernden Rüstungen taucht am Horizont auf, sie ritten auf Pferden und waren mit Speeren, Schilden und Schwertern bewaffnet. Es mussten mindestens fünfzig oder mehr sein.
“Es sind Elfen.” platzte es auf einmal aus Joselie heraus “Elfen, wir müssen sie nicht fürchten, sie sind auch gegen den König. Vielleicht können sie uns helfen.”
Elfen, richtige Elfen. Elias hatte niemals zuvor welche gesehen, es hieß zwar, das sie sich in allen Wäldern Chäros aufhalten, sich aber so gut verstecken, dass es unmöglich ist sie zu finden, wenn sie sich nicht freiwillig dir zeigen. Im allgemeinen meidenden sie Menschen, können diese deswegen schon auf zwölf Kilometer riechen.
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Kommentare
Gimliy schrieb am 2008-07-02 17:37:13:
Ja, die Geschichte ist echt super. Das ist aus der Welt von Eragon, oder? Wie auch immer, ich finds auch klasse.
Bitte schreib weiterhin so gut, Gruß: Gimliy
lasranda schrieb am 2008-06-18 18:51:42:
ich find deine geschichte voll klasse. solltest weiter schreiben, bin gespannt, wie es ausgeht =)
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