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Kategorien > Jugendstory > Schule/Liebe

Liebe, Wahnsinn und andere Gestalten - Buch 1 (Kap

von Anonyma

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"BUCH 1: KARA FÄNGT NEU AN"

Kapitel 1

Nervös biss sich Kara McAvoy auf ihre Unterlippe. Sie saß im Zug und hatte ihre schwarze Stoffhandtasche auf den Schoß. Mit leerem Blick starrte sie aus dem Fenster.
Sie war auf dem Weg nach Clipman Island, welche eine Insel an der Küste von Maine war. Es war ein warmer Juniabend und das Wetter war eigentlich auch perfekt.
Alles schien perfekt für einen Neuanfang. Sie ist in Seattle einfach nicht glücklich geworden. Ob es an Seattle selbst lag, oder an ihrer nervenden Mutter konnte sie nicht sagen. Sie wusste nur, dass sie weg musste. Und zwar ganz dringend. Und als ihre Mutter dann noch diesen neuen Freund bekommen hatte, den Kara auf den Tod nicht ausstehen konnte, hatte sie den Entschluss gefasst zu ihrem Vater nach Clipman Island zu ziehen.
Ihr Vater hatte darauf sehr überrascht aber nicht abgeneigt reagiert. Karas Mutter war natürlich furchtbar traurig gewesen und hatte auch geweint.
Doch Kara musste raus aus Seattle. Sie hielt es dort nicht mehr aus. Sie hatte sich dort nie wohlgefühlt. Es hatte sie schon immer zu dem Ort hingezogen, in dem sie die ersten zwei Jahre ihres Lebens verbracht hatte.
Und jetzt nach 15 Jahren würde sie wieder nach Clipman Island ziehen. Zu ihrem Vater, dessen Frau und ihrem Stiefbruder. Sie wusste schon seit längerem, dass ihr Vater wieder geheiratet hatte und dass diese Frau einen Sohn etwa in Karas Alter hatte. Vielleicht etwas jünger, vielleicht etwas älter. Kara wusste es nicht.
Das war auch die kleinste Sorge, die sie hatte. Der Schulwechsel machte ihr Angst. Die fremden Menschen machten ihr Angst. Sie hatte einfach Angst davor den Anschluss nicht zu kriegen.
Doch mit dieser Angst konnte sie besser leben, als mit ihrer hektischen Mutter und ihrem strengen neuen Freund.
Wahrscheinlich war es nur eine Trotzentscheidung gewesen, zu ihrem Vater zu ziehen. Dennoch bereute Kara es noch nicht. Bis jetzt gab es ja auch noch nicht viel zu bereuen.
Kara lehnte die Stirn gegen die kühle Fensterscheibe des Zuges und seufzte. Sie fühlte, als würde sie nach Hause fahren. Dorthin, wo sie hingehörte. Weit weg von dem Ärger, den sie in Seattle hatte. Weg von dem Ärger in der Schule mit den Lehrern, weil Kara ihnen zu abwesend war, weg von dem Ärger zu Hause mit ihrer Mutter und ihrem neuen Freund, weg von ihrer eigentlich besten Freundin, welche aber doch nur hinterhältig war und der eigentlich gar nichts an Karas Freundschaft lag.
In Seattle hielt Kara nichts. Und wenn sie ehrlich zu sich war, dann war die Zeit in Seattle nicht ihre beste Zeit, und doch hatte sie so lange ihres Lebens dort gewohnt. Es war gut, dass sie einen Schlussstrich zog und Seattle hinter sich ließ.
Vor allem der Vorfall von vor einem Jahr machte es ihr schwer weiter in Seattle zu leben…
Wieder seufzte Kara und steckte sich die Kopfhörer ins Ohr, und schaltete ihren Mp3-Player an. Mit geschlossenen Augen hörte sie ihr Lieblingslied: Rain von Guano Apes.

