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Kategorien > Autobiografie > Jugendzeit / junge Erwachsene

Lieb mich doch!

von Schnulli

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Sarah ist 15 als sie nach einem Streit mit ihrer Mutter völlig kopflos von zuhause flüchtet und Unterschlupf bei ihrem besten Freund Tony sucht. Der verbringt aber die Ferien bei Kim, Sarahs frühere Kinderliebe und so nimmt alles seinen Lauf.
Zwischen Kim und Sarah passiert viel - bis sie eines Tages schwanger ist und nicht weiß von wem.

(Kapitel aus dem 1. Drittel)

Und dann war schon Mittwoch Abend da. Ich hatte mich – so gut es eben mit meinen paar Dingen die ich dabei hatte ging, in Schale geschmissen und war an sich sehr zufrieden.
Ich hatte ein elegantes und gleichzeitig sexy Oberteil ohne Ärmel an, das oben rum in einem silbernen Reif um den Hals verlief. Es lag eng an meiner Haut und war genau richtig in der Länge, das Unterteil von meinem Bauchnabelpircing blitze noch hervor.
Dazu hatte ich blaue Jeans an die ebenfalls sehr eng waren, mich jedoch nicht als „Presswurst“ erschienen ließ. Die silbernen Kreolen in meinen Ohrlöchern wurden von Loch zu Loch kleiner, im dritten ganz oben umschlossen sie das Ohrläppchen völlig und ganz unten hatten sie fast sieben cm Durchmesser.
Meine blonden Haare fielen in Wellen auf meine Schultern und an Make-Up hatte ich nicht viel Zeit verschwendet, nur meine Wimpern getuscht, die Augen schwarz mit Kajalstift umrandet und etwas Gloss auf die Lippen.
Prüfend betrachtete ich mich im Spiegel , ja so konnte ich mich auf dieser Party sehen lassen und vielleicht hatte ich ja Glück und traf jemand netten – der nicht KIM hieß.
In Gedanken trat ich aus der Badtür und knallte fast mit Benny zusammen.
„Oh sorry ich...wow!“, stammelte Benny. „Was ist denn hier passiert – haben wir ein Modelcontest oder was? KIM!!!“, schrie er und betrachtete mich immer noch mit offenem Mund. „Was?“, schrie er aus seinem Zimmer zurück.
„Wer kommt noch mal alles? Deniz auch?“ „Ja man der kommt auch! Warum?“
„Weil ich dann Sarah vorsichtshalber mal ankette und wegschließe weil der Vogel macht noch was kaputt was er nicht kaputt machen sollte!“, erwiderte Benny und grinste mich an.
Ich verstand mal wieder rein gar nichts und zog dementsprechend eine Augenbraue hoch, machte auf dem Absatz kehrt und wollte gerade wieder ins Bad verschwinden um mich umzustylen als Benny nach meinem Arm griff. „Warum machst du das? Du hast dich für ihn so hergerichtet, wieso gehst du nicht jetzt zu ihm. Kim versteht viel mehr als du denkst und er fühlt ganz anders als wir alle denken. Kim ist so unergründlich wie du es bist!“
Er nickte mir aufmunternd zu als ich verunsichert zu ihm aufschaute. „Sarah sei doch einfach so wie du bist – verstell dich nicht für ihn. Andere würden dir alles zu Füßen legen und er macht so ein Drama weil er angst hat einmal in seinem Leben Gefühle zu zeigen. Er hat einen Tritt in den Arsch verdient. Komm.“ Er hielt meine Hand und lief mit mir in Kims Zimmer wo er und Tony letzte Handgriffe an ihre Frisur legten. Sie sahen gut aus! Ein bisschen auf Macho, aber ich sah ja auch so in etwa aus! „Was willst du mit anketten und...oh snap!“, Tony schaute zweimal von oben bis nach unten und zog ein beeindrucktes Gesicht. „Nicht schlecht Herr Specht. Ben ich glaub du hattest recht mit deiner Befürchtung in Bezug auf Sarah und Deniz.“ Kim sagte nichts, aber ich konnte in seinen Augen eine gewisse Bewunderung sehen. Innerlich freute ich mich wie ein kleiner Schneekönig, aber ich rief mir Bennys Worte zurück in den Kopf und fragte: „Wer ist denn dieser Deniz?“
„Jemand der gerne kleine Mädchen abschleppt und nicht jugendfreie Dinge mit ihnen macht – oder um es in unserer Sprache auszudrücken: Ein 19 jähriges Arschloch das gerne Jungfrauen vögelt und danach wegschmeißt wie ein Stück Dreck.“, sagte Benny in einem verächtlichem Ton. „Ich kann ihn nicht abhaben. Kim und Tony kommen ganz gut mit ihm klar aber in meinen Augen ist dem sein IQ niedriger wie die Temperatur in der Antarktis!“
>Ein tritt in den Arsch< , schoss es mir in den Kopf : „Na dann kannst du mich dem ja nachher gleich mal vorstellen. Vielleicht ist er ja ganz nett?“ Das saß. Kim fuhr herum, beherrschte sich dann aber und meinte nur: „Wir sollten mal langsam gehen – sonst gibt’s nix mehr!“

