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Kategorien > Fantasy > Horror

Licht in den Schmelzöfen!

von Andre Schuchardt

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ihre Eltern zurück und gemeinsam am Feuer sitzen. Doch schneller als von ihr erwartet erhaschte sie die einbrechende Nacht.
Und droben sah sie das Licht, weit in der Ferne, hoch in den Bergen, durch die Kronen der Bäume schimmern.
Und sie erkannte, dass sie in die falsche Richtung lief.
Sofort wandte sie sich um, folgte dem Ruf des Lichtes, zu ihm zu kommen. Elinna stolperte voran. Das Licht flackerte mit jedem Lidschlag und ihr wurde schlecht. Das Licht schlug im Takt ihres Herzens und ihr verschwamm die Sicht. Das Licht bäumte sich auf und Elinna wurde besinnungslos.
Sie erwachte und stellte fest, dass ihr nichts fehlte. Verwundert über die Geschehnisse der Nacht richtete sie sich auf. Doch da stieß ihr Blick auf etwas im Unterholz. Taschen und sogar Waffen, wie sie die Jagdgesellschaft verwendet hatte. Sich überzeugend wessen Taschen das da waren, durchblickte sie diese und vermochte bald zu sagen, dass sie Gäl, Acharn und Scharta gehörten, zumindest diese waren also hier vorbeigekommen. Aber warum hatten sie ihre Sachen zurückgelassen? Doch es war keine Zeit für große Überlegungen, so sagte Elinna sich, und setzte alsbald ihren Weg fort. Und wieder verirrte sie sich bald, nie ein so guter Pfadfinder gewesen wie ihr Vater Harrich.
Wie es ihm und ihrer Mutter nun wohl gehen würde? Sie stellte sie sich als heldenhaft im Kampfe gegen bösartige Monstren vor, wie sie siegreich daraus hervorgingen, zu Elinna zurückkehrten und diese liebend in ihre Arme nahmen.
Doch da riss sie das Heulen eines fernen Tieres aus ihren Träumen. Es war keines der harmlosen, welche stets in die Fallen der Jäger getapst waren. Ihr zitterte und sie lauschte, von wo die Laute denn kamen. Als sie merkte, dass dies hinter ihr geschah, eilte sie sich, weiter voran zu kommen. Doch wohin sollte dieses vorne denn gerichtet sein? Sie wusste nicht, wohin sie ging oder von wo sie kam und so irrte sie, bevor ihr schließlich auffiel, in welche Richtung die Landschaft abschüssig wurde und in welche der Boden aufstieg. In Richtung der letzteren ging sie dann auch. Früher als erwartet wurde es bald dunkel. Es kam wie erwartet.
Und droben sah sie das Licht, noch in der Fernem über sich in den Bergen, kaum durch die dichten Wipfel der Bäume scheinen.
Doch endlich konnte sie sich nun nach etwas richten und ging weitere darauf zu solange sie konnte, so lange ihre Füße sie trugen, über Steine und Wurzeln und kletterte, wo Vorsprünge es verlangten, trank aus Bächen und aß die mitgebrachte Wegzehrung. Irgendwann lehnte sie sich erschöpft niederlassend an einen Baum. Sie schlief lange und erwachte erst spät am nächsten Tag.
Sich selbst verfluchend rappelte sie sich auf, versuchte fest zu stellen wo des Nachts zuvor das Licht gewesen war und hielt sofort weiter darauf zu. Unterwegs aber kam ihr der Gedanke, dass sie nun schon wirklich lange unterwegs sei. Was wäre, wenn es den anderen gut ginge, sie sich wieder gefunden hatten, heim ins Lager gegangen waren, Elinna dort nicht vor fanden und sich nun um sie Sorgen machen würden? Das wäre schrecklich, so sagte sie sich, und war hin und her gerissen zwischen weiter voran- oder wieder zurückgehen. Sie entschied sich für ersteres. Und das war gut so.
Es war später Nachmittag, als sie plötzlich und förmlich über ihre Eltern stolperte. Harrich und Marna saßen auf Steinen an einer der letzten Lichtungen des Waldes kurz vor ende ebendieses und stellten gerade aus Stöcken und Steinen behelfsmäßige Waffen her.
