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Kategorien > Fantasy > Abenteuer

LOONYS (7)

von blacknight99

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2. Teil: Das Flüstern des Todes

"MEMENTO MORI"
-Bedenke, dass du sterben wirst




17.
In den Katakomben

*

"Schmeckt gar nicht so schlecht, dieses Hostien-Zeug.", schmatzte Magnus und trank etwas Wein aus dem Abendmahl-Kelch.
"Werd' nicht besoffen, Junge!", lachte Andre und schob sich drei Hostien - kleine Brotscheiben, die beim Abendmahl im Gottesdienst gegessen wurden - in den Mund.
Die Jungen hatten, als sie den Turm verlassen hatten, ihren Hunger beklagt und so hatte Phillidas kurzerhand einen Schrank in der Sakristei der Kirche aufgebrochen und 3 Packungen Wein und etwa 500 Hostien aus ihm genommen.
Nun saßen sie auf den Kirchenbänken, hatten die Beine auf die Bänke vor ihnen ausgestreckt und aßen und tranken schmatzend und schlürfend.
Es musste die Ruhe der Kirche sein, die ihnen die Anspannung und die Angst nahm, die sie seit dem Erscheinen des Schwarzen Loches ständig begleitet hatten.
"Das schmeckt scheiße - wie Pappe!", erwiderte Yannik auf Magnus' Meinung.
"Bei meinem Hunger schmeckt alles.", meinte Magnus und stopfte sich - was der Rekord in dieser Nacht war - zehn Hostien auf einmal in den Mund.
"Meine Fresse - hier ist nicht nur ein Schwarzes Loch am Himmel, sondern auch noch eines in deinem Magen!", kommentierte Andre.
Lars drehte seinen Weinbecher in der Hand. "Ist schon komisch - da draußen geht die Welt unter und wir sitzen hier und fressen uns mit Hostien voll und besaufen uns mit Wein.""Hat wenigstens Stil!" Jahnan lachte bitter.
"Am liebsten würde ich jetzt da raus gehen und bei diesem Ragnabock - oder wie der Arsch auch immer heißt - einen Burning Hammer machen.", brüstete sich Andre.
"Ist das wieder irgendein Wrestling-Griff?", seufzte Lars.
"Jo ... da hast du natürlich wieder überhaupt keine Ahnung von.""Ich will da auch gar keine Ahnung von haben. Ist doch sowieso alles gespielt."
"Hört doch auf!", schrie sie plötzlich Omeed an und stapfte auf den Kirchboden. "Streitet jetzt nicht über sowas Unwichtiges! Seht ihr das nicht ein? Die Welt geht unter, wir sind die einzigen, die sie retten können. Ohne uns wird es nie mehr Wrestling geben. Ohne uns wird es nur noch Staub und Asche geben."Phillidas, der sich in der ganzen Zeit im Altarraum bei der immer noch benommenen Sofie aufgehalten hatte, trat zu ihnen. "Wir müssen in die Katakomben. Es wird Zeit, nach Traumania zu rei..."
Der Traumwächter wurde von Nyamat unterbrochen, der mit breitem Hasenzahngrinsen aus der Sakristei kam, eine Packung Zigaretten in Händen haltend.
"Hier! Hab ich da drin gefunden! Und ein Feuerzeug auch! Will jemand eine?"
Nyamat nahm sich eine Zigarette aus der etwas zerknautschten Marlboro-Packung und zündete sie sich an.
"Tu die Dinger weg, Laryan!", herrschte Omeed seinen Bruder an.
Nyamat wich einige Schritte von ihm zurück. "Hey, wir werden vielleicht eh bald alle draufgehen. Da darf ich mir doch wenigstens mal vor meinem Abkacken eine rauchen, oder?"
"Nein! Tu sie endlich weg!" Omeed jagte seinem Bruder hinterher, der kreischend und lachend durch das Kirchenschiff eilte, so als wäre ihm die ganze Apokalypse völlig egal.
"Wir werden wohl alle jungfräulich sterben. Naja - wenigstens kurz und hart gelebt haben, als irgendwann als alter Mann in seiner eigenen Pisse zu sterben.", philosophierte Sarmilan.
"Ich will aber nicht sterben!", entrüstete sich Sabisan.
"Hier wird überhaupt niemand sterben!", sagte Phillidas bestimmend.
Lars, dem das ganze Geschwafel über den Tod und das allgemeine Chaos zu viel wurde, wollte lieber nach Sofie sehen, die Phillidas auf den Altar der Kirche gebettet hatte.
Sie hatte ihre Augen geschlossen, atmete sanft. Ihr Brustkorb hob sich leicht und regelmäßig. Ihre rot-goldenen Locken hingen ihr ins Gesicht, umflossen ihre gleichmäßigen Züge, ihre großen Augen, ihre geschmeidigen, kirschroten Lippen.
Lars hatte das dringende Bedürfnis, sie zu küssen, verdrängte es aber.
Stattdessen könnte er ja mal auf ihrer Brust nachsehen, ob sie wirklich ein Traumritter war, sonst brauchten sie sie ja gar nicht nach Traumania mitnehmen. Außerdem schlief sie schließlich noch und würde es niemals merken.
Vorsichtig, mit spitzen Fingern, zog Lars ihr grün-weiß gestreiftes Top am Ausschnitt nach oben und lünkerte hindurch. Im selben Moment öffnete Sofie ihre Augen und sah ihm direkt ins pickelige Gesicht, worauf ihr ein spitzer Schrei entfuhr.
Ehe sich Lars versah, ohrfeigte sie ihn schallend und er taumelte zurück, stolperte über die Stufen zum Altar und fiel nach hinten über auf die Kirchenfließen.
"Spanner!", blaffte sie ihn wütend an.
Die Anderen versammelten sich um den Altar. Nyamat hatte die Zigaretten schließlich doch weggeworfen, wodurch auch Omeed dem Ereignis beiwohnen konnte.
Lars' war aus Scham so rot wie eine Erdbeere geworden. Sofie war ebenfalls rot - jedoch aus purer Wut.
"Ich - ich wollte doch nur...", versuchte sich Lars zu verteidigen.
"Arschloch!", brüllte sie ihn an und er verstummte, worauf Magnus laut loslachte.
"Du hast auch nicht viel mehr Glück mit den Weibern!", konterte Lars wutentbrannt, stand auf und verschwand in der Sakristei.
"Yannik, hilfst du mir runter?" Sofie blickte Yannik mit klimpernden Augenbrauen an.
Yannik sah sich kurz ein wenig verlegen zu beiden Seiten um, trat dann aber schließlich zu ihr und half ihr vom Altar.
Während Lars in der Sakristei vor sich hinschmorte, erklärten die anderen Sofie - die wirklich eine Traumritterin war, wie Lars mit eigenen Augen sehen durfte - wieso sie hier war, warum sie mitkommen sollte und dass Lars eigentlich gar nicht so schlimm war, wie er sich bisher gezeigt hatte.


