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Kategorien > Weihnachten > Der Weihnachtsmann & ich

Küss den Weihnachtsmann

von Elina

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Knie und vergrub mein Gesicht in meinen Händen.
Wieso?
Wieso war das alles nur ein Traum gewesen?
WARUM?!
Tränen kullerten mir über die Wange und ich schluchzte leise.
Meine Armbanduhr schlug erbarmungslos laut und das Geräusch dröhnte in meinen Ohren.
Claus... nun bin ich wirklich einsam, dachte ich mir hoffnungslos und wankte zu meiner Couch.
Als ich mich schlaff in die Polster sinken ließ, war es, als hätte ich mich auf etwas gesetzt.
Genervt fuhr ich mit der Hand zwischen die Polster und zog ein zusammengeknülltes Taschentuch heraus.
Als ich es kraftlos weg warf, fiel mir allerdings die seltsame rote Farbe auf, die es besaß.
Wie vom Blitz getroffen warf ich mich auf das zerknüllte rote Etwas und entwirrte es.
Ein rotes Säckchen...!
Mit zitternden Fingern zupfte ich das schwarze Band auf und leerte den Inhalt über meinen Couchtisch.
Dieser begann augenblicklich zu schweben. Ich starrte, als hätte ich eine Fata Morgana vor mir, den fliegenden Tisch an.
Dann wanderte mein Blick auf meine Hand, die den Beutel umklammert hielt.
Es war... kein... Traum...?
Das war der Beutel mit dem Sternenstaub, den er bei mir verloren hatte!!!
Ich sprang erneut auf und schrie wie verrückt: »Claus?! Claus!!!«
So lief ich bestimmt fünf Minuten durch die Wohnung, allerdings ohne eine Antwort zu bekommen.
Ich war wirklich verrückt geworden...
Aber als dann mein Blick wieder einmal auf meine Hand fiel, wusste ich, dass ich es nicht war.
Das war wirklich passiert!
Aber was war passiert, als wir beide auf dem Dach waren?
Und danach?
Und wieso war meine Wohnung wieder genauso wie am Abend zuvor?
Hatte er absichtlich aufgeräumt, damit ich ihn vergaß?
Aber... warum?
Enttäuscht ließ ich mich wieder in meine Couch fallen und seufzte erst einmal. Schon wieder war ich alleine... doch diesmal... tat es fiel mehr weh...
Es klingelte an der Tür, doch ich war zu verzweifelt und mein Herz schmerzte zu sehr, als dass ich mich aufraffen hätte können. Ich wollte meine Ruhe. Von allem, der gesamten Welt, die da draußen war.
Wieder klingelte es.
Wieder ignorierte ich es. Und es war leichter als ich dachte.
Wieder klingelte es, diesmal deutlich drängender.
Bald würde derjenige aufgeben, bestimmt würde die Person denken, ich sei nicht zu Hause und würde wieder gehen und mich in Frieden lassen.
Eine Pause entstand und gerade, als ich dachte es sei vorbei, klingelte es erneut.
Mann, lasst mich einfach in Ruhe! , schrie ich in Gedanken und drückte den Beutel an meine Brust.
Ich legte mich längs auf die Couch und schloss die Augen.
Claus Gesicht tauchte sofort auf. Als würde er vor mir stehen, grinste mir sein Gesicht entgegen und seine Augen strahlten freudig.
Ach Claus... Weihnachten ist vorbei... sehe ich dich nun nie wieder? , fragte ich mich und seufzte.
Dann kam mir eine Idee. Ich musste einfach nur nächstes Jahr wieder einsam sein, dann würde er wieder kommen und mir ein Geschenk machen.
Dann würde ich einfach wach bleiben und auf ihn lauern!
Diese Idee schien mich etwas zu beruhigen, denn mein Herz schlug nun leichter.
Erneutes Klingeln ließ mich aufschrecken. Nun stand ich wieder, so hatte es mich erschreckt.
»Oh Mann...«, murmelte ich, legte das rote Säckchen behutsam auf meinen immer noch schwebenden Tisch und schlurfte Richtung Haustür.
Das drängende Klingeln schwieg nun gar nicht mehr und mit verzogenem Mund öffnete ich die Tür.
»Was ist denn so...« Weiter kam ich nicht, denn in dem Moment starrte ich entgeistert in das Gesicht, das sich in mein Gedächtnis gebrannt hatte.
»Wie lange muss ich denn noch hier draußen stehen?« Claus verzog augenrollend den Mund und fixierte mich.
»C... Claus...!«, presste ich schwach hervor und die Tränen stiegen in mir auf.
»Hi, Kaya. Darf ich mich vorstellen? Kai Holins.«Wieder verbeugte er sich und schon war es soweit: Ich konnte meine Tränen nicht mehr zurückhalten.
»Nett... dich... kennen... zuler... lernen...«, schluchzte ich und krallte meine Finger in den Türrahmen.
Lachend lehnte er sich vor und nahm mich in den Arm.
Glücklich krallte ich mich nun an seine Brust und versuchte verzweifelt, mich zu beruhigen.
»Was ist gestern noch passiert?«, fragte ich ihn dann schließlich neugierig, nachdem wir es uns auf der Couch bequem gemacht hatten.
»Du bist ausgerutscht und ohnmächtig geworden.« Er lächelte mich an. »Dann hab ich dich nach Hause gebracht.«
»Dass du jetzt hier bist, heißt das, du bist doch nicht der Weihnachtsmann?« Wieder schlug die Ironie durch, wieder ignorierte er sie: »Ich werde nur zu Weihnachten der Weihnachtsmann. Ansonsten bin ich wie jeder andere auch. Sonst hätte ich auch nicht ewig sturmklingeln müssen sondern wäre einfach so rein gekommen.« Wieder grinste er und sah mich ermahnend an.
»Heute Morgen war ich einsamer als jemals zuvor.«, flüsterte ich mit roten Wangen und lächelte ihn schüchtern an.
»Ach wirklich...?« Wieder fixierte er mich mit seinen Augen und schon wieder hatte ich dieses übermannende Verlangen, ihn zu küssen.
»Ich auch.«, flüsterte er und mein Gehirn setzte aus.
Ich rückte näher an ihn heran, reckte ihm mein Gesicht entgegen und diesmal rutschte ich nirgends ab.
Sanft und innig küssten wir uns und in dem Moment hätte ich wirklich alles dafür getan, wie gestern die Zeit anzuhalten.

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Kommentare

thrustworthy schrieb am 2010-04-28 02:38:38:
wah! wie süß! mann XD gut das du kein kerl bist, sonst müsste ich jetzt für dich schwärmen XDD genail, wie kommst du auf deine storys?
!!! schrieb am 2009-12-23 16:31:04:
Nur ein Wort: SCHÖN!!!
LG und Frohe Weihnachten!!!

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