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Kategorien > Weihnachten > Der Weihnachtsmann & ich

Küss den Weihnachtsmann

von Elina

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Küss den Weihnachtsmann

Weihnachten.
Schnee und Eis.
Pärchen.
Und ich... war mal wieder alleine.
Mein Handy klingelte, als ich gerade gemütlich durch den Christkindlmarkt schlenderte und meine Gedanken schweifen ließ.
»Hallo?«, meldete ich mich, während ich mich immer noch bemitleidete.
»Hallo Schatz!«, dröhnte es mir entgegen und sofort musste ich über den fröhlichen Ton meiner Mutter lächeln.
»Ah... hi Mum.«, murmelte ich gedankenversunken.
Sie schien sofort zu merken, dass ich nicht ganz bei der Sache war, sofort hörte ich ihre Sorge: »Geht’s dir gut? Bist du dir sicher, dass du nicht doch mit uns feiern willst?«
Schon wieder diese Frage... wie oft schon hatte ich ihr gesagt, sie solle sich keine Sorgen um mich machen und einfach mit meinem Dad Weihnachten genießen?
»Nein, Mum, wirklich, alles okay. Ich bin sowieso lieber... allein...« Seufzend vergrub ich meine Hände in meiner Jackentasche und beobachtete die weißen Wolken, die über mir hingen wie eine Zimmerdecke. Würde ich ihr Angebot annehmen, würde ich mit den beiden feiern, dann würden sie mich zwar anlächeln und sich scheinbar freuen, aber ich wüsste ganz genau, dass sie es schon seit Jahren genossen, alleine und zu zweit Weihnachten zu genießen. Ansonsten wäre ich den beiden nur im Weg und das wollte ich auf keinen Fall.
Wenigstens sie sollten glücklich sein...
»Oh... okay... na dann, ich muss noch eine Gans für heute Abend kaufen! Einen schönen Weihnachtsabend! Ich ruf dich morgen noch mal an, ja?« Die Stimme meiner Mutter riss mich aus meinen Gedanken und einen Moment hatte ich den Gesprächsfaden verloren, bis ich schlussendlich ein »Ja, Mum, danke. Euch auch!« zu Stande brachte und augenrollend auflegte.
Ich liebe meine Eltern und meine Geschwister. Wirklich, sie sind, zusammen mit meinen Freunden, das Wichtigste auf dieser Welt für mich, und genau deshalb ließ ich sie zu zweit zu Hause feiern.
Bevor ich ihnen im Weg stand, blieb ich lieber diesen Abend einsam.
Langsam schlenderte ich zu meiner Wohnung und schloss auf. Drinnen angekommen, entwirrte ich erst mal meine langen, blond-braunen Haare aus meinem Schal und wuschelte sie durch.
Schon von der Tür aus sah ich den Weihnachtsbaum und bekam sofort ein melancholisches Gefühl.
Früher hatten wir die Weihnachten immer mit der ganzen Familie gefeiert, nie hatte ich mir Gedanken um meine Eltern gemacht, ob sie nicht lieber alleine wären oder nicht.
Aber seit ich nun alleine wohnte, wegen meines Studiums, ist es mir klar geworden.
Ich hatte es an ihren Gesichtern gesehen, als ich letztes Jahr bei ihnen auf der Schwelle stand.
Lange sah ich mich in meiner kleinen Wohnung um, mein Weihnachtsbaum strahlte mir mit den kleinen Lichtkugeln entgegen.
Irgendwie hatte ich Mitleid mit ihm und beschloss, noch ein paar Kugeln dran zu hängen.
Ein paar rote Kügelchen und Zapfen, dann glänzte er mir in neuer Pracht entgegen.
Wieder kamen die Kindheitserinnerungen hoch, wieder sah ich mich vor dem Baum, begeistert und mit roten Wangen, wie ich meiner Mutter die Kugeln weg nahm und an den Ort hängte, an dem ich sie für stilvoll erachtete.
Das ist vorbei, dachte ich kopfschüttelnd und verbannte jegliche sehnsüchtige Erinnerungen aus meinem Kopf.
Um mich abzulenken sang ich etwas, machte den Fernseher an und ließ mich von Weihnachtskonzerten zudröhnen.
Wie in Trance saß ich auf meiner kleinen Couch und sah die bewegten Bilder an mir vorbei zischen.
In meiner Brust machte sich ein drückendes, mulmiges Gefühl breit, doch ich versuchte krampfhaft, es zu unterdrücken und mich nur auf den Fernseher zu konzentrieren, doch als ich ihn dann ausmachte, wusste ich nicht mal mehr, welches Programm gelaufen war.