*

BAMM!Sie alle zuckten zusammen und blickten zum von innen verschlossenen Kirchenportal. "Sie haben einen Rammbock und versuchen, mit ihm in die Kirche zu kommen!", rief Phillidas erklärend.
"Hätt' ich nie gedacht!",warf Andre mit beißendem Humor ein.
"Wir müssen in die Katakomben!"
Sie rannten durch die Kirche zu einer kleinen Seitentür direkt neben der Sakristei. Den Schlüssel hatten sie in der Sakristei gefunden und mit diesem drehte Jahnan in diesem Moment das Schloss auf und trat die Tür auf. Modriger, beißender Gestank drang ihnen aus den Katakomben entgegen.
"Dort unten sind auch Grüfte. Die reichen Leute im Mittelalter haben sich dort unten begraben lassen, damit sie näher bei Gott sind.", erklärte Lars, der wieder halbwegs seine Fassung wiedererlangt hatte, auch wenn er immer noch leicht rot war.
"Bekloppt sind die!", meinte Andre darauf, während sie die Treppe zu den Katakomben hinabeilten.
Jahnan schloss schließlich die Tür hinter ihnen. "Die kommen uns erstmal nicht hinterher."
Dunkelheit umgab sie von allen Seiten, der Verwesungsgestank war allgegenwärtig.
Nyamat zündete das Feuerzeug an. "Seid froh, dass ich es dabei hab!", blaffte er die anderen stolz an.
"Ist der irgendwie behindert?", fragte Sofie Yannik, dessen Hand sie umklammerte.
Yannik antwortete mit einem

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