Lara 4
von
Mia Pia
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Teil 4:
... Als die Tür zu knallt, zuckt Lara zusammen. Was war das gerade? Ist ihre Mutter gerade wirklich ausgerastet? So kennt sie ihre Mutter gar nicht. Sie bleibt immer ruhig, ausser halt, wenn Lara oder Kelly was angestellt haben, was wirklich Schlimmes. Aber so. Dafür kann Lara doch nichts, dass ihre Großmutter Geister sieht und sie auch. Was ist mit ihrer Mutter los? Verwirrt guckt sie zu Alec, der zu ihr her schwebt, und stellt fest:
„Sie hat dich gesehen.“
„Stimmt. Du hast doch was von ihr geerbt. Kommst doch nach deiner Mutter.“
Aber das will Lara nicht hören, so legt sie sich schlafen und schickt Alec weg. Tatsächlich fährt Lydia am nächsten Nachmittag mit ihrer Tochter zu ihrer Mutter in die Stadt. Den ganzen Tag haben sie nicht miteinander gesprochen, obwohl Lara endlich alles wissen wollte. Aber sie wollte es auch nicht vor ihrem Vater und ihrer Schwester fragen, daher hat sie es gelassen. Dagegen hat Alec umso mehr mit ihr gesprochen und beschlossen, dass er Lara nicht mehr alleine lässt. Sie braucht ja Jemanden, der ihr Geistersachen erklärt. So ist es auch kein Wunder, dass er auch im Auto sitzt und lächelt:
„Du hast eine besondere Gabe. Sei froh darüber. Genauso wie deine Mutter. Sie will es wahrscheinlich nicht wahr haben.“
Er liebt es ihre Mutter zu provozieren. Als Lydia plötzlich an der Seite anhält, ist er total verwirrt. Lydia guckt weiterhin nach Vorne und sagt dabei:
„Hör zu Geist! Wenn wir bei meiner Mutter sind, dann bleib im Auto! Verstanden?!
„Was?! Sie können mir nichts sagen!“, protestiert Alec.
„Und wie ich das kann. Also klappe!“
Danach fährt sie los. Über dieses Gespräch muss Lara lächeln, was sie eine Ewigkeit nicht mehr gemacht hat. Sie will es verheimlichen und hält sich eine Hand vor den Mund. Da schreckt sie zusammen. Auf der Scheibe vor ihr, ist das Gesicht von Alec zu sehen, der sie genervt anguckt und meint:
„Ja, lach nur. Ich lasse mir nichts sagen.“
„Darum bist du auch tot“, erklärt Lydia eiskalt.
„Das stimmt ja gar nicht. Ich hatte keine Schuld am Unfall. Der Typ hat mir die Vorfahrt genommen.“
„Wenn du nicht sofort dich nach hinten setzt, passiert das Gleiche bei uns.“
Beleidigt und mit einem bösen Blick sitzt Alec auf dem Rücksitz. Noch immer muss Lara heimlich lächeln, aber das sieht ihre Mutter aus dem Augenwinkel. Seit fast 2 Jahren hat Lara nicht mehr gelacht, gelächelt oder auch nur gegrinst. Wie sehr hat sie das vermisst. Lara hatte schon immer ein schönes Lächeln und sie wollte nie, dass es verschwindet. Nicht nur Lydia hat das vermisst, sondern auch ihr Mann. Sie haben sich schon richtige Sorgen gemacht. Vor einem grauen großen Gebäude bleiben sie stehen. Die Psychiatrie. Während Lydia den Motor ausschaltet, guckt sie in den Rückspiegel, wo sie Alec sieht und meint darauf scharf:
„Du bleibst im Auto, klar?“
„Ich komme mit“, erklärt Alec.
