Leb wohl du Fremder
von
NeDo
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Nedall Zalloum
Leb wohl du Fremder
Leb wohl du Fremder
Leb wohl du Fremder
Dein Besuch war kurz aber bezaubernd
Ein Tropfen Tau… wohl zarter
Eine so leise Melodie aus der weiten Entfernung
Für Sekunden, dass wir dachten fragend:
War es doch nur eine Einbildung?
Ein unbekanntes Lied vor dem Sonnenuntergang
Ein zaubernder, geheimnisvoller Tanz der Schatten
Und neugierige fragende Gesichter um das Feuer im Wald
Und die warme Hoffnung, die wir hatten
Leb wohl du Fremder…
Schöner Traum, der uns verlässt
Eine Zukunft, die selbst zur Vergangenheit wurde
Und ein paar Tränen, die man verdrängt
***
Leb wohl du Fremder…
Dich kannten wir kaum
Und die Erinnerungen werden immer blasser
Doch war es schöner als der schönste Traum
Leb wohl, denn in unserer Nähe wirktest du immer ferner
Wie ein geheimnisvolles Wesen jenseits von Zeit und Raum
Alles mit Anfang muss mal Ende haben
So ist halt der Lauf von dem Universum
Denn das Schicksal kann man nicht verklagen
Doch nicht jedes Leben endet mit einem Martyrium
Leere und Stille hast du hinterlassen
Schmerzen, auch Pein und Qual
Unsere Augen trockneten und unsere Herzen sind zerrissen
Weil nach dir uns das Schicksal Freude und Hoffnung bestahl
***
Leb wohl du Fremder
Genieß deinen ewigen Urlaub in die Vergangenheit
Doch die Erinnerungen leuchten uns heller als jene Lichter
Die von den Göttern jener Gottheit
Und aus dir wachsen jene Schüler
Doch aus dem Stolz quellt keine Bescheidenheit
Leb wohl! Doch nach einer Weile
Muss der Lärm der Stille gehorchen
Da wirst weder Fragen haben, noch Eile
Und aus der Sonne wird Finsternis geboren
Jede Nacht und bei jedem Sonnenuntergang
Schaue ich in den Himmel und rufe: bei all den Sternen
Es sind Sehnsucht und der Drang
Dich zu beweinen, aber mit Blut und nicht mit den Tränen
Doch wenn mich die Fassung und die Geduld verlassen
Wenn mir die Lust am Leben vergeht
Wenn die Farben in meiner Scheinwelt verblassen
Und der Ruin aus mir bei jeder Morgenröte schreit:
Leb wohl, vertrauter Fremder, in deiner Fremde…
Doch so ist das Ende jedes Helden
Leb wohl alte Zeit, die Hoffnung und jene schöne Freude
Möchtest du dein lang gesuchtes Paradies finden
Aber alles mit Anfang hat ein Ende
Und erst dann möge dein unruhiger Geist endlich mal ruhen
Nedall Zalloum
13.11.2006
aus Blicke aus Parallelwelten,
Nedall zalloum, McGinley.Verlag
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