LIEBE MICH
von
Lillium
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„ Ich wollte nur Liebe…nur eine Umarmung, nur ein nettes Wort hätte genügt, aber du hast es mir nie gegeben. Und nun wunderst du dich, dass ich so geworden bin, du fragst warum ich dir Schmerzen zu füge, das wagst du zu fragen? Du weißt die Antwort doch schon längst!“
Ein einziger Schnitt und Nightmare fuhr vor Schreck hoch. Diese Träume, diese schrecklichen Träume, warum ließ ihn seine Mutter nicht endlich in Ruhe, selbst jetzt noch, wo sie schon so lange unter der Erde lag, suchte sie ihn ständig Heim.
Sie war schon immer ein böser Geist gewesen, ein böser Dämon, ein böser Mensch. Trotz der Schläge, trotz der Erniedrigungen, trotz dem Hass, den sie ihrem Sohn entgegen gebracht hatte, hatte sich Nightmare nichts anderes gewünscht, als von ihr akzeptiert zu werden. Sie schickte ihn zu Arbeiten, die selbst einen kräftigen, gesunden jungen Mann, zu Tode erschöpft hätte, er bekam nie genug zu Essen, obwohl er doch das Geld nach Hause brachte.
Seine Mutter ließ ihre Wut an ihm aus, weil der Vater sie verlassen hatte, darum mochte sie ihren Sohn nicht, denn er war auch der Sohn dieses Mannes, der sie in Stich gelassen hatte. Dieser Mann hatte eine Frau zurück gelassen, eine gebrochene Frau, aber was konnte Nightmare dafür, was konnte er dafür, dass er geboren wurde, dass er lebte, dass er atmete, wie jedes andere Lebewesen auch? Womit hatte er eine solche Abscheu verdient, solchen Hass?
„ Mutter warum liebst du mich nicht?“
„ Weil du schlecht bist, schlecht und dumm, du hast meine Liebe nicht verdient“
War er wirklich solch Abschaum, wie es seine Mutter so oft behauptet hatte? Mittlerweile vielleicht, aber damals war er doch ein kleines Kind gewesen, ein naiver Junge, der glaubte, er könne seine Mutter mit Anstrengung, Fleiß beeindrucken, sie dazu bewegen ihm wenigstens einmal ein Lächeln zu schenken.
„ Mutter warum hasst du mich?“
„ Weil du böse bist, ein kleiner böser Teufelsbraten“
Einmal war ihm eine Vase hinunter gestürzt, ein einziges Mal und seid diesem Tag an, war es Nightmare vorgekommen, als würde seine Mutter ihn noch mehr verfluchen. Es war ein Versehen gewesen und dennoch war er für sie ein Teufelsbraten, unerziehbar, hoffnungslos.
„ Mutter warum schlägst du mich?“
„ Weil du es anders nicht verstehst, nicht lernst“
Und wie er es gelernt hätte, Züchtigung bekam er genug, aber was war mit Belohnung, ein Lächeln, ein liebes Wort, eine Berührung, die nicht gewaltsam war, wann verdiente man sich dies. Er schuftete, versuchte alles, um ihr zu gefallen, aber sie sah ihn nicht einmal an, wie sollte sie dann seine Bemühungen schätzen, wenn sie sie nicht sah. Bald schon verstand er es, dass es keinen Sinn hatte, dass sie ihn nie mögen würde, er lebte einfach, im Schatten der Nacht, wurde gefühllos, erkaltete.
„Mutter es wird Zeit…Zeit für dich zu gehen“
„ Du schreist, warum schreist du?“
„ Stirb, warum stirbst du nicht!“
„ Liebe Mutter…LIEBE MICH!“
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Kommentare
Kyouyama schrieb am 2009-01-03 16:10:38:
Wow beeindruckende geschichte
toller Schreibstil
franke, sina schrieb am 2009-01-01 23:38:32:
deine geschichte fängt etwas holprig an, du schreibst schoen, doch irgendwie sind zu viele woerter in einem satz.
das ende hat mir einen kalten schlag verpasst- eindrucksvoll. wirklich eindrucksvoll.
schoen geschrieben. das tehma ist genial, ich frage mich wie ich es umgeseatzt heatte, vielleicht ein bisschen merhh gefuel. ueberarbeite es doch noch mal ein bisschen und stelle es noch einmal rein. ich wuerde mich freuen es zu lesen.
wirklich genialer gedanke.
mach weiter so
lg
sina
ps. ein frohes neues jahr und das die inspiration nicht verlorengeht.
AlterMann schrieb am 2009-01-01 18:19:55:
Man gut, dass es nur eine Geschichte ist.
Obwohl - in jeder Geschichte steckt auch ein Funken Wahrheit.
Wenn man auch deine anderen Geschichten gelesen hat, kommt man ins Grübeln......
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