Land der Vergessenheit...
von
Debbie
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Das Land der Vergessenheit
Es ist schon immer wider erstaunlich wie schnell man mich aus der Fassung bringen kann. Ich habe mich sehr angestrengt, die dauernden Nörgeleien im Geschäft nicht persönlich zu nehmen. Doch heute ist mir der Kragen geplatzt. Ich hab gekündigt, einfach so und ohne zu wissen wie es jetzt weitergehen soll.
Langsam rinnt eine Träne meine Wange entlang und vermischt sich sogleich mit dem klaren Wasser eines Regentropfens. Meine Haare triefen vor Nässe, doch das stört mich nicht. Ich möchte allein sein. Allein über meine Dummheit nachdenken. Der Strand ist Menschenleer, nur einzelne Möwen fliegen mit grossem Gezeter über meinen Kopf hinweg. Manchmal denke ich, manchmal sollte man einfach weg, fort von dieser Welt irgendwohin wo Menschen leben, die noch wissen was Liebe und Vertrauen heisst. Menschen die keinerlei Macht anstreben, die einfach leben in einer Welt voller Unschuld.
Ich starre auf die weite des Meeres und beobachte das kommen und gehen der Wellen. Plötzlich sehe ich etwas Oranges im Wasser leuchten, interessiert schaue ich genauer hin. Es sieht nicht nach einem fortgeworfenen Schokoladenpapierchen oder sonst irgendwelchem Müll aus, sonder eher wie eine rundliche orange Schatulle.
Ich wische mir die letzten Tränen ab, und renne los. Das Wasser ist angenehm kühl und schmiegt sich an meine Beine. Eine Welle spült mir die Schatulle direkt vor die Füsse. Ich hebe das Orange Ding aus den Fluten, das ich für eine Schatulle halte. Aber nun bei näherer Betrachtung sehe ich, dass es eine Flasche ist. Doch enttäuscht bin ich darüber nicht, die Flasche ist aus wunderschönem Orangen Glas gemacht und mit orientalischen Mustern verziert.
Langsam fange ich an zu frieren, die Flasche fest an mich gerückt, gehe ich dem Strand zu. Ich setze mich sogleich in den Sand und sehe meinen Fund nochmals genauer an. Irgendetwas Weisses glitzert im innern der Flasche.“ Ich glaube nicht das dies eine Flaschenpost ist!“, sage ich laut zu mir selbst. Mit der Aufregung eines Kindes öffne ich die Flasche. Der Korken lässt sich nur mit einiger Anstrengung herausziehen. Ich schüttle die Flasche, bis das weisse glitzernde Ding in meine Hand fällt. Doch enttäuscht stelle ich fest, das es sich bloss um ein weisses Röhrchen handelt das innen hohl ist. Vielleicht befindet sich aber im innern des Röhrchens doch noch ein Brief, denke ich und kneife ein Auge zu um besser in die Röhre sehen zu können. Zuerst sehe ich nichts nur ein paar verschwommene Farben, doch langsam werden die Farben zu Formen und die Formen zu einem Bild. Ich sehe eine Waldlichtung voller Blumen, ins warme Licht der Abendsonne gehüllt. Ungläubig schüttle ich den Kopf und lege das Röhrchen zur Seite. Ich lockere meine Glieder und strecke mein Gesicht der Sonne entgegen. Die Augen geschlossen, lausche ich dem leisen Summen der Bienen die den Honig aus den duftenden Blumen hohlen. Moment, da geht gerade was schief, Sonnenschein, duftende Blumen, summende Bienen? Eben hat es doch noch geregnet und ich hatte nass und durchgefroren am Strand gesessen. Langsam sehe ich an mir herunter, mein nasser Mantel meine nicht mehr ganz weisse Bluse, meine Jeans alles ist noch da. Ich wage einen Blick in die Weite und erstaunt muss ich feststellen das ich mich genau auf der Lichtung befinde die ich durch das Röhrchen gesehen habe. Ich reibe mir die Augen und schaue nochmals genauer meine Umgebung an. Langsam finde ich, dass ich für eine Frau von 20 Jahren wirklich zu viel Fantasie habe. Ich werfe mein Haar zurück, streiche meine Jeans glatt und stehe auf. Wenigstens will ich dieser Sache auf den Grund gehen, wahrscheinlich träume ich bloss.
