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Kategorien > Fantasy > Horror

Licht in den Schmelzöfen!

von Andre Schuchardt

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Bewohner der Ebenen, Wälder und Berge, welche ihn legten in Ketten, ihn versenkten im See und vertrieben von all überall wo er ruhe zu finden versuchte. Sie alle sollten sterben und alle, die ihnen ähnlich waren.
Viele Anhänger hatte er seit seiner Befreiung gefunden, die meisten davon versklavt. Zahlreiche davon wurden im Zuge des 2. Lichtes getötet oder vertrieben, doch viele kehrten auch zu ihm zurück und bald baute man die Höhlen aus zu einer unterirdischen Festung in den Bergen, nun nicht mehr bloß als Heimstatt, sondern auch als Schutz vor den Bewohnern der Ebenen. Später einmal sollte sie als Werzan bekannt werden, doch wie man sie einst selber nannte, vermag man heute nicht mehr festzustellen. Und bald entsandte er seine treuesten Diener samt einer Gefolgschaft gen Osten, die dortigen Bewohner zu erobern, sollte ihm der Westen doch erst einmal verwehrt bleiben.
Und die Länder der Menschen und anderer Völker sannte er zu vernichten, doch sah er bald ein drittes mal das Licht, diesmal aber kommend von den Spitzen der Berge über sich. Es war die Zeit kurz vor Ende des Reiches von Groß-Luvaun und es sollte nun die letzte Anstrengung von diesem gegen ihn werden. Nun, so dachte er, wolle er sich aber schlauer verhalten und schickte darum seine Diener aus. Sollten diese sich doch rumschlagen mit seinen Peinigern. Doch verschwanden die Entsandten gar plötzlich und ungesehen und kehrten nimmer mehr zu ihm zurück. Man bemerkte kein Anzeichen mehr des Lebens ihrerseits, doch ebenso wenig von dem schrecklichen Licht.
„So haben sie es wohl vollbracht,“ wagte er sich bald zu freuen, „doch warum nicht, warum kehren sie nicht zurück zu mir?“
Alsbald jedoch sollte er diese Frage wieder vergessen. Schnell füllten sich die Reihen seiner Getreuen erneut mit Anwärtern. Nur ein Jahr später, schon wollte er aufbrechen mit seiner Armee gegen die Länder von Luvaun, da sah er wieder ein Licht, selbigenorts wie bereits die hunderte Tage zuvor. Wütend ward er ob seiner Angst, die er unwillentlich verspürte vor dieser Erscheinung, so schickte er denn diesmal sämtliche seiner Truppen aus. Und es geschah wieeinst zuvor. Keine Spur blieb von ihnen, nie mehr hörte man etwas von ihnen – doch das Licht verschwand ebenso.
„Was passierte ihnen?“ fragte er sich nun, „dass sie weiter fernbleiben und nicht, ja nicht zurückkehren zu mir?“
Doch ebenso wieder vergaß er auch diese Frage. Neue Anhänger scharte er um sich und ein erneutes Jahr darauf wollte er ein weiteres Mal gegen Luvaun ausziehen. Doch ein drittes Mal in den drei Jahren erschien das Licht in der Ebene in sonst finsterer Nacht. Wie er es nun bereits gewohnt war, entsandte er seine Anhänger, es zu vertreiben.
„Werden sie wieder zurückkehren zu mir?“ fragte er sich nun.
Doch diesmal ward alles anders. Das Licht verschwand nicht, nein, aber seine Anhänger schon. Bald darauf näherte sich ihm das Licht. Bar jeglichen Schutzes entsandte er jeden seiner verbliebenen Getreuen, bis er endlich ganz allein war in seiner Feste. Doch weiter näherte sich ihm das Licht. Es erreichte seine Höhlen und drang in sie ein. Angst packte ihn und schnell floh er tiefer in den Berg.
Doch wo auch immer er sich versteckte, das Licht fand ihn immer und so verließ er die Stollen und stand bald auf den Spitzen der Berge. Fast schon unbewusst zog es ihn zur wärmsten Stelle der Berge. Den größten von ihnen im Rücken habend, stellte er sich dem Licht, ein Abgrund mit Feuer gefüllt hinter sich.
