Leid und Strafe
von
Stefanie Kreis
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Warum? Kalt ist mir und zitternd kauerte ich am Boden. Ich schrie meinen Schmerz heraus. „Warum!“ Heiße Tränen rannen mir meine Wangen herab. Verzweifelt strich ich mein Haar nach hinten. Ich fühlte mich allein. Schluchzend beugte ich mich über meine Knie. Mein Schmerz zerriss mir mein Herz. Gequält pochte es in meiner Brust, als hätte man mein Herz aufgespießt. Ich schlug mit der Faust auf den Boden und meine salzigen Tränen benetzten ihn. Das ganze Leben hatte bis jetzt in mir tiefe Narben hinterlassen. Alte Wunden brannten in mir. In meinen Gedanken sah ich all die Menschen die ich liebte und doch mich mit Füssen getreten haben. Das Leben was ich führte war geprägt von der Angst verletzt zu werden. Kaum einen Menschen ließ ich vor bis in mein Herz. Doch meine Seele war zu naiv und idealistisch, liebte sie doch jeden. Wieso nur? Gedemütigt wie ein Hund wurde ich und beschimpft. War ich wirklich ein schlechter Mensch? Zu dumm um die Menschen zu begreifen? Zu blauäugig um sie zu begreifen wie sie wirklich waren? Irgendwann habe ich es begriffen und versuchte so gut es geht zu leben. Eine Mauer richtete ich um mein Herz auf. Mein Körper schauerte vor Kälte. Nun hatte schon wieder ein geliebter Mensch mich verletzt. Merkten sie nicht wie meine Seele jedes Mal laut schreit? Wieso? Warum konnte man nicht so kalt sein, wie man es nach außen hin zeigte? Mein Blick war verschwommen durch meine Tränen. Langsam stand ich auf und meine Beine gaben fast nach. Noch unsicher auf den Beinen schlich ich den Waldweg zurück. Der kalte Wind trocknete meine Tränen. Plötzlich legte eine Hand sich auf meine Schulter. Ich war wie elektrisiert. Erschrocken drehte ich mich um. Ein dunkel gekleideter Mann stand vor mir. Sein Gesicht konnte ich nicht erkennen, da er dem Mondlicht abgewand war. Ich spürte seinen Blick auf mir ruhen. Meine Gedanken schienen still zu stehen. Leise flüsterte er meinen Namen. Ein leichter Schauer lief meinen Rücken hinab. „Wer sind sie?“, stotterte ich. Sachte strich er mir meine Tränen aus dem Gesicht. Seine Berührung brannte wie Feuer auf meiner Haut. „Du passt nicht in diese Welt.“ „Ich wollte ich könnte diese Welt hassen.“ „Sage nicht so etwas. Komm mit mir“ Es geht nicht…“, brach es aus mir heraus, aber er verschloss meinen Mund mit seinen Lippen. In meinen Körper schien sich eine Feuersbrunst auszubreiten. In der Nähe stand eine Frau die dieses Spiel beobachtete. Mit einer Hand umfasste sie ein Medallion welches um ihren Hals hing. Die Strafe dieser Seele war der immer sich wiederholende Schmerz, die sich von einem Leben in das nächste hinzog. Auch sie war auf der Suche gewesen und spürte die Qualen die diese Frau durchlitt. Der Fluch der schon vor tausend Jahren begann hatte nun ein Ende gefunden. Sie beobachtete wie er seine Arme um die Frau legte. Ein unheimliches Geräusch durchbrach die Stille. Ein seltsames Paar gaben die beiden ab. Wie schwarz und weiß. Konnten Gegensätze zusammen sein? Selbst nach tausend Jahren hielt diese Band zwischen den beiden. Die Strafe war abgegolten. Bewundernd drehte die Frau sich um und ging. Währenddessen stand das Paar eng beieinander. „Möge deine Seele heilen mein Engel.“, sagte der Mann und beugte sich über die um sie zu küssen. Der Schatten der beiden im Mondlicht zeigte die Wahrheit. Konnte Weiß und schwarz zusammen sein?
Leiden.
Sollte man nicht honorieren das man sich dem Leben stellt?
Sollten nur ignorante Menschen leiden?
Niemand sollte leiden im Leben.
Aber solange es Menschen gibt, werden sie sich leiden lassen.
Wer weis, vielleicht quält man gerade einen Engel?
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Kommentare
K.Kreis@gmx.de schrieb am 2007-08-27 13:13:54:
Super Schwersterherz. Hast dir richtig mühe gegeben. is echt ne gut geschriebene Geschichte
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