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Kategorien > Fantasy > Mystery

LOST TITLE Teil 1/ Part 3

von Lillium

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Im Morgengrauen sprang ein Tengu durch den Wald. Etwas lockte ihn schon geraume Zeit und ließ ihn unermüdlich durch das Dickicht streifen. Er folgte einem einzigartigen Geruch, der ihm am Fluss in die Nase gestiegen war. Tengus waren kleine Affenartige Wesen. Sie besaßen einen langen schwarz gelb gestreiften Schwanz und sie waren nicht größer als ein Zwergkaninchen. Ihre großen buschigen Ohren ließen sie alles was im Wald geschah genau wahrnehmen und ihre großen, schwarzen, feucht glänzenden Augen konnten vieles sehen, was Menschen verborgen blieb. Die kleinen Fingerbesetzten Pfoten tasteten nach dem Untergrund, der Tengu erklomm einen Baum und spähte in die Richtung aus der Geruch kam, er war schon sehr nah, dem Duft zu Folge. Das Wesen ließ sich fallen und landete geschickt auf seinen Pfoten und hopste weiter. Rauch stieg in die Luft und der Tengu erblickte eine Ansammlung von Aas. Lauter tote Menschen, aber der Gestank der Leichen war es nicht was ihn so anzog. Er huschte über die Toten hinweg und entdeckte eine Frauenleiche. In deren Tasche verbarg sich das wonach er gesucht hatte. Er durchsuchte die Tasche, doch als er beinahe das ergattern konnte, was ihn so gelockt hatte, begann sich die Frau zu bewegen. Der Tengu sprang von ihr hinab und beobachtete mit schief gelegtem Kopf, wie sie ihren Oberkörper stöhnend hoch raffte und sich den Schädel hielt.
„ W…was ist passiert?“, fragte Eileen, aber sogleich wurde ihr alles wieder klar. Sie erinnerte sich an jedes Detail, das in der letzten Nacht geschehen war. Als ihr in den Sinn kam, dass sie die letzte Überlebende war kauerte sie sich zusammen und begann zu schluchzen. Plötzlich wurde sie angestupst, sie sah auf. Der Tengu kiekte leise.
„ Was…was willst du denn?“, knurrte Eileen und versuchte den Tengu zu verscheuchen, allerdings ließ er sich nicht abwimmeln. Er schnüffelte an ihrer Tasche. Eileen runzelte die Stirn und griff hinein, um gleich darauf festzustellen, dass sich ein halb vergammelter Keks darin befunden hatte.
„ Ach so“, murmelte sie und warf dem Tengu das Gebäck zu. Während das Wesen den Keks verschlang, erhob sich Eileen mit dröhnenden Kopfschmerzen. Ihre Glieder schmerzten, waren schwer wie Blei und zu gleich butterweich. Eileens Leben war zerstört, Tränen rannen ihr über die Nasenspitze. Was sollte sie jetzt bloß machen? Wie sollte sie sich durch dieses Leben schlagen?
Nach einem kurzen Moment indem Eileen sich ganz ihren melancholischen Gedanken hingab, beschloss sie ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen. Sie wanderte Richtung Wald, der Tengu folgte ihr nach.
„ Was machst du denn…lauf wieder zurück zu deiner Familie“, versuchte sie ihn zu animieren, aber der Tengu legte nur seinen kleinen Kopf mit den riesigen Ohren schief. Eileen seufzte genervt.
„ Na schön du kannst mit kommen…warum nicht?“ Als Eileen so durch den Wald streifte sah sie vor ihrem inneren Auge immer wieder Ascots böses Lächeln, das ihr die Nackenhaare aufstellte. Sie empfand so viel Hass für ihn und dennoch musste sie sich fragen, ob er sie absichtlich am Leben gelassen hatte, oder ob er nur gedacht hatte sie sei tot.
„ Normalerweise hinterlässt er keine Überlebenden“, sagte Eileen zu ihrem Tengu gewandt, dem sie bereits den Namen Freecell gegeben hatte. Das Tier kiekte leise. Eileen war bereits erschöpft, sie hatte nicht geahnt, dass dieser Wald so groß war. Sie fühlte sich noch immer ziemlich ausgelaugt. Sie erreichte mit Freecell eine größere Lichtung und sie sagte: „ Was hältst du davon, wenn wir hier eine kleine Pause machen, hm?“ Freecell kiekte abermals und rollte sich neben Eileen zusammen, die sich auf das Moos hatte fallen lassen. Sie strich durch Freecells schwarz-gelb gestreiftes Fell, streckte sich daraufhin ordentlich aus. Ein langes trauriges Seufzen entfleuchte ihr und ihre Augen schlossen sich langsam. Gleich darauf war sie eingeschlafen.