„Nun bist du des Endes,“ sprach man zu ihm, „nie wieder sollst du diese Verbrechen begehen wie du sie uns angetan hast!“
Und erneut legte man ihn in Fesseln und warf ihn hinab in den brennenden Abgrund. Doch niemand bedachte, dass Hitze ihm wohl tun könnte.
Jene Tat zu vollbringen aber musste das Reich von Luvaun all seine Kräfte aufbieten. Diese sollten nun fehlen an den Grenzen des reiches und so fielen andere Völker bald ein. An allen Grenzen konnte man sie abwehren, nur im Südwesten gelang es Barga, in den nächsten Jahren Ländereien bis hoch zum Flusse Cormoda zu erobern. Der angeblich besiegte aber nistete sich zu dieser Zeit wohl fühlend in dem Berg ein, doch beschloss, diesmal länger zu warten mit seinen Plänen.
Die Jahre vergingen, doch er hielt sich bedeckt. Bald wieder wurde Barga aus dem Lande vertrieben, doch nur von dem Heiligen, der da sich Amulos nannte, und mit seinen Ruqiern die Stadt Tamilor und damit das spätere Reich von Lurruken gründete. Die vom Bewohner des Berges gen Ost gesandten herrschten dort nun über das Reich von Groß-Zardankon, doch hatte dieses ihn schon lange vergessen und war deshalb nie eine Hilfe gewesen, so kümmerte er sich nun auch nicht um deren Niedergang. Stattdessen beobachtete er das Geschehen unten in den Ebenen, wo sich Luvaun bald von Lurruken bedroht sah, das immer weiter gen Norden drang, und schließlich auch von anderen Nachbarvölkern. Der Niedergang von Luvaun war im beschlossen. Und im Berg hockte er bloß und sammelte Kräfte, derweil seine Festung unter ihm langsam zerstört wurde.
Schließlich aber solle auch für Lurruken wieder das Ende kommen. Sein letzter Herrscher Tamirús war sich aller Bedrohungen mehr als bewusst. Doch verhindern konnte er nichts. Fast tausend Jahre nach der Verbannung in den Berg erschien das 2. Feuer über der Welt. Die Welt erwärmte sich, das Meer stieg an, Küsten verschwanden, Ungezählte ertranken. Die Erwärmung war das letzte, das ihm gefehlt hatte um zu erstarken. Seine neuen Kräften war er auch sogleich bereit allen zu zeigen, die nun am Berg wohnten. Diejenigen, die er nicht fraß, machte er sich untertan und seine Festung bauten sie ihm wieder auf.
Lurruken aber war von den Fluten hart getroffen. Vieles war versunken. Andere Gebiete sagten sich von Tamilor los. Tamirús sah das eigene und das Ende seines ganzen Reiches kommen. Dem jungen durchreisenden Raréon, entsandt von Tól und Omé, gab er die letzten Reste seiner Macht mit auf den Weg, um die Sache von Tól und Omé zu unterstützen. Doch wie sich zeigen sollte, kam es dazu erst tausende Jahre später. Und oben auf seinem Berg beobachtete er Raréon, ließ sich von Tól und Omé erzählen und zog sich für die nächsten Jahre zurück, um Ruhe einkehren zu lassen.
Mit dem Niedergang von Lurruken erstarkte nun aber wieder Luvaun. Es eroberte das zurück, was Lurruken ihm einst genommen hatte. Doch damit kam es auch wieder in den Bereich, wo der einst Verbannte nun seine Herrschaft ausbreitete. Es kam zu erneuten Schrecken in den Salzwäldern, wie man es sonst nur aus Legenden kannte. Luvaun aber war lange nicht mehr das, was es einst gewesen war. Niemand vermochte sich diesem Schrecken wahrlich anzunehmen und bald vergaß man, was zu tun gewesen wäre.
Einst wollte Mavins neuer Herr von Luvaun werden, war er doch immerhin der Älteste. Doch ebenso war er ein uneheliches Kind und seine drei Brüder empörten sich ob seiner Unverfrorenheit. Es kam zum Krieg zwischen den Vieren. In diesem großen Durcheinander, das nun in Luvaun folgen sollte, was es ein

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