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Kategorien > Spannung > Aus der früheren Zeit

Land der verlorenen Seelen

von Mathias

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(Die folgenden Zeilen sind die Fortsetzung zur Geschichte "Graue Winter", irgendwie bin ich beim weiterschreiben auf den neuen titel gekommen und fand diesen passender. Vielleicht hat ja noch jemand eine Idee, die zur Verbesserung beiträgt. Für Anregungen und Kritik bin ich immer zu haben.)

Die folgenden Tage ziehen dahin. Eine Familie nach der anderen verschwindet. Vergeblich suchen Polizisten Spuren und Täter. Angst und Panik machen sich breit in der kleinen Stadt. Jeder könnte der nächste und auch der Täter sein.
Ungerechtfertigte Anschuldigungen gegen die stadtbekannten Unruhestifter, Festnahmen und regelrechte Hetzjagden bestimmen die Straßen der kleinen Stadt.
18 Vorfälle in den letzten 22 Tagen.
18 verschwundene Familien.
18 spurenlose Tatorte und kein Ende in Sicht.

Schnell bewegen sich die Hufe der vier Pferde voran. Die große Kutsche springt auf dem steinigen Weg hin und her und zeugt nicht gerade von einer angenehmen Fahrt. Der Kutscher treibt die Pferde zum Äußersten. Immer und immer wieder ist das Geräusch der Peitsche auf dem nassen Fell der Pferde zu vernehmen.
Die Stadt schon vor Augen scheint er kein Verlangen zu haben langsamer zu werden.
Hektisch öffnet man das riesige Tor um der Kutsche und dem wichtigen Inhalt den Einlass zu gewähren.
Neugierig blicken die Bewohner aus ihren Fenstern um zu beobachten, wer da wohl in ihr kleines Städtchen kommt. Schon lang ward kein Besuch mehr gesehen. Spätestens seit Beginn der Vorfälle sind auch die spärlichen Besuche der wenigen Durchreisenden ausgeblieben. Man unternahm lieber einen riesigen Umweg, als sich in das Land der verschwundenen Seelen zu begeben und womöglich noch selbst verschwunden zu gehen.
Mit einem kräftigen Ruck kommt die Kutsche vor dem großen haus des Bürgermeisters zum stehen.
Atemlos schnauben die Pferde und ringen nach Luft.
Einer der zahlreichen Leibwachen, die extra abgestellt wurden, um das haus des Bürgermeisters zu beschützen stürmt herbei und öffnet die Kutschtür mit einer Verbeugung.
Dann passiert lange Zeit nichts. Erwartungsfroh blicken alle Einwohner der kleinen Stadt auf die Kutsche in der Erwartung, was denn wohl folgen werde.
Auch der Leibwächter wird nun langsam stutzig und wirft einen kurzen Blick aus seiner Verbeugung in das innere der Kutsche.
Leere.
Was war geschehen? Wieder eine verlorene Seele? Bisher traten die Vorfälle lediglich des Nachtens auf? Aber jetzt ist früher Nachmittag. Ratlos blicken alle auf den Kutscher.
„Was glotzt ihr so?“ Brüllt dieser los und beginnt sich um die Pferde zu kümmern.
Ein fürchterliches Gemurmel setzt ein.
Dann öffnet sich die Tür des Bürgermeisterhauses und der dicke, lächelnde Mann setzt zu einer seiner spärlich gesäten reden an.
Gerade als die ersten laute seinen Mund verlassen wollen öffnet sich eine Gasse in der Menschenmenge und ein stattliches, schwarzes Pferd reitet auf die Kutsche zu. der Reiter ist ziemlich schmächtig. Vielleicht 1 Meter und 80 groß, 70 Kilo mit dunkelblondem haar und schwarzen Augen. Gespenstisch sitzt er auf seinem schwarzen Höllenpferd und lauscht auf die Worte, die nun wohl folgen werden.
Hastig schluckt der Bürgermeister und beginnt dabei kräftig zu husten. Eilig stürmt der Leibwächter, der immer noch in seiner Verbeugung hockt herbei und schlägt dem dicken Mann kräftig auf den Rücken.
„Hör auf mit dem Unsinn, oder willst du mich umbringen?“
Wehmütig verschwindet der Leibwächter durch die Tür ins Haus und beobachtet das Schauspiel weiter aus dem Turmfenster.
Langsam reitet der schwarze Mann weiter auf das Bürgermeisterhaus zu, kommt zum stehen und steigt mit einem riesigen Satz vom Pferd.
„Wir sollten keine zeit verlieren.“ Knurrt er in Richtung des Bürgermeisters und begibt sich auf dem schnellsten weg ins Haus.
Ungläubig blickt der Bürgermeister hinter dem fremden her und dann noch ungläubiger in die Gesichter der staunenden Masse.
„Wer ist das?“
„Was fällt ihm ein?“
Wütend dreht sich der Bürgermeister weg von der Masse und stampft eilig ins Haus, um den Eindringling zur Rede und Antwort zu stellen.
Noch immer blicken die Gesichter der Einwohner der kleinen Stadt fragwürdig auf das haus des Bürgermeisters. Der Kutscher hat mittlerweile die Pferde getrocknet und in den Stall geführt. Dann fällt die schwere Tür des Hauses in das metallene Schloss und die angerückte Polizei bittet die Bürger wieder in ihre Häuser zu gehen.

