Leseprobe #2 (Bewertungen dringend benötigt), Devi
von
Dr.Soltberg
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Leseprobe #2,
-Devils Chest-
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Langsam zog sich die unbezwingbare Vegetation des Waldes zurück und legte den Blick auf ein altes, dahinscheidendes Anwesen frei, das in tristem Grau dalag. Die vier Reisenden schlugen sich durch die letzten Äste des dichten Waldes. Ihnen voran der Wächter, gefolgt von Andrew, der neben Padre Calanborrow entlang schritt und sich angeregt unterhielt. Hinter ihnen schlängelte sich Scott geschickt den Weg entlang, den seine Vordermänner zurückließen.
Dann machten sie halt und sahen voll Ehrfurcht zu dem Hügel auf, auf dem das alte und gewaltige Anwesen erbaut worden war. Ein durchlöcherter und altersschwacher Zaun umgab den Vegetationsfreien Vorderhof, der sich um den Hügel zog.
>>Was meinst du, steht er unter Strom?<<, wollte Andrew an den Wächter gewandt wissen.
Der sah ihn nur mit hochgezogenen Augenbrauchen an und riss ein Stück des schwächlichen und verrosteten Schutzmaterials aus seiner Bestimmung.
>>Jetzt zumindest nicht mehr.<<, antwortete er vom Zaun aus an die andere gewandt.
Andrew sah gen Himmel. Wolkenmassen türmten sich in Faszination ausübenden Farbenspielen über dem Grundstück, jederzeit mit der uneingeschränkten Macht einen Blitz hinunter zu schicken um einen von ihnen zu vernichten. Andrew versuchte sich zu erinnern, wie lang er keine Gewitterwolken mehr gesehen hatte. Es mussten Ewigkeiten vergangen sein. Scott sah verängstigt zu dem altertümlichen Bau auf.
>>Ich weiß nicht Andrew. Meinst du wir müssen da rein? Dieses Haus gefällt mir nicht. Es scheint zu leben es scheint zu…<<
Der Wächter wandte sich ein weiteres Mal um und vollendete den Satz des Jungen.
>>Atmen, genau das tut es.<<, knurrte der Wächter. >>Es wartet nur auf einen unüberlegten Schritt unsererseits um uns in die Umarmung des Wahnsinns zu stoßen. Aber das wird es nicht schaffen, weil es nämlich keine unüberlegten Schritte unsererseits geben wird.<<
Der Padre sah ihn mit einer hochgezogenen Augenbraue an.
>>Ich verstehe ja, dass du dich hier mit diesen Sachen besser auskennst, aber…<<, er sprach in beschwichtigendem Ton. >>Gassier, altes Haus, ein Haus das atmet?<<
Andrew gab die Antwort noch bevor der Wächter sie beginnen konnte.
>>Padre, er hat recht. Und ja, Scott. Wir müssen da rein, komme was wolle. Es ist der Bau der mich in meinen Träumen verfolgt. Die Bastion dieses seltsamen Ungetüms.<<
Sie sahen sich missmutig an, während Andrew darüber nachdachte. Die Bastion des Ungetüms. Wohl eher die des verlockenden Geschäftsmanns. Im Vergleich zu seiner jetzigen Gesellschaft, einem mordlustigen Philosophen, einem uraltem Pastor und einem Teenager, der diese entstellte Welt noch nie von außen gesehen hatte. Was sollte er von den Erklärungen dieser Leute halten. Was hatte überhaupt ein junger New Yorker Bürger hier in diesem Alptraum zu suchen? War das Angebot des, schwarz bekleideten, Maskenträgers da nicht viel verlockender. Er musste an einem der Lieblingssätze des Padres denken.
„Führe uns nicht in Versuchung!“
Andrew musste grinsen und ihm wurde klar, dass er seine Begleiter nicht verraten würde. Zumindest noch nicht. Dann sah er zurück zu dem riesigen Wald, den sie tagelang durchquert hatten und hinter dem zweifellos die Station Acht und noch weiter dahinter die große Höllenwüste liegen musste. All diese Meilen war er dem Wächter (Gassier) nun gefolgt um sie alle in die Hände des Todes zu stoßen. Nein, das konnte er nicht. Und abgesehen davon wollte er es auch nicht.
Aber Andrew dachte noch über etwas anderes nach. Er ist nicht hier. Er ist keinesfalls so dumm, wie wir uns erhoffen. Dieses Etwas hält sich im Verborgenen und muss damit gerechnet haben, dass wir versuchen würden ihn zu finden. Vorerst nur um ihn über ihr Schicksal zu befragen (Von den verlockenden Plänen und ihren dann drohendem Schicksal hatte Andrew den anderen nicht erzählt.) Er bemerkte auch, dass er nicht der einzige war, der in Gedanken versunken dastand und die ferne Landschaft betrachtete. Der Wächter stand auch auf dem ansteigenden Hügel vor dem Zaun und sah zurück auf die endlos grünen Flächen des so fruchtbaren und doch so finsteren Waldes, den sich durchquert hatten. Er runzelte die Stirn.