Als es elf Uhr war, normalerweise keine Zeit für mich zum Schlafen, ging ich trotzdem ins Schlafzimmer, betrachtete noch einmal die schneebedeckten Dächer vor meinem Fenster und seufzte.
Das war nun also Weihnachten... Nun war dieses Weihnachten also endgültig vorbei.
Das dachte ich zumindest, als ich mir meinen Schlafanzug anzog und ins Bett stieg.
Langsam schlief ich ein und versank in einer tiefen, dunklen, einsamen Welt.
>BAAAM<
Ein Rumpeln ließ mich auffahren. Ich blickte auf die Uhr: 4.00 Uhr
Erschreckt setzte ich mich auf, mein Herz hämmerte schnell wie ein Kolibri gegen meine Brust.
Fluche wie »Mist« und »Verdammt« ertönten, meine Ohren nahmen jedes noch so leise Geräusch wahr.
Ist das... ein... Einbrecher?! , fragte ich mich schockiert.
Und das auch noch an Weihnachten!!! , wurde mir bewusst und auf einmal befiel mich eine ungeheure Wut. Entschlossen stand ich auf, stapfte zu meinem Regenschirm und schlich mich todesmutig hinter die Tür zum Wohnzimmer, aus dem die Geräusche zuvor kamen.
Geraschel von den Zweigen meines Baums drangen an mein Ohr, genauso wie die Schritte, die nun in meine Richtung liefen.
Als ich die Schritte direkt neben mir hörte, trat ich schnell hinter der Tür hervor und schwang meinen Regenschirm Richtung Einbrecher.
Dieser jedoch war echt flink, er wich mir mit einer Leichtigkeit aus, das ich nur noch staunen konnte. Blitzartig schnellte meine Hand hervor und drückte den Lichtschalter.
Ein junger Mann im Weihnachtsmannkostüm tauchte am Boden vor mir auf.
»W... Wer?!«, presste ich hervor und klammerte mich an meinen Regenschirm. Auch noch ein irrer Einbrecher, der sich wohl zur Tarnung als Weihnachtsmann verkleidet hatte!
Auch wenn es ein ziemlich gut aussehender Irrer war...
»Oh nein... das ist nicht gut...«, murmelte der Ertappte und kratzte sich an seiner Mütze, die auf seinem Kopf hin und her rutschte. Ein paar dunkle Haarsträhnen ragten unter der Mütze hervor.
Nein, das war nicht gut, andere auszurauben! Bemerkte er das jetzt erst?!
»Was machen Sie in meiner Wohnung?!« Drohend machte ich einen Schritt auf das Telefon zu, nahm es in die Hand und hielt es ihm entgegen, als sei es ein Pfefferspray oder ähnliches. »Ich rufe die Polizei!«
Hektisch rappelte sich der Weihnachtsmann auf und hob beschwichtigend die Hände. »Nein, halt... Moment...!«
Nun war ich doch neugierig, wie wollte er mich überzeugen, nicht die Polizei zu rufen?
»Was haben Sie zu ihrer Verteidigung zu sagen?«
»Ich bin der Weihnachtsmann!«, kam es von ihm wie aus der Pistole geschossen und mir fiel der Regenschirm aus der Hand. »Okay, ich rufe wohl lieber im Irrenhaus an.«, murmelte ich und fing an zu wählen.
Doch wieder war der junge Mann schneller als ich und schon hatte er sich das Telefon geschnappt.
Alarmiert hob ich meinen Regenschirm auf und klammerte mich wieder an ihn. Als ob das was gegen ihn ausrichten würde, flüsterte eine Stimme in mir und mein Blick schweifte über seinen schlanken Körper.
Was sich unter diesem bescheuertem Kostüm befand, konnte ich nur ungefähr abschätzen...
»Ich bin es wirklich!«, rief er plötzlich ernst und ich glotzte ihn an wie ein Schaf.
»Ja klar und ich bin der Osterhase!«, scherzte ich und schüttelte den Kopf.
»Wirklich? Ich wollte ihn schon immer mal kennen lernen!« Schon wieder sah er

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Kommentare

thrustworthy schrieb am 2010-04-28 02:38:38:
wah! wie süß! mann XD gut das du kein kerl bist, sonst müsste ich jetzt für dich schwärmen XDD genail, wie kommst du auf deine storys?
!!! schrieb am 2009-12-23 16:31:04:
Nur ein Wort: SCHÖN!!!
LG und Frohe Weihnachten!!!

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