Liebe allein ist zu wenig
von
Trae fer Senra
3.10.04
Er wachte auf und ging zur Schule, wie jeden Morgen. Er war bei den Jungen beliebt, er war sportlich und intelligent. Ob er bei den Mädchen beliebt war wusste er nicht, und es war ihm auch eigentlich egal. Für ihn gab es nur eine. Sie war Außenseiterin der Klasse, trotzdem gut gebaut, hübsch und klug. Klug. Ja das war sie, trotzdem nahm die Anzahl guter Noten ab. Dreien und Vieren waren keine Seltenheit mehr. Vor allem Mathe, sein Paradefach, war doch ihr große Schwäche. Sie kannten sich seit über 3 Jahren, hatten sich jedoch kaum unterhalten. Doch den Gesprächen, die stattgefunden hatten, konnte man doch gegenseitige Interesse vernehmen.
Doch er hatte eine, die eine große schwäche. Sein Stolz. Er war der Typ, der eigentlich nie etwas sagte, außer es musste sein. Er tat es auch nicht, weil es "cool" war, sondern weil er meist nichts zu sagen hatte, was andere anging. Auch Freunde hatte er, doch davon nur einen wirklich guten. Sein bester Freund war jedoch eigentlich ein Arschloch, wenn er über ihn nachdachte, aber sie kannten sich schon über 10 Jahre und das alles aufzugeben konnte sich keiner von beiden leisten. Andere Freunde waren eher "Kumpels", mit denen er sich ab und an traf, aber sofern er überhaupt über persönliche dinge redete, nur mit seinem einen freund. Eigentlich "kannte" ihn kaum einer wirklich. Er war immer in sich verschlossen, immer unzugänglich für alle anderen.
Und diese Eigenschaften standen ihm und dem Mut (eigentlich ist er Mutig, solange vorher alles bedacht ist) im weg, sie anzusprechen. Er wartete. Er wartete, bis sie ihn ansprach. Schon über 3 Jahre wartete er.
Denn sie war extrem schüchtern. So schüchtern, dass sie nie auf die Idee kämen auch nur irgendeinen Jungen dieser Welt anzusprechen, war es nicht ihr Bruder.
Der Tag endete wie jeder andere. Er ging Heim und ging abends ins Bett. Er musste an sie denken. Ob sie wohl auch an ihn dachte? Einige Zeit später schlief er ein.
Am nächsten Morgen ging er zur Schule, wie er es jeden Morgen tat. Die Zeit verstrich, bis zur Mathestunde gab es keine Vorkommnisse. Doch dann in Mathematik, da kamen ersehnte Worte über die Lippen der Lehrerin: "Könntest du ihr vielleicht ein wenig Nachhilfe in Mathe geben?" Er sage ja, äußerlich kühl, doch innen glücklich. Sehr glücklich. An diesem Nachmittag besuchte er sie, und sie rechneten und zeichneten, bis sie es verstand. Es war früh als sie die Stifte weglegten. Es waren kaum Worte gefallen, bis: "Ich wollte dir noch etwas sagen." fing sie an, und er schaute zu ihr, in die Augen. Ihre Augen waren hellblau. Er musste an den Himmel denken. Sie dagegen guckte in dunkle, geheimnisvolle Augen. Sein Blick ermutigte sie, die richtigen Worte zu fassen, und sie sprach weiter: "Ich..habe mich in dich verliebt. Nein, ich liebe dich schon, seit wir uns das erste mal sahen." Sie drehte sich verlegen weg. Es herrschte eine angenehme stille. Er war glücklich wie noch nie zuvor in seinem Leben. Man merkte es ihm zwar nicht gerade an, aber er starb fast vor glück. Langsam drehte sie sich zurück. Eine Träne lief ihr über die Wange. Als sie wieder in seine Augen sah, war es ein Moment, des den beiden nie aus dem Kopf gehen würde. Die Zeit verging und langsam bewegten sich ihre Lippen auf einander zu.
Mit einem lauten Niesen wachte er am Morgen des 4.10.04 auf. Während er sich für die Schule fertig machte, dachte er nochmals an seinen Traum, wie jeden Morgen. Er wusste das ein solcher Traum nichts zu bedeuten hatte. Er Träumte seit 3 Jahren von ihr, jede Nacht etwas ähnliches.
Wie jeden Morgen machte er sich auf den weg zur Schule.
Diese Geschichte ist wirklich war, und der erste Schritt für mich ein offener Mensch zu werden. Angemerkt sei, dass ich außer dieser Träume noch Albträume habe. Alle möglichen, doch diese wollte ich in der Geschichte nicht erwähnen. Sie wären eine Geschichte für sich. Eine wirklich traurige Geschichte.
Kommentare
Anni schrieb am 2009-05-15 17:00:49:
Find die Geschichte auch ganz gut. Wie schon erwähnt, ein bisschen zuuu genaue Beschreibung. Oder eher zu lang. Das mit dem ''öffnen'' schaffst du sicher (: Auch wenns schwer ist.
lg
Franci schrieb am 2006-05-29 17:11:09:
coole story. toll geschrieben! tut mir leid das das wirklich so läuft, aba aufgeschrieben hast du es echt toll! hoffe ich werde hier noch ein paar storys von dir finden!! lg
Mythoswolf schrieb:
Ich finde es gut, dass du auf diesem Weg versuchst, deine Probleme zu verarbeiten. Viel Glück auf deinem Weg.
a.1987@web.de schrieb:
Ich fand die Geschichte auch gut! Ich wünsch dir auch ganz viel Glück! Ich fänds schön, wenn der Junge so mutig wär sie anzusprechen. Anna
cofire@web.de schrieb:
die story an sich finde ich auch recht gut... schade ist es nur, dass du erst gegen ende der geschichte spannung einbaust, sprich das beschreiben der einzelnen charactere ist mir persönnlich etwas zu lang, da es fast über die hälfte des textes einnimmt...versuch mal inner halb der ersten paar zeilen handlung einzubauen! dafür sind deine wortwiederholungen (zum verdeutlichen zb des gefühls) echt gut und auch der schluß ist spannend!
lg fire
Fireangel schrieb:
Ich finde die Geschichte super. Was das Erzählerischen wials auch die Handlung betrifft. Ich hatte zwei jahre fast das gleiche Problem, doch habe ich es geschafft und bin nun sehr glücklich. Dir auch viel Glück, Lg
mia_ment@freenet.de schrieb:
sehr schön erzählt, solltest mehrere schritte für deine offenheit tun, viel glück,wenn dus nicht probierst wirst du nie wissen was hätte passieren können...;)
asd@dsad-de schrieb:
mögen alle seine TRÄUME wahr werden
suessesbunny456@lycos.de schrieb:
hey!
ich finde deine geschichte sehr schön....ich hoffe du nimmst dir mut und sprichst sie an,vielleicht fühlt sie genauso wie du!
akane-chan13@web.de schrieb:
die geschichte ist ganz in ordnung aber man versteht denn sinn der sache nicht
):) schrieb:
Irgendwie kenne ich das, was du beschreibst.
Aber wenn du sie so liebst dann sprech du sie doch an.
Ich wünsche dir viel glück dabei
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