LOST TITLE Teil1 / Part 5
von
Lillium
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„ Nein, nein…zuerst Parade, Drehung und dann Angriff“ Eileen ließ sich erschöpft auf den Boden sinken. In ihren Händen hielt sie zwei Stichwaffen deren Klingen wellenförmig zusammenliefen. Ignis hatte ihre Arme genervt in die Hüften gestemmt.
„ Dass du dir das aber auch gar nicht merken willst“, entrüstete sie sich. Eileens Oberkörper sank zurück.
„ Ich bin müde…wir haben den ganzen Tag trainiert“ Ignis lachte auf.
„ Du bist gut…den ganzen Tag, wir üben knappe drei Stunden, du hast nur überhaupt keine Ausdauer und an Merkfähigkeit mangelt es dir auch“ Eileen warf Ignis einen schrägen Blick zu.
„ Nur eine kurze Pause, ja?“, bat das Mädchen die stolze Kriegerin. Diese verdrehte ihre Augen und gab bei.
„ Aber dann will ich dich ordentlich kämpfen sehen“, forderte Ignis.
„ Wenn ich einen richtigen Gegner haben würde, wäre es einfacher“, meinte Eileen.
„ Du willst einen Gegner, dann gebe ich dir einen“ Ignis flüsterte leise etwas vor sich hin und plötzlich erschien ein Sartax aus dem Nichts. Eileen sprang erschrocken auf.
„ Was“, setzte sie an, aber Ignis beschwichtigte sogleich: „ Es ist eine leblose Hülle, ohne Schmerzempfinden und sie wird niemals richtig zustechen, falls du das befürchtest. Ich kann meinen Hüllen jede beliebige Form und Gestalt geben, ich habe bewusst gleich einen Sartax gewählt, da dir diese Biester am häufigsten über den Weg laufen. Die Kräfte der Hülle sind denen der Sartax angepasst, ich hatte viel Zeit mit diesen Dingern herum zu spielen“ Ignis grinste.
„ Meine Hüllen sind schwer zu besiegen, mach dir keine Vorwürfe wenn du“ Ignis unterbrach sich, Eileen hatte sich wutentbrannt auf ihren Gegner gestürzt, der ihren ersten Angriff zwar parierte, aber schon nach kurzer Zeit hatte ihn Eileen zurück gedrängt. Ignis schüttelte bedauernd den Kopf und beobachtete den Kampf. Plötzlich machte der Sartax eine geschickte Wendung und das Blatt wendete sich. Eileen musste die Angriffe parieren, die der Sartax tätigte. Sie stolperte über ihre eigenen Beine, als sie einen Gegenangriff ausführen wollte und landete unsanft auf ihrem Gesäß. Die Spitze des Schwertes des Sartax tippte an ihrem Hals.
„ So das reicht“, sagte Ignis und die Sartaximitation löste sich in Luft auf. Eileen keuchte.
„ Gar nicht mal…so leicht“ Ignis lächelte.
„ Willst du es noch einmal versuchen?“, erkundigte sie sich. Eileen nickte eifrig.
„ Aber vergiss die Regeln nicht, die ich dir erklärt habe“
„ Ja, ja…mach schon“ Ignis seufzte und verdrehte die Augen. Der Sartax tauchte wieder auf und Eileen stürzte sich abermals auf ihn. Diesmal konnte sie sich gar nicht lange halten. Die Schwertspitze war auf ihre Brust gerichtet.
„ Immer auf die Deckung achten“, belehrte Ignis und Eileen versuchte es wieder.
Sie drehte sich geschickt und hätte den Sartax am Oberschenkel erwischt, wäre er nicht einen Schritt zurück gesprungen. Eileen stellte ihm nach und verletzte die Hülle am Oberarm.
„ Ja“, freute sie sich, was sie zu früh getan hatte, denn sogleich hatte der Sartax sie wieder gebändigt. Die Hülle verschwand wieder.
„ Verdammt!“, machte Eileen ihrem Ärger Luft.
„ Das war schon ganz gut, aber auch wenn du einen Treffer landest, musst du dich weiter konzentrieren…noch ein Versuch?“
„ Ja…aber diesmal will ich sein Ebenbild haben“ Obwohl sie es nicht wirklich präzise ausgedrückt hatte, wusste Ignis wen Eileen meinte.
„ Ähm…nun ja…ich denke nicht, dass du“, druckste Ignis herum.
„ Hast du ihn etwa nicht angefertigt?“, fragte Eileen.
„ Oh doch…fast genau so gut, wie das Original, aber…“
„ Wo liegt dann das Problem?“, Eileen musterte Ignis eindringlich.