Was soll Lydia machen? Sie kann ihm wirklich nichts verbieten. Er ist ein Fremder, doch sie will es einfach nicht. Mit einem schweren Atem steigt Lydia aus, was ihre Tochter ihr nachmacht. Auf dem Weg zum Gebäude spürt Lara, dass Alec hinter ihr ist. Trotzdem geht sie mit einem mulmigen Gefühl durch den Flur. Auf dem Flur kann man ganz unterschiedliche Menschen sehen: Ein Mann dreht sich die ganze Zeit um sich selbst und schreit:
„Ich bin ein Flieger ausser Kontrolle!“
Eine Frau hält eine Puppe im Arm, streichelt es und wiederholt immer wieder:
„Ich bin immer für dich da mein Schatz.“
In einem Gruppenraum sitzen viele Frauen zusammen und gucken Lara an. Aber wenn sie ganz genau achtet, merkt sie, dass diese Frauen nicht sie, sondern Alec angucken. Als ob sie ihn alle sehen. Immer wieder flüstern sie miteinander. Da meint Alec leise:
„Sie können mich alle sehen oder?“
Doch Lara antwortet nicht. Das wäre nicht gut, das weiß sie. Ihre Mutter scheint ganz genau zu wissen, wo hin sie will. Sie geht schnellen Schrittes, wobei sie immer wieder paar Frauen begrüßt und zuwinkt. Da steht an der Wand ein junger Mann, der leise vor sich hin murmelt:
„Mein Name ist Bond, James Bond.“
Der hat wohl einfach zu viele James Bond Filme geguckt. Lara guckt ihm neugierig kurz hinter her. Gerade als sie nach Vorne guckt, steht eine Frau vor ihr. Sie hat braunes mittellanges Haar, braune strenge Augen und guckt Lara total ernst an. Die Frau könnte im gleichen Alter wie ihre Mutter sein. Erschrocken über das plötzliche Erscheinen der Frau, bleibt Lara stehen. Alec, der die Leute alle angeguckt und zu gewunken hat, knallt dabei mit Lara zusammen.
„Aua“, stöhnt Alec, als er wieder paar Schritte zurückgeht.
Lara verzieht nur ihr Gesicht, aber löst ihren Blick nicht von dieser Frau. Irgendetwas hat die Frau an sich, dass Lara Angst macht. Natürlich will sie das nicht zeigen, daher guckt sie ganz ernst.
„Willkommen Missy“, sagt die Frau ernst.
Sie behält noch immer diesen bösen Blick auf Lara. Lara sagt nichts. Was soll sie schon sagen? Sie kennt die Frau ja gar nicht und irgendwie will sie sie ja auch gar nicht kennen lernen. Da kommt zum Glück ihre Mutter und meint:
„Lara, nun komm. Meine Mutter wartet. – Hallo Melinda.“
„Lydia“, kommt es von der Frau.
Da muss Lydia lächeln und meint:
„Das macht Melinda gerne. Keine Sorge. Also: Melinda, das ist meine älteste Tochter Lara. Lara das ist meine Cousine Melinda.“
„Hallo“, begrüßt Lara etwas ängstlich.
Melinda nickt nur. So gehen Mutter und Tochter weiter. Da hört sie von Alec:
„Hey und wer stellt mich vor?“
Doch Lara und ihre Mutter antworten nicht. Immer wieder guckt Lara zu Melinda, die weiterhin böse guckt. Während sie die Treppen hoch gehen, hört sie von Alec, der ihr weiterhin folgt:
„Sie mag dich nicht.“
Damit hat er vollkommen Recht. Aber sie sagt nichts. Sie weiß, wenn sie es tut, dann kommt sie hier her. Wahrscheinlich sind alle hier her gekommen, weil sie behaupten sie können mit Geistern reden. Es glaubt den ja Keiner, weil alle denken, dass es keine Geister gibt. Das hat Lara bis vor Kurzem auch noch geglaubt. Angezweifelt, aber geglaubt. Vor einer weißen Tür mit der Nummer 666 bleiben sie stehen.
„Das ist das Zimmer deiner Großmutter.“
So klopft Lydia kurz an und öffnet die Tür…
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Kommentare
stfischr schrieb am 2009-02-08 22:08:21:
Hey, jetzt ist die Geschichte mittendrin zu ende? Ich will weiter lesen ... Bitte :)
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