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Ein verängstigtes Kieken riss Eileen aus ihrem traumlosen Schlaf. Sie musste sich erst zu Recht finden. Nach und nach wusste sie wieder wo sie war und weswegen. Es war bereits dunkel geworden. Langsam richtete sich Eileen auf, als ihr plötzlich Freecell an den Hals sprang und sich zitternd an sie klammerte.
„ Was ist denn los, Kleiner?“, erkundigte sich Eileen und starrte in die Richtung, aus der Freecell aufgetaucht war. Die Bäume wackelten, etwas Großes, Riesiges schien sich auf die beiden zu, zu bewegen. Ein starker Wind zerzauste Eileens Haar. Vögel schreckten auf, eine Horde von Tiere steuerte auf Freecell und Eileen zu. Sie wich den panischen Wesen aus. Mit großen Augen wandte sich Eileen wieder den wackelnden Bäumen zu. Ein Geräusch von donnernden Schritten verursacht kam immer näher. Eileen hätte ein Monster erwartet und war deshalb umso mehr überrascht, als eine zierliche junge Frau aus dem Gestrüpp trat und Freecell feindselig musterte. Ihr Haar war kurz und feuerrot, selbst in ihren Augen schien Feuer aufzulodern. Sie trug ein enges, schwarzes Oberteil, das knapp unter der Brust endete und eine enge Hose, zu kurz, um erlaubt zu sein. Männerherzen hätten bei dem Anblick dieser wunderschönen Beine und des flachen Bauches höher geschlagen.
„ Ist dir eigentlich klar“, zischte die Frau.
„ Wie lange ich gebraucht habe, um diese dämlichen Beeren zu pflücken?“ Freecell starrte sie mit großen Augen an und kiekte.
„ Oh komm mir bloß nicht auf die Tour, Freundchen“, entgegnete die Frau so als ob sie Freecell verstanden hatte. Eileen wollte sich eigentlich nicht wirklich einmischen, aber sie räusperte sich und fragte unschuldig: „ Was hat er denn gemacht?“ Die Frau schenkte ihr einen intensiven Blick.
„ Er hat meine Wegzehrung gefressen“
„ Oh das…das tut mir Leid“, entschuldigte sich Eileen für das Benehmen des Tengus. Plötzlich schien der Zorn ihres Gegenübers zu erlischen und die Frau fragte Eileen interessiert: „ Was machst du denn eigentlich hier draußen?“ Eileen ließ die Schultern sinken und antwortete leise: „ Allein sein“ Die Frau musterte sie neugierig. Eileen wurde von etwas umgeben, das sie nur zu gut kannte.
„ Was war denn der Grund, dass jemand deinen Hass verdient?“, wollte sie wissen und Eileen hob den Kopf und starrte sie mit verklärtem Blick an.
„ Ich äh… mein Dorf wurde zerstört e…es waren Sartax“
„ Und du hasst nun die Sartax?“, fragte die Frau nach, worauf Eileen mit dem Kopf schüttelte.
„ Nicht die Sartax…ihren Anführer, Ascot“ Die Dame nickte wissend.
„ Dein Verlangen nach Rache ist groß, was willst du eigentlich rächen?“ Eileen verstand nicht, wie diese Fremde ihre Gefühle so gut erkennen konnte, aber die Dame war ihr nicht unsympathisch. Im Gegenteil, Eileen wollte ihr alles erzählen, sie musste es jemanden erzählen, was sie fühlte und wieso, warum sie so verwirrt war und doch so unendlich traurig.
„ Übrigens mein Name ist Ignis“, stellte sich die Frau rasch vor.
„ Eileen“, murmelte das Mädchen.
„ Möchtest du vielleicht zu meinem Lagerplatz mitkommen, dann kannst du

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Kommentare

TJ Omar schrieb am 2008-07-11 17:12:20:
Auf die Rechtschreibung und Gramatik, von der du sehr wenig hast, will ich nicht eingehen, da ich selber dieses Problem habe.
Und nun zum Positivem: Die Geschichte überzeugt mich sehr von einer guten Qualität. Ist spannend geschrieben und das Ende dieses Parts hat mich erlich überrascht.
Also, stell noch mehr von der deiner Geschichte ohne Titel rein. Ich werds lesen.

Und zum anderen Thema; du könntest deine Geschichte vielleicht "Blutrache" oder "Die Jagt nach Ascot" oder der gleichen nennen. (Ist nur ein Vorschlag, was du daraus machst, ist deine Sache).

MfG TJ Omar

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