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Kategorien > Fantasy > Horror

Licht in den Schmelzöfen!

von Andre Schuchardt

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einfaches für jeden, der sich von Greuel ernährte, zu erblühen und zu gedeihen. Letztlich verlor Mavins, doch es sollte nie wirklich zu Einigkeit in Luvaun kommen. Knappe hundert Jahre später zerbrach es endgültig in Kleinreiche, die sich nie mehr freundlich wurden. Und der Salzwald sollte bald gar gänzlich gemieden werden von allen, denen ihr Leben lieb und teuer war.
Über tausend Jahre sollten nun noch vergehen, eh er endlich zu seiner Ruhe kommen könnte. Die Lande in welchen einst Luvaun und Lurruken herrschten, verfielen schnell und zunehmend. Immer wieder mal getraute es sich jemand, in den Salzlanden und der Luvaunsteppe ein neues Reich aufbauen zu wollen. Doch der Berg-Verbannte, das Moorwassermonster, der Schrecken des Salzwaldes – er, dessen Name man nicht kennt, hatte sich nun tief unter diesen Landen eingenistet. Immer weniger Völker lebten hier und so war es ihm letztlich ein leichtes, die heimliche Macht über alles verbliebene zu erlangen. Bald sollte es neben Werzan noch weitere seiner Festen geben, namentlich Dilouna unter den Ruinen der alten Hauptstadt Luvauns sowie Ijenreich im tiefen Westen des alten Lurruken.
Und bald sollte er bereit sein, die Welt seine Rache spüren zu lassen.