Ich gehe über die weiche Wiese, immer darauf bedacht keine Blume zu verletzen oder gar zu zertrampeln. Der Wald wirkt dunkel und gross und auch etwas bedrohlich. Noch einmal schaue ich auf die friedliche Lichtung zurück, die noch von den letzten Sonnenstrahlen beleuchtet wird. Nun muss ich durch den Wald, sonst finde ich nie heraus wo ich mich befinde. Mit einem etwas unbehaglichen Gefühl im Magen bewege ich mich durch den Wald, unbekannte Geräusche stürmen auf mich ein und ein zittern durchläuft meinen Körper. Trotzdem, denke ich, muss ich weiter wenn ich noch vor der Dunkelheit herausfinden will was hier eigentlich gespielt wird. Ich bin mir doch nicht mehr all zu sicher ob ich nur träume, aber ich kann mir auch nicht erklären, wie in aller Welt ich hierher komme. Während ich so durch den Wald laufe, kommt mir in denn Sinn, dass ich mich in eine andere Welt gewünscht habe, als ich traurig am Meer gestanden hatte. Ein knacken holt mich aus meinen Gedanken in die Realität zurück. Mit pochendem Herzen bleibe ich stehen, und versuche im halbdunkel des Waldes etwas zu erkennen. Etliche Minuten bleibe ich regungslos stehen, bis mir das ganze zu bunt wird. Ich gehe weiter und stampfe tüchtig auf um meine Angst zu vertreiben. Es ist inzwischen so dunkel geworden das ich kaum noch meine Hand vor Augen sehen kann. Meine Füsse schmerzen, und mein Atem geht schnell. Schliesslich beschliesse ich, unter einer Eiche eine Rast zu machen. Ich lege mich hin atme tief den Duft des Waldes ein und schliesse die Augen. Ich mag nicht mehr aufstehen und weiterlaufen, ich will schlafen nur noch schlafen.
Fortsetzung folgt...bitte verzeiht mir meine scheussliche Rechtschreibung...!
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Kommentare
angelika schrieb am 2006-05-26 08:09:25:
So, hat mir gut gefallen! Aber spannung fehlt wirklich ein bisschen! Zur frage wie man das macht!??
Wow, da fragst du viel! :-) Das ist so verschieden! In diesem Fall sollte es aber wahrscheindlich gar nicht um Spannung gehen! Das ist eine sehr nachdenklich geschriebene Geschichte zum reinfühlen! Somit denke ich das es schon gut ist wie du sie geschrieben hast. Du hättest es mit verschiedenen Ausdrücken und ein bischen überarbeitung sicher mehr auffüllen können! Aber im großen und ganzen finde ich es recht nett!
lg
sternenkind
so jetzt schaue ich mir mal die Fortsetzung an, dann kann man ja schon mal mehr sagen! ;-)
Debbie schrieb am 2006-03-09 11:34:06:
könnt ihr mir tipps geben wie ich mehr spannung reinbringen kann? und vorallem weiss ich noch nicht wirklich wie das märchen weitergehen soll...für tipps bin ich sehr dankbar:)
luca schrieb am 2006-03-04 13:41:10:
an der Fortstezung bin ich auch interessiert. Weiter, weiter,... .:-)
Storyparadies Moderator Klaus schrieb am 2006-03-03 20:29:43:
Hat mir bis jetzt sehr gut gefallen. Versuche noch etwas mehr Spannung hinein zu bringen. Ich bin gespannt wie es weiter geht.
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