„ Ich glaube nicht, dass du dazu schon bereit bist, Eileen. Wenn du ihn siehst und mag es nur eine Hülle sein, die ihm ähnlich siehst, könntest du die Furie in dir zum Äußersten treiben“
„ Ignis…bitte“, Eileen schenkte der Kriegerin einen bittenden Blick. Diese schluckte.
„ Nun gut…aber versuch dich im Zaum zu halten“, sagte Ignis und ließ die Hülle erscheinen, die sich Eileen gewünscht hatte.
„ Perfekt…beinahe perfekt“, flüsterte sie mit funkelnden Augen. Vor ihr stand Ascot, seine Augen fixierten Eileen und plötzlich bewegten sich seine Lippen und er sprach: „ Komm nur meine Süße“ Eileen wurde furchtbar wütend, denn genau diese Worte hatte der echte Ascot zu ihrer Freundin gesagt, bevor er sie getötet hatte.
„ Scheusal!“, brüllte Eileen und plötzlich verformten sich ihre Arme, so wie bei Ignis. Ihre Augen wurden blutunterlaufen, ihr Körper veränderte sich. Er war übersät mit den seltsamen Zeichen. Eileen fühlte sich so leichtfüßig und frei, als sie auf den Simpai zupreschte. Sie wollte ihm die Dolche direkt in sein Herz rammen, insofern er überhaupt eines besaß. Die Tatsache, dass dies nur eine Nachbildung des berüchtigten Kriegsherrn war, war in Eileens Blickfeld vollkommen verschwunden. Die Hülle wich Eileen einfach mit ein paar Schritte zur Seite aus.
„ Streng dich an Kindchen“, provozierte der falsche Simpai. Eileen rammte die Hülle zu Boden und wollte sie gerade durchbohren, als die Hülle ihr eine Ohrfeige verpasste, die so gesessen hatte, dass Eileen halb tot von ihr abließ. Benommen sah sie, wie Ascots Ebenbild sich erhob, ihr einen mitleidigen Blick zuwarf und ihr die Augen mit einem Tritt in ihr Gesicht schloss.
Lima wetzte über die Felder. Gerade noch hatte sie sich in Kasran befunden. Diese Stadt war berühmt für ihren großen Markt, aber Lima konnte nicht länger dort verweilen, denn sie wurde verfolgt. Lima war die Wächterin des Wasserordens und wollte in der Stadt ein paar Vorräte für das Dorf hinter dem Wasserfall kaufen, als sie eine schreckliche Entdeckung machte. Sie hatte den blutrünstigen Simpai und die abtrünnige Nachtschattenelfe erblickt. Sie wusste nicht, was die beiden in der Stadt wollten, aber sie ahnte schon, dass sie nach ihr suchten, da sie wissen wollten, wie man zum Dorf gelangte. Aber dies würde Lima niemals preisgeben, sie würde sich niemals Syron anschließen und den hohen Rat verraten.
Die Bewohner des Dorfes waren dafür bekannt, dass sie gute Krieger waren, die eine schwierige Kampfkunst beherrschten. Diese Kampfkunst war nur in ihrem Dorf bekannt, sie wurde von Generation zu Generation weiter gegeben.
Lima war froh, als sie den Wald erreicht hatte. Sie lief den Fluss entlang und konnte den gewaltigen Wasserfall bereits rauschen hören. Nur die, die wussten wie, konnten durch ihn hindurch zum Dorf gelangen. Wer es nicht wusste wurde von den gewaltigen Wassermassen begraben. Gerade als Lima um eine alte Eiche herum lief stieß sie mit jemandem zusammen.
„ Ich bin diese Verfolgungsjagden langsam leid“ Die Wucht des Zusammenpralls hatte Lima zurück geworfen und sie war auf dem Boden gelandet. Sie schenkte ihrem Verfolger einen verschreckten Blick.
„ Willst du mir gleich sagen, wie ich ins Dorf gelange, oder muss ich dich erst…überzeugen?“, fragte Ascot mit einer Spur Ironie in seinem Tonfall.
„ Niemals werde ich es verraten, egal was du mit mir anstellst, Simpai…egal
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Kommentare
Lillium schrieb am 2008-08-17 20:18:22:
Danke...ja das mitn komma ^^'
ich hab echt null plan...mir fällt kein richtiger Titel ein obwohl blutrache schon mal eine gute idee war
TJ Omar schrieb am 2008-08-14 00:14:44:
Hey Lilli. Eine recht gute Geschichte, gefällt mir. Aber es gibt einige Fehler. Wenn du das Komma häufiger zum Einsatz bringen würdest, dann könnte man die Geschichte flüßiger lesen können. An einigen Stellen ist mir nämlich aufgefallen, dass sie fehlen.
Hast du nicht schon einie Idee, wie du deine Geschichte benennen willst?
MfG TJ Omar
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