Licht und Finsternis Kap. 7-1
von
Jeiy
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(Ich musste das siebte kapitel leider in zwei Abschnitte aufteilen, weil es sonst zu lang geworden wäre. Ich hoffe, jetzt passt es etwas besser. Also, an alle, die diese Geschichte verfolgen: Viel spaß beim Lesen ^^ mfg Jeiy)
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Tihrak blieb wie erstarrt stehen. Er war keine zwanzig Meter weit gegangen und schon wurde seine Reise in den Süden auf unerwartete Art und Weise unterbrochen. Auch Arent war neben ihm zum Stillstand gekommen und blickte nun sprachlos auf das, was vor nicht allzu langer Zeit noch eine kleine Hafenstadt gewesen war.
Die beiden Dämonen standen auf dem kleinen Hügel, der nach Tihraks Empfinden noch vor wenigen Stunden den Wald mit der Kleinstadt Dilez verbunden hatte.
Doch nun war dort unten keine Stadt mehr.
Ruinen, verbrannte und verlassene Häuser, zerstörte Felder…das war dort unten! Aber keine Stadt mehr, kein Leben und auch keine Zukunft mehr.
„Was zur Hölle ist hier passiert…?“
Tihraks Stimme klang tonlos. Er war nicht etwa traurig um das Schicksal der Menschen von Dilez, nein, das war ihm relativ egal. Ihn erschreckte vielmehr die Vorstellung einer Kraft, die so zerstörerisch, so unaufhaltsam war, dass sie vor absolut nichts zurück zu schrecken schien.
„Ich habe keine Ahnung…“, Arent schüttelte fassungslos den Kopf, „Das müssen dutzende gewesen sein! Aber…ich habe absolut nichts mitbekommen. Noch nicht einmal, dass hier überhaupt irgendeine Art von Unruhe stattgefunden hat und das, obwohl ich fast nebenan war! Wie ist das möglich?“
Tihrak antwortete nicht.
Sein Blick wurde härter und immer kälter.
Arent war ganz offensichtlich mit dieser Situation leicht überfordert. Er hatte wirklich nicht den blassesten Schimmer, was hier vorgefallen sein könnte, doch in Tihrak wurde allmählich eine dunkle Erinnerung geweckt, die er eigentlich schon längst hatte vergessen wollen…
Er atmete tief durch.
Ihm blieb keine Wahl, er musste sich vergewissern. Er musste einfach wissen, ob er richtig lag, ob es wirklich dieser eine Dämon gewesen war, der dieses Chaos angerichtet hatte…
Zögernd ging er ein paar Schritte nach vorne, auf das ehemalige Dilez zu.
„Tihrak? Du hast doch nicht wirklich vor dorthin zu gehen, oder? Das bringt doch nichts! Dort unten ist nichts mehr, hörst du? Gar nichts!“
Arent kam ihm hinterher gelaufen und blickte ihn verständnislos an.
Tihrak riss seinen Blick jedoch nur für den Bruchteil einer Sekunde von Dilez los und dachte gar nicht daran stehen zu bleiben.
„Doch…es bringt etwas. Mir bringt es etwas“
Er ignorierte Arents fragenden Blick und hielt weiter auf die Ruinen der Stadt zu. Kurz vor dem Eingang der Stadt blieb er dann jedoch stehen und wartete bis Arent neben ihm aufgetaucht war. Er warf dem Feuerdämon einen kurzen auffordernden Blick zu.
„Schau überall nach ob noch irgendwo ein Mensch überlebt hat. Wenn ja, dann sag mir sofort bescheid. Lass kein Haus, keine Mauer und keinen Stein aus! Wenn hier wirklich noch jemand am Leben ist, muss ich ihn finden…“
Arent starrte ihn lange an und schien dabei mit sich selbst und seinen eigenen Gedanken zu ringen, dann jedoch nickte er langsam, fast wie in Zeitlupe.
„Irgendetwas beunruhigt dich, hab ich Recht? Irgendwas stimmt hier nicht…“, er warf einen langen Blick auf die zertrümmerte Stadtmauer.
„Na schön…Ich werde dir helfen, was das hier angeht, auch, wenn ich nicht glaube, dass irgendwer so etwas überlebt haben könnte…ich hoffe nur, dass du mir dafür dann auch erklären wirst, was das alles hier zu bedeuten hat? Lass mich nicht immer im Dunkeln stehen, ja? Das ist mein Vorschlag: Ich helfe dir und du erklärst mir dafür hinterher alles. Einverstanden?“
Tihrak nickte.