Marna bemerkte die nahezu blind vor sich hin gehende Elinna als erstes.
„Elinna!“ rief sie aufgeregt, sprang von ihrem Sitz auf und lief zu ihrer Tochter, sie freudig umarmend.
„Elinna?“ sprach auch Harrich und gesellte sich zu ihnen, ebenso erstaunt wie Marna.
„Aber was tust du hier? Es ist viel zu gefährlich für dich!“ schwang Marnas Freude schnell in Sorge um.
Und Elinna brach vor Erleichterung, ihre Eltern lebend wieder zu sehen, in Tränen aus.
Den Rest des Nachmittags verbrachten sie gemeinsam auf der Lichtung. Elinna erzählte, dass sie vor Sorge nicht mehr alleine im Lager hatte bleiben können und ihnen deshalb gefolgt wäre. Harrich war verärgert über ihre Leichtsinnigkeit, doch stolz auf ihre Fähigkeit sich bis hierhin alleine durchschlagen zu können. Harrich und Marna dagegen erzählten, dass sie den Weg die Hälfte des Berges hinauf gefolgt waren. Sie hatten deutliche Hinweise darauf gefunden, dass Axar, Gäl, Scharta und Acharn droben am Berg von jemanden gefangen gehalten würden. Frigach, Breiga und Armich würden gerade die Lage oben überwachen, derweil Harrich und Marna für mehr Waffen sorgen wollten. Sie rechneten mit einer deutlichen Übermacht, doch wollten sie sich des Nachts hinein schleichen und die anderen befreien.
„Elinna, wir müssen uns nun auf den Weg machen. Versprich uns diesmal wirklich hier auf uns zu warten!“ ermahnte Harrich sie, als es dunkler wurde.
Elinna war verzweifelt und flehte sie an, nicht zu gehen.
„Wir müssen aber! Wir sind bald wieder da!“ erwiderte Marna.
Sie verabschiedeten sich und waren bald in der Ferne verschwunden. Es wurde dunkel.
Und Elinna sah das Licht, nun bereits näher, herab vom Berge und durch die letzten Dickichte scheinen.
Elinna hockte sich auf den Stein, auf dem ihre Mutter zuvor gesessen hatte. Ihr fror und zitternd zog sie ihren Mantel enger um ihre Schultern. Ein Feuer konnte sie hier nicht entzünden, da man sie sonst entdecken würde, so hatten ihre Eltern ihr eingebläut. So verbrachte sie denn die Nacht dort auf dem Stein, wandte nie den Blick ab von dem Licht da oben und dachte die ganze Zeit an ihre Eltern und die anderen und daran, dass sie hoffentlich bald zurückkehren würden. Kurz vor Sonnenaufgang schlief sie erschöpft ein und erwachte es spät am Tage.
Ein Sonnenstrahl war es, der sie geweckt hatte, sich kurz Bahn brechend durch eine sonst dichte graue Wolkendecke. Augenblicklich wurde Elinna wach, da sie merkte, dass sie immer noch alleine war. Ihre Eltern waren noch nicht zurückgekehrt. Würden sie es denn je? Bedrückt an den Stein kauernd verzehrte sie, was ihr Eltern ihr an Essen da gelassen hatten. Irgendwann fingen die Wolken an, ihre Regenlast auf die hernieder fallen zu lassen. Elinna fror wieder mehr.
Nichts weiter sollte passieren bis zum Einbruch der Dunkelheit.
Und Elinna sah das Licht, noch an der selben Stelle, herab vom Berge und durch die letzten Dickichte scheinen, unbeeindruckt von allem hier unten.
Über ein Tag war also vergangen, seit ihre Eltern losgegangen waren. Bereits in der selben Nacht wollten sie zurückkehren, so hatten sie gesagt. Etwas musste geschehen sein. Länger konnte Elinna hier einfach nicht mehr warten.
Vorsichtig machte sie sich auf den Weg. Am Ende des Waldes angelangt, spähte sie hinaus und den Berg hoch, doch sah sie nichts außergewöhnliches. Also verließ sie den Schutz der Bäume langsam.
In der Dunkelheit immer wieder über Steine und Vorsprünge stolpernd, kam sie nur langsam voran. Nachdem bereits die Hälfte der Nacht, aber nur vielleicht

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