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Kategorien > Fantasy > Magic Girl

Legende

von BoeseFufu

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Prolog
Ea Pons is Spes
(Die Brücke der Hoffnung)

Es gibt ein Gleichgewicht zum Universum,
der Kampf zur Erhaltung dieses Gleichgewichtes ist der Stoff aus dem die Legenden sind.
Oder es kann nichts Gutes ohne Übel geben,
keine Liebe ohne Hass,
das Leben braucht den Tod,
die unschuldigen glauben bis zuletzt,
kein Himmel ohne die Hölle,
kein Licht ohne mich –
Ich bin Dunkelheit!

Es kann nie eine andere Morgendämmerung geben ...
(Es gibt nie einen anderen Beginn ...)

„Lange, so unendlich lange schon ...“ Flüstert eine sanfte Stimme, die man nur von Legenden her zu kennen scheint, lautlos ohne das geringste ´Bewusstsein, in eine eisige und sternenlose Nacht ...

...Es regnet, nur das gedämpfte Licht der Lampen zeichnete in die düstere Nebel verhangene Nacht die umrisse einer weiten Brücke ab. Sie wirkte bedrohlich in den leuchtend weiß aufschäumenden Wellen die von ihr zurückweichen, als würde sie der eisige Wind der von der einsamen Brücke hervorgeht vor erfurcht zerbrechen lassen wie dünne Äste. Ihr durchnässter und dunkler Steck erschein beunruhigend in dieser trügerischen Finsternis, als führe er direkt in das einen bedrohende blutrote Meer. Obgleich wie stark die Wellen gegen die mit Algen übersäten morschen Pfeiler der Brücke schlagen, die in der aufgewühlten See wie kleine Streichhölzchen wirkten war kein Ton zu hören. Nur der Regen der glitzernd vom finsteren Nachthimmel viel, wie Tränen so rein, als wollte er das Meer umschlissen es trösten über einen tiefen Schmerz hinweg, der sich wie ein Schatten über die bei Tage sonst so unverwüstliche Brücke geleckt hatte. Dort wo die gewaltigen Meeresmassen am höchsten und gefährlichsten waren, sah es von weiten so aus als stünde eine Gestallt aus purpurrotem strahlendem Licht zwischen dem unheiligen blutenden Wogen. Dieses Wesen stand mit weit ausgebreiteten weiß glänzenden Flügeln auf dem wankenden Steck, sie erweckte den Eindruck als würde sie bluten nur um sich mit dem Meer und dem Regen zu vereinen.
Bei nähren betrachten nahm man ein junges Mädchen war nicht älter als siebzehn mit langen rotbraunen gelockten Haar, das zerbrechlicher als alle Wellen wirkte die es umgaben. Das blutrote aufleuchten ihres Haares verlieh ihr eine Welt fremde Schönheit, der Wind hätte es nicht gewagt ihr das flaumweiche Haar ins bleich schimmernde Gesicht niedersinken zu lassen. Ihr dunkelblau leuchtendes Satinkleid hing nur noch in fetzen an ihrem zierlichen Körper herunter, aber selbst das verlieh ihr eine fesselnde Reinheit und Anmut. Ihr Gesicht und ihr ganzer Körper wirkten jünger als es ihre Augen annehmen ließen, allgemein wirkte ihre Erscheinung nicht menschlich, ehr wie grade erst zur Welt gekommen. Über ihren leicht weißsilberig glänzenden Leib verteilt floss ihr immer noch Körperwarmes Blut ins Meer, die sie umhüllende Kälte lies ihren ganzen Körper vor Schmerz zerreisen, doch sie tat keinen Schritt fror nicht einen Moment. Auf ihrer Stirn funkelte ein purpurroter Stern, der von einer sich bis unter das linke Auge hinziehenden Schnittwunde durchbrochen wurde. Die großen blaugrünen Augen des Mädchens ruhten über dem mit ihrem Blut gefärbten Meer, ihr Grün war so strahlend wie die Wälder in einer Mittsommernacht die von einer Reinheit des einmaligen Lebens erstrahlt war. Um so tiefer man in ihnen versang erblickte man ein dunkelblau wie es tiefer hätte nicht sein können, unfassbarer und undurchschaubarer als sei es selbst ein Ozean. Nichts war sie sah spiegelte sich in ihnen wieder, durch diesen tiefgründigen und alles sehenden Blick des Mädchens gefror so mancher Kreatur das Blut in den Adern. Kein anderes Geschöpf vermochte so einen unendlich traurigen Blick zu offenbaren wie dieses reinste aller Wesen in dieser Menschen ähnlichen Gestallt. Deren Atem unhörbar war, nur an dem glänzen ihres dünnen weißsilbern fasst durchsichtig wirkenden Halses und an den hellgrünen pulsierenden Adern die wie dünne Algen wirken erkannte man das sie lebte.
Obgleich sie sich keine Schritt bewegt war es als stünde die Zeit stiel nur um diesen Augenblick ihres Gegenwart in sich aufzunehmen. Trotzdem der alles verhüllende Nebel undurchdringlich schien erkannte man den finstern Nachthimmel sogleich, in dieser Finsternis wagte es kein Stern das Firmament zu erleuchten. Nur der goldene Mond lies seine Sichel ins Gesicht des Mädchens niederfallen, das es ihr wie Messerstiche schmerzend ins leblose und gedankenverlorene Gesicht schnitt. Langsam hörten die Wellen auf nach ihr zuschlagen, selbst der Regen brachte keinen Ton mehr hervor. Nur der Wind streichelte sanft den Körper des Mädchens entlang. Dessen Gesicht sich langsam auf den Boden richtete und unhörbar leise, ganz plötzlich ohne eine Vorwarnung, stürzend auf den von ihrem Blut beklebten Boden zusammensang. Der schmerzhafte Aufprall wurde nicht leichter, sie hatte sich nicht mit den Armen abgestützt, als hätten sich dicke Eisenketten schneidend um ihre zarten Handgelenkte gelegt, aus denen sie sich nicht aus eigener Kraft mehr befreien konnte. Ihr leises wimmern das mehr wie eine Melodie klang blieb in so manchem Ohr noch lange gefangen, gebannt von der Einzigartigkeit der weltfremden Schönheit.
Einen Moment lang blieb sie regungslos liegen, für diese Sekunde hielt sogar der Meereswind seinen eisigen Atem an. Bei ihrem Aufrichten taumelte sie ohnmächtig so das es mehr wie ein tanzen wirkte. Der Wind umschloss sie als läge es in seinen Händen sie vor einem erneuten Sturz auf den kargen nassen Boden zu bewahren. Ihre Augen richteten sich suchend und angsterfüllt auf den riesigen Mond, seine goldene Sichel lies ihren Körper qualvoll vor Schmerz erzittern. Schluchzend viel sie auf die Knie und hielt mit der rechten Hand ihre blutende Stirn. Das Gesicht in ihren langen Haaren verborgen, nur ein kleiner Teil war noch erkennbar. Dem verstörten Geschöpf lief eine silberne Träne die leicht gerötete Wange hinunter. Ihre blutverschmierte rechte Hand berührte sanft die Träne, so das ein kleine Ring zum forschein kam, der die Form eines Herzens aus Muschel hatte.

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