I
Der Pfeil traf das Tier direkt über dem Herzen. Tödlich getroffen stürzte es um und blieb liegen. Frigach nickte Armich anerkennend zu.
„Das reicht wohl für heute. Lasst sie uns lieber zum Lager bringen. Hilfst du uns?“ fragte Frigach an Elinna gewandt.
Zu Dritt brachten sie die Beute des Tages zurück zu den anderen.
„Passt bloß auf die Fallen auf!“ ermahnte Frigach sie noch.
„Sag das lieber unserer Kleinen, aber doch nicht mir!“ warf ihm Armich einen düsteren Blick zu.
„Dann mach deinen nächsten Schritt lieber mal nach rechts!“ erwiderte Frigach kühl und ging weiter, derweil Elinna grinste als Armich fast stolperte.
Im Lager erwartete sie bereits Gäl Hartboum.
„Endlich! Gebt her, ich bereite eines davon für das Abendessen vor“, begrüßte er sie.
„Ich helfe dir“, erwiderte Frigach und begab sich nach Gäls gegrunzter Antwort zu dem Platz, wo die Jäger in den letzten Tagen die gefangenen Tiere gehäutet und ausgenommen hatten.
Als Armich und Elinna nun alleine waren, grinste dieser sie für ihr Verständnis etwas zu anzüglich an.
„Und was machen wir beiden jetzt?“ fragte er sie lüstern.
„Elinna kommt mit mir und wird beim Kochen helfen, Armich“, sprach es und man sah Marna Sternstrahl den Ort betreten, Elinnas Mutter.
Armich grunzte, ähnlich wie Gäl zuvor, und folgte mit düsterem Gesicht den Weg, den dieser mit Frigach genommen hatte.
„Danke, aber ich kann auch auf mich selber aufpassen“, wandte sich Elinna an ihre Mutter.
„Das weiß ich“, erwiderte sie bloß und beide grinsten sich an.
Im folgenden beschäftigten sich Armich, Frigach und Gäl um die erlegten Tiere, Elinna kümmerte sich mit ihrer Mutter um die Vorbereitungen für das Essen. Acharn Goldaxt und Frigachs Frau Breiga sammelten Holz für das Feuer. Bald kamen auch Axar Flugfisch und Gäls Frau Scharta, welche im Wald Pilze und Wurzeln gesammelt hatten. Als letztes erschien Harrich, Elinnas Vater, mit weiteren erlegten Kleintieren.
Schließlich saß die Jagdgesellschaft, bestehend aus der Familie Sternstrahl, Gäl Hartboum und Scharta Eisstein, Frigach Sondunst und Breiga Wildrauch sowie Axar Flugfisch, Acharn Goldaxt und Armich Fogelschrek, gemeinsam gesammelt am Feuer.
„In ungefähr einer Woche können wir wieder zurück ins Dorf, Felle verkaufen,“ meinte Harrich während des Essens.
„Vielleicht finden wir ja auch mal wieder interessantere Aufträge“, murmelte Frigach, doch laut genug, dass alles es hörten, wie sehr ihm doch die Eintönigkeit in der Wildnis störte.
„Das wäre mal wieder was!“ entfuhr es so auch Axar.
„Und endlich wieder vernünftige Frauen!“ ergänzte Armich und hob seinen Krug kraftvoll gen Himmel.
„Armich, du bist erbärmlich,“ erwiderte Breiga.
„Aber Recht hat er wohl,“ sprach Acharn mit Seitenblicken auf die drei Paare am Feuer.
Doch die ausgelassene Stimmung wurde gestört.
„Wartet! - Was ist das?“ entfuhr es Scharta und deutete aufgeregt gen West, wohin ihr alle Blicken folgten und die Gespräche verstummten.
Und sie sahen ein Licht, weit in der Ferne, hoch von den Bergen, über die Wipfel der Bäume zu ihnen herab scheinen.
„Entweder andere Jäger, Förster, Köhler, Abenteurer, Reisende, Banditen, Verrückte – oder irgend etwas anderes“, stellte Gäl reichlich nüchtern fest und unterbrach so das erstaunte und angestrengte Schweigen.
Acharn runzelte die Stirn und sah unwohl drein blickend zum Licht.
„Nicht, dass sie noch hierher kommen. Was sie auch sein mögen, es dürfte so oder so Schwierigkeiten bedeuten“, meinte er.
„Und wenn dort jemand Hilfe bedarf?“ überlegte Marna.
„Lasst uns erstmal ruhig bleiben und abwarten“, schlug Harrich mit gewohnt bestimmtem Ton vor und letztlich wandte niemand etwas ernsthaftes dagegen ein.
Das Licht in der Ferne blieb noch die gesamte Nacht. Alle fragten sich was es war, doch niemand wagte es zu erkunden. Und schließlich schliefen sie ein.
Am nächsten Tag ging man wie gewohnt und wie zuvor seinen Aufgaben nach, da auch das Licht längst nicht mehr zu sehen war. Man überprüfte die FalProloglen und stellte neue auf, wenn sich etwas darinnen verfangen hatte; ging auf die Jagd, nahm Tiere aus und häutete sie; sammelte Erzeugnisse des Waldes und Holz für das Feuer.
Des Abends versammelte man sich ebenso wie oft zuvor um das Feuer erneut zum Abendessen.
„Noch ungefähr fünf Tage“, murmelte Frigach sehnsüchtig.
Doch Breiga schien etwas anderes zu interessieren.
„Ob das Licht heute wieder erscheint?“ fragte sie in die Runde, etwas verunsichert aber doch neugierig guckend.
„Ich glaube schon – seht doch!“ sprach Axar und deutete zu den Bergen.
Und wieder sahen sie das Licht, wieder in der Ferne, hoch von den Bergen, über die Wipfel der Bäume herab zu ihnen scheinen.
„Nun möchte ich aber langsam doch mal wissen wer oder was das da ist“, unterbrach Harrich das allgemeine Schweigen.
„Ich werde nachsehen gehen. Sie werden mich nicht bemerken. Lasst mir nur ein wenig Zeit“, sprach da Axar und erhob sich sogleich schwungvoll von seinem Platz.
„Lass uns aber wissen wenn irgend etwas ist“, erwiderte Frigach.
Der Rest sah nur still zu, wie Axar seine Sachen nahm. Einige aßen weiter, andere blickten ihn oder das Licht an. Bald war Axar in Richtung der Berge im Dickicht des Waldes verschwunden. Elinna sah noch eine Weile schweigend zum Licht.
Es sollte die ganze Nacht dort bleiben. Die meisten gingen bald schlafen, bis auf diejenigen, die Wache halten sollten. Bei Sonnenaufgang gesellte sich Elinna zu Breiga, die gerade die letzte Wache hatte.
„Er ist noch nicht zurückgekehrt?“ fragte sie die ältere Frau und setzte sich neben sie.
„Nein, aber er wird es sicher bald“, erwiderte Breiga zuversichtlich.
Doch er tat es nicht. Man gab ihm Zeit, da Axar als erfahrener Waldläufer bekannt war und es immerhin ein gewisses Stück Weg bis hoch in die Berge war. Nach

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