Dann, auf einmal, glaubte Andrew Glocken in seinem Kopf klingen zu hören. Wenige Zeit später hörte er sie wirklich. Es ist nur die Turmuhr, dachte er sich entspannend. Auch die anderen konnten die Glocken hören, natürlich konnten sie das. Dies alles hier war real. Das war es doch, oder? Der Padre zog einen Ärmel seines zerrissenen Hemdes zurück und schaute auf seine Armbanduhr, die es nicht gab. Dann rief er mir fröhlicher Stimme.
>>Mittagspause, Jungs. Es ist angerichtet.<<
Der junge, schwarzhaarige Scott brach in munteres Gelächter aus, welches sie alle ansteckte. Alle bis auf den Wächter. Er starrte weiter in die ferne und lächelte nur matt. Dann wandte er sich endlich ab und sah sie alle an. Den braunhaarigen New Yorker Durchschnittsmenschen, aus Brooklyn, den Pastor aus einer unbedeutenden Kleinstadt Amerikas mit vollkommen weißer, jedoch dichter Haarmähne und den Jungen, der all dieses Elend hier draußen niemals zu Gesicht bekommen hat. Der Dreizehnjährige aus den Outlands. Dann war da natürlich noch er, der einsame Wächter mit den dunklen Haaren, die der Färbung von Scotts so ähnlich waren. Er war dieser Mann, der Jahrhunderte lang, wie es im vorkam, einsam durch seine eigene Welt gewandert war.
>>Was ist nun los? Sollten wir nicht langsam losziehen und dieses Haus, oder was immer es ist erreichen? So wie ich das verstanden hab, haben wir jetzt schon halb zwölf.<<
Der Padre gab die Antwort.
>>Aye aye, Sir. Nur immer voraus, ich folge ihnen.<<, dann fügte er ihn seufzendem Tonfall hinzu. >>Ich hoffe die haben den Tisch reichlich gedeckt. Ich habe einen Mordshunger.<<
>>Darauf würde ich nicht allzu viel Verwetten<<, gab Andrew munter zurück. >>Aber wir haben ja noch massig hiervon. Er hob seine Umhängetasche.
Der Padre schaute mit gekünstelt bitterer Miene. >>Nein, bitte nich noch mehr von diesem getrockneten Fleischzeug! Jedes Mal wenn ich das essen muss habe ich das Gefühl meine Zähne wollten sich an dieses harte Zeug klammern und es niemals wieder loslassen, wenn du verstehst was ich meine. Und dann kommt da noch dieses Salz dazu. Das man danach nicht sofort an Vertrocknung verstirbt ist mir auch ein Wunder.<<
Scott musste wieder sein unbekümmertes, gutes Lachen von sich geben und natürlich wusste Andrew was der Padre meinte. Sie alle wussten es, aber leider gab es kein besseres Fleisch für eine lange Reise als dieses. Als sie sich durch das kleine Loch, dass der Wächter hatte freilegen können hindurchquetschten um ins Innere des Areals vorzudringen stöhnte Padre Calanborrow, als ein bedrohliches Knacken von seinem Rücken her drang.
>>Autsch, meine verdammten Knochen. Heilige Mutter Gottes, was würde ich jez für nen gutes Whiskey geben!<<
>>Und das von einem Mann Gottes!<<, sagte Andrew belustigt mit gespielt empörter Miene.
>>Jetzt seid
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Kommentare
Demeter schrieb am 2007-08-04 15:37:54:
Also ich gebe Alucard Recht, dieser Teil ist wesentlich besser. Und die Charaktere: also meiner Meinung nach ist der Wächter gut gelungen, ebenso der Teenager(da solltest du den Unterschied zu den Älteren vielleicht noch etwas hervorheben). Aber die übrigen beiden müssten sich schon noch besser voneinander unterscheiden...
Und ein wenig mehr Augenmerk auf die Stimmung des Ganzen, dann passt es.
Du machst das schon, lass dich nicht entmutigen.
Ich würd gern auch noch einen weiteren Teil durchlesen.
Demeter
Alucard schrieb am 2007-07-30 17:11:48:
Meine erste Bitte: Hoere mit dem "Sie" auf, das kommt laecherlich. Wir sind doch alle unter uns^^
Zur story: King laesst gruessen!! Ansonsten finde ich diesen teil besser, wie den letzten. Da agieren die Figuren wenigstens und joa, is cooler zu lesen^^
Mach schoen weiter so, Gruss Raphael
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