„Meinetwegen…“
„Gut. Dann suche ich jetzt den östlichen Teil dieses Friedhofes ab und du kannst dich ja im Westen etwas umschauen.“, sagte Arent schließlich.
Wieder nickte Tihrak.
Wo er suchte war ihm egal, Hauptsache, er würde irgendetwas Brauchbares finden!
„Hm, na dann noch viel Spaß bei dieser verzweifelten Suche. Zu viel Zeit sollten wir uns dafür allerdings nicht nehmen…Ich hatte nämlich nicht vorgehabt noch einen dritten Tag in dieser Umgebung zu verbringen.“
Arent seufzte und marschierte dann auf den östlichen Trümmerhaufen von Dilez zu und auch Tihrak bahnte sich seinen Weg durch die umgestürzten Häuser und Mauern.
Es war einfach unglaublich…
Tihrak wusste fast haargenau wie diese Stadt noch zuvor ausgesehen hatte. Überall waren Menschen die engen Wege und Gassen entlang geschlurft und hatten sich im Vorübergehen gegrüßt oder wieder voneinander verabschiedet. Kinder hatten auf den wenigen freien Plätzen miteinander gespielt und die Hitze des Frühlings dabei scheinbar vollkommen vergessen und nirgendwo hatte es eine Ecke gegeben, die auch nur im Entferntesten Sinne ruhig gewesen wäre.
Jetzt jedoch war alles ruhig.
Kein einziges Haus war noch unversehrt, kein Zaun stehen geblieben und kein einziger Mensch war noch auf den Straßen zu sehen. Zumindest kein lebendiger…
In jeder Richtung, in die Tihrak blickte, sah er Leichen. Sie bedeckten teilweise sogar den kompletten Boden der engen Wege, doch seltsamerweise schienen sie allesamt mit nur einem einzigen Hieb gestorben zu sein. Jeder der leblosen Körper besaß nämlich nur eine einzige Verletzung in der Form einer langen, tiefen Furche, die sich so gut wie immer in der Nähe des Herzens befand.
Ihr Tod musste in sekundenschnelle eingetreten sein. Es war die Arbeit eines Meisters. Eines Meisters im Töten.
Tihrak biss die Zähne aufeinander.
Das war sein Werk! Hundertprozentig. Er kannte einfach keinen anderen Dämon, der so effektiv töten konnte und auch er selbst wäre zu einer solchen Tat sicherlich nicht imstande.
Nicht, weil er es nicht wollte, nein…er, Tihrak, trug immerhin den Titel Todesengel und das bedeutete, dass auch er nur selten jemanden lebend zurück ließ, doch so etwas hier…
Tihrak schüttelte leicht den Kopf.
Es hatte fast schon den Anschein als wäre Dilez völlig wahllos zerstört worden und soweit war er selbst bisher noch absolut nie gegangen…
Das Auftauchen eines gigantischen Trümmerhaufens direkt vor ihm riss Tihrak dann jedoch aus seinen Gedanken und zwang ihn dazu abrupt stehen zu bleiben.
Er hatte gar nicht bemerkt, dass er direkt auf eine Sackgasse zugegangen war. Nachdenklich betrachtete er den riesigen Berg aus Steinen, der all die anderen Trümmer noch um mehrere Meter zu überragen schien.
Das musste die ehemalige Kirche der Hafenstadt gewesen sein, überlegte er. Zumindest war das der Ort an dem sich diese zuvor noch befunden hatte. Jetzt könnte man sie wohl nur noch als eine weitere Ruine in einer toten Stadt bezeichnen.
Tihrak seufzte und wollte schon wieder umdrehen, als ihm plötzlich ein Geräusch in die Ohren drang. Er verharrte in seiner Bewegung, konzentrierte sich und versuchte seine Sinne noch etwas mehr zu schärfen. Ja, ganz eindeutig, da war ein Geräusch. Ein
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Kommentare
Jeiy schrieb am 2008-04-29 16:50:14:
Vielen, vielen Dank, das freut mich!
Der zweite Teil dieses Kapitels folgt bald, wird nicht lange dauern!
Ich hoffe, du kommentierst auch weiterhin ^^
Mfg
Jeiy
kleinerzwergenaufstand@web.de schrieb am 2008-04-28 17:49:27:
also was soll ich dazu zu sagen..einfach nur geil! lol
wirklich mal wieder klasse geschriebn ! ich würde ja mehr sagen aba mir fällt nich so viel ein...
aba echt spannend gemacht supaa *thumbs up*
freu mich auf dne 2 teil des kapitels
LG, Lisa
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