„Wer ist Kara?“ fragte Alyssa Mass mit vollem Mund und schaute verwundert zu Aiden McAvoy. Aiden stand hinter dem Tresen des Cafés, das seinen Eltern gehörte und trocknete einige Tassen ab. Für heute Abend musste er die Führung des Cafés übernehmen. Seine Mutter und ihre neuer Mann, Ben, waren heute Abend ins Kino in Eastport, der am nächsten gelegnen Stadt auf dem Festland. Clipman Island selbst hatte weder Kinos, noch Bars, noch sonst irgendetwas Aufregendes. Um etwas zu erleben musste man schon nach Eastport. Selbst die Highschool war in Eastport, da Clipman Island nur einen Grundschule und einen Kindergarten hatte.
„Meine Stiefschwester“ antwortete Aiden und stelle die Kaffeetasse zurück in den Schrank. „Sie zieht zu uns und wird hier ihren Highschoolabschluss machen“
Alyssa nickte nur und nahm eine weitere Kabel des hausgemachten Schokoladenkuchens in den Mund. „Und warum kommt sie hierher?“ hakte sie wieder mit vollem Mund nach.
„Wie wär’s wenn du erst Mal auskaust, bevor du mich ausfragst“ schlug Aiden vor und goss sich in seine Tasse schwarzen Tee ein.
Alyssa verzog ihr schmales Gesicht zu einer Grimasse und schluckte hinunter: „Okay. Warum kommt sie hierher?“ wiederholte sie ihre Frage.
Aiden zuckte mit den Schultern: „Ben sagte nur, sie hätte die Nase voll von Seattle“
„Sie kommt aus einer Großstadt? Und dann will sie in dieses Kaff?! Ich bin die Erste hier, die verschwinden wird, wenn sie ihren Abschluss in der Tasche hat“ rief Alyssa aus.
„Nur schade, dass das ein Jahr später sein wird, als der Rest der Clique“ Aiden zwinkerte ihr zu und lächelte fies.
Alyssa verdrehte die Augen. „Danke, dass du mich daran erinnerst“ Sie strich sich eine schwarze Haarsträhne hinter die Ohren und seufzte: „Jetzt bin ich aber wirklich satt“ Sie schob den Schokoladenverschmierten Teller von sich und Aiden legte ihn achtlos in die Spüle und schaute auf die Uhr. „Schon acht… Um neun soll ich diese Kara vom Bahnhof abholen“
Alyssa zuckte nur mit den Schultern und sagte nichts.
„Weißt du ob Ella noch mal vorbeischauen wollte?“
Wieder zuckte Alyssa mit den Schultern: „Keine Ahnung. Woher soll ich das wissen?“
Aiden zog die blonden Augenbrauen zusammen: „Weil du ihre beste Freundin bist“ meinte er, doch Alyssa zuckte nur mit den Schultern: „Na und! Du bist ihr Freund und weißt es auch nicht“ Sie stand auf und nahm ihren Rucksack vom Stuhl: „Na ja. Ich muss dann auch los“ Alyssa lehnte sich über die Theke und umarmte ihn kurz. „Wir sehen uns morgen, am letzten Ferientag. Dann beginnt für euch das letzte Jahr an der Highschool. Und für mich das Vorletzte. Ich seh das alles optimistisch“ plapperte sie weiter, während sie zu Tür ging.
Aiden lachte leise über Alyssas typisches Verhalten und winkte ihr noch hinterher, bis sie nicht mehr zu sehen war. Dann begann er den Teller abzuwaschen, den Alyssa benutzt hatte. Hoffentlich würde Ella noch vorbeischauen. Doch Aiden wusste, dass sie bis neun Uhr Tanzunterricht hatte und er müsste um neun am Bahnhof seien.
Na ja, vielleicht würde er einfach später noch mal bei ihr vorbeischauen.

Grace Mass saß am Steuer ihres neuen, himmelblauen Toyotas und trommelte mit den Fingern auf dem Lenkrad herum. Sie war bis jetzt eben – bis Ladenschluss – in Eastport gewesen und hatte Sache für die Schule eingekauft. Nun würde es schon in zwei Tagen wieder mit der Schule losgehen.
Ihr letztes Jahr. Und obwohl es noch gar nicht nötig gewesen wäre hatte Grace sich schon viele Unis herausgesucht an denen sie sich bewerben wollte. Am liebsten würde sie ja nach Yale, aber dafür bräuchte sie ein Vollstipendium und das war nur schwer zu kriegen. Und ihre Mutter konnte diese Uni unmöglich bezahlen. Denn Mrs. Mass war allein erziehend und verwitwet. Graces und Alyssas Vater war vor zwei Jahren bei einem Autounfall ums Leben gekommen und Mrs. Mass litt immer noch darunter.
Grace und Alyssa erging es da nicht anders. Auch, wenn Alyssa das nie zeigte und immer so tat, als würde sie das auf die leichte Schulter nehmen

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Kommentare

Moon Dancer schrieb am 2010-02-20 17:21:06:
hey, echt gut! ich hoffe ja sehr, dass es bald eine fortsetzung gibt=)
lg und mach weiter so
bredathil schrieb am 2010-02-20 00:52:32:
hey du, deine geschichte hört sich wirklich interessant an. eine fortsetztung würde mich freuen ;-)
lg
... schrieb am 2010-02-19 09:52:36:
bitte unbedingt weiter schreiben...freu mich schon auf den nächsten teil...:)
Nella schrieb am 2010-02-18 19:32:32:
Hallo (:
Also deine Geschichte gefällt mir bis jetzt sehr sehr gut.
Du hast einen tollen Schreibstil und man kann sich gut in die Personen hinein versetzten.
Bin sehr auf die Fortsetzung gespannt und hoffe das sie bald kommt (:
Liebe Grüße Nella.

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