Wir brachen auf. Kim und Benny voraus, Tony und ich in einigem Abstand hinterher.
Tony war still seit wir losgegangen waren und hatte auch nicht wie sonst meine Hand ergriffen. „Bist du böse?“, fragte ich ihn besorgt. „Ach Mäuschen, ich bin nicht böse. Ich mach mir nur Sorgen. Was Benny gesagt hat ist die Wahrheit und unübertrieben. Deniz hat Charme, sieht gut aus und weiß wie er ein Mädchen rum bekommt. Ich will dir nichts vorschreiben oder so, aber gib bitte nicht jemandem das, was ein anderer bekomme sollte.“
Mehr sagte er nicht. Er ging schneller als ich und hatte bald die anderen eingeholt und ich stiefelte alleine hinter den drein her. Was wusste Tony schon. Ich konnte sehr gut auf mich aufpassen und ich würde heute Abend Spaß haben auf dieser Party, soviel stand für mich fest! Ich war genervt das Tony anscheinend ALLEN erzählt hatte das ich noch Jungfrau war, soviel zu beste Freunde und Vertrauen.

An dieser Stelle wird Kim den Verlauf des Abends beschreiben, da ich nur noch vage Erinnerungen habe. Jaja, der liebe Alkohol hat schon so manche Stellen im Gehirn ausgelöscht!

Sarah sah göttlich aus. Am liebsten hätte ich sie ununterbrochen angestarrt an diesem Abend, doch mein Stolz ließ das nicht zu. Wir kamen gegen neun Uhr abends auf der Party an und schon vor dem großen Raum schlug uns ein verräterischer Geruch entgegen. Klar – Gras! In Mengen musste es da drinnen geraucht werden und ich konnte es nicht erwarten mich in irgendeine Ecke zu schmeißen, einen Joint zurauchen und es mal wieder richtig krachen zu lassen. „Weg beamen“ haben wir damals dazu gesagt.
Sarah war etwas hinter uns geblieben und ich wartete mit den anderen auf sie vor dem Eingang. Sie fühlte sich unwohl, man sah es ihr an. Wenn ihre Augen schnell hin und her huschen hat sie Angst, muss erst die Lage absichern um ruhiger zu werden. Wenn ihr das nicht gelingt ist sie wie eine Raubkatze, immer bereit ihre Krallen auszufahren und notfalls die Flucht zu ergreifen – auf dem schnellsten Weg. An der Tür standen zwei Schränke, Arthur und Konse. Zwei Meter und bestimmt 120 Kilo pure Muskelmasse begrüßten uns und sabberten förmlich Sarah an. Ich hätte kotzen können und wollte am liebsten wieder mit ihr heim gehen, aber das ging ja nicht. Innen war es heiß und wir zogen unsere Mäntel und Jacken aus und schmissen sie auf einen Haufen anderer. Mir war als würden alle Sarah anstarren, egal ob Mädchen oder Junge. Und dann kam, als hätte man es nicht voraussehen können, Deniz angewackelt. Wer denn dieses hübsche Mädchen sei und warum er sie noch nie vorher gesehen hätte und diesen ganzen Müll und schwupp hatte er mein Mädchen im Arm neben sich auf einer alten Couch sitzen und holte ihr einen Cocktail nach dem anderen. Tony und Benny waren beide mit finsterer Miene in verschiedene Richtungen gelaufen und unterhielten sich

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Kommentare

Schnulli schrieb am 2008-10-19 14:39:00:
Hallo Eli,

unser Sohn ist schon bald 5 Jahre alt. Damals hab ich nicht die Pille genommen und Kim - ich spreche mal in seinem Namen - nein, er hat auch nicht dran gedacht.

Freut mich wenn dir unsere Geschichte bisher gefällt, das gibt ansporn den Rest auch aufzuschreiben bzw. alles in einem. =))

eli schrieb am 2008-10-03 21:13:22:
wie lange ist die story her? hast du, sarah, nun schon das kind bekommen?

kim, hast du nicht an verhütung gedacht?
sarah nimmst du nicht die pille?

bin gespannt, wie es weitergeht.

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