Die Ankunft des schwarzen Reiters sollte das Gesprächsthema der folgenden Tage werden. Fragen über Fragen und nur wenige antworten gab es. das Einzig Sichere war, dass mit der Ankunft des rätselhaften fremden die Vorfälle in der kleinen Stadt ausblieben. Somit fühlten sich die Einwohner geringfügig sicherer und gingen nun seit langem wieder einem halbwegs geregelten Tagesablauf nach.
Der Müll in den Straßen wurde beseitigt, die Kinder wurden wieder unterrichtet und sogar einen Markttag für Obst und Lebensmittel sollte es geben.
Doch auch hier war das einzige Thema nur der schwarze Unbekannt, die leere Kutsche und das Pferd, das scheinbar aus der Hölle kam.

So streichen die Tage ins Land. Auf den tag folgt die Nacht und auf die Nacht folgt der Tag. Ruhe scheint wieder in das kleine Städtchen einzukehren. Ruhe vor Angst und Schrecken. Schon lange gab es keine neuen Meldungen von zerstörten Häusern und verschwundenen Familien. Doch auch von den bisher Vermissten fehlt weiter jegliche Spur.
20 Tage ist es jetzt her, dass der „Schwarze“ wie er auf dem Marktplatz genannt wird in das Städtchen kam. 20 Tage liegt nun auch der letzte Vorfall zurück. 20 Tage, dass der Reiter das haus des Bürgermeisters betreten hat und nicht wieder verlassen hat.
20 Tage in denen sich so manches Gerücht in den Straßen und Gassen verbreitet hat.
Doch nun, nach 20 tagen sollte es endlich soweit sein. Unter lautem Geräusch öffnet sich die Tür des Bürgermeisterhauses langsam und der Leibwächter eilt hektisch und mit Schmerzverzerrtem Gesicht auf die Straße und bricht erschöpft zusammen.
Schnell bildet sich eine interessierte Gruppe von Bürgern, um zu schauen, was dort wohl los sei.
„Platz da! Schert euch zur Seite!“ Brüllt der bekannte Stadtarzt und versucht sich seinen weg durch die Menschenansammlung zu bahnen.
Bei dem Leibwächter angekommen, fällt er auf die Knie und fühlt unter großem Theater den Puls des jungen Mannes.
„Er ist tot.“ Stellt der Arzt trocken fest und bedeckt das Gesicht des Opfers mit seinem Mantel.
„Irgendjemand soll den Totengräber her bestellen!“ Fordert er lustlos die Masse auf und richtet sich wieder auf beide Beine auf. In den Gesichtern der Anwesenden ist blankes Entsetzen zu vernehmen.
„Was? Tot?“ Setzt die Menge scheinbar zeitgleich ein.
„Wie konnte das denn passieren?“ Brüllt der fette Schneidermeister.
„Hat jemand beobachten können, wie es passiert ist?“ Fragt der Arzt einen der anwesenden Schuljungen.
Ahnungslos schütteln diese bloß mit den Köpfen und rennen schnell durch die Menschenmasse hinfort.
„Blöde Bälger“ Denkt der

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Kommentare

alru1994@yahoo.de schrieb am 2007-05-31 18:08:08:
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