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Kategorien > Fantasy > Mystery

Lost Title

von Lillium

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Die Dorfbewohner jubelten, als der große Scheiterhaufen entzündet wurde, der das Fest der Mondsichel einleitete. Es war ein alter Brauch, der jedes Jahr wiederkehrte. Es wurde viel gelacht, getrunken, getanzt. Die Menschen hatten ihren Spaß, die Musiker spielten fröhliche Musik. Mutige Burschen testeten aus, wie nah sie an das Feuer herantreten konnten, ohne sich zu verbrennen. Mädchen warteten bis sie zum Tanz aufgefordert wurden. Auch Eileen, ein junges Mädchen mit langen schwarzen Haaren saß auf einem der Strohballen, nahm allerdings wenig Notiz von dem, was rund um sie herum geschah. Schon einige Zeit hatte sie ein seltsames Gefühl in der Magengegend. Die Leute hier, Verwandte, Bekannte, Freunde, sie allen schienen so glücklich zu sein, obwohl man es in diesen gefährlichen Zeiten nicht sein sollte.
Eileen starrte in die Dunkelheit, so als ob sie etwas sehen konnte. Der Wind ließ die Bäume sanft hin und her wiegen. Das Mädchen machte sich Sorgen, denn viele Dörfer waren in dieser Gegend bereits zerstört worden, waren den so genannten Sartax zum Opfer gefallen. Eigentlich waren die Sartax einmal Menschen gewesen, allerdings wurden sie von einem Virus befallen, der sie zu willenlosen Monstern gemacht hatte und dieser Virus war das Werk von Syron, ein abtrünniger Magier, der das Reich Polarris erobern wollte, um zu herrschen. Der hohe Rat in der Hauptstadt Berzerk hatte ihn zunächst verlacht, allerdings hatte Syron bald seine Stärke gezeigt und einen grausamen, mordlustigen Simpai als seine rechte Hand vorgestellt, dessen Namen schon allerorts im Munde war, insofern die Menschen und magischen Wesen es wagten ihn überhaupt auszusprechen. Eileen hatte damit keine Probleme. Ascot, so lautete er.
„ Ascot, Ascot, Ascot“, murmelte Eileen und grinste in sich hinein. Sie seufzte, ließ ihren Blick weiter ihr Umfeld prüfen. Die Sicht wurde ihr plötzlich von einem jungen Mann verstellt.
„ Darf ich bitten?“, fragte er charmant lächelnd und streckte der völlig perplexen Eileen die Hand entgegen.
„ Ich ähm…natürlich“, Eileen grinste verlegen und folgte der Aufforderung. Ein schneller Tanz wurde aufgespielt und Barem, so lautete der Name des Jungen, wirbelte Eileen über den Tanzboden und langsam zeichnete sich auch in ihrem Gesicht Vergnügen und Glücklichkeit ab.

*******

In sicherer Entfernung beobachteten zwei in schwarz gehüllte Gestalten das Treiben.
„ Wie erbärmlich… sich wegen eines dämlichen Tages so zu freuen“, zischte die eine Gestalt, definitiv ein Mann, und plötzlich lachte er unwillkürlich.
„ Was ist so komisch?“, wollte die andere Person wissen. Ihre Stimme war rein und klar und klang weiblich, was sie auch zu sein schien.
„ Sie haben keine Ahnung, dass heute ihr Todestag ist, obwohl, es scheint als würden sie sich darauf freuen“, sprach der große Mann, er war fast zwei Köpfe größer als seine Gefährtin, die schließlich seufzte.
„ Menschen sind solche Schwächlinge, sie begreifen überhaupt nichts“, höhnte er
„ Unterschätze sie nicht, Ascot“ Der Simpai musterte seine Gefährtin durchdringend mit funkelndem Blick.
„ Menschen sind von den vielen Wesen in Polarris die einzigen, die sich wirklich über etwas freuen können, Gefühle haben und anderen ihrer Art können sie ihr Herz öffnen und wirkliche Liebe erfahren. Manchmal muss ich diese Eigenschaften wirklich missen“, Ascot schnaubte abfällig.
„ Sei froh, wäre doch lächerlich sich über andere ständig den Kopf zu zerbrechen“
„ Du verstehst das nicht“, bemerkte die Frau.
„ Ja du hast Recht, Hoya, vor allem nicht was an Gefühlen so besonders sein soll, das einzige Gefühl das ich kenne ist das Glücksgefühl, wenn ich einem kleinem Menschlein den Bauch aufschlitze“ Hoya schüttelte bedauernd den Kopf, es hatte keinen Zweck mit einem Simpai, wie Ascot einer war, über menschliche Gefühle, Mitleid oder sonstige Themen, die in diesen Bereich fielen, zu diskutieren. Die beiden beobachteten das Fest weiter, Hoya mit großem Interesse, wobei Ascot sie immer wieder mit den Worten „ Wann machen wir sie kalt?“ aus ihren Gedanken riss. Hoya strich sich einige Strähnen ihrer langen, glatten Haare aus dem Gesicht.
In der Dunkelheit sah es schwarz aus, allerdings war es in einem dunklen Lila gehalten, weil Hoya eine Nachtschattenelfe war, die sich den Abtrünnigen angeschlossen hatte. Da ihr Wesen nicht wirklich von bösartiger Natur war, aber ihre ruhige Art Ascot ein wenig bändigen konnte, hatte Syron sie ihm zugeteilt. Ascot besaß eine spezielle Ausstrahlung, die Todesängste in seinem Feind hervorriefen. Die meisten wurden vor Angst nur gelähmt und der Simpai konnte das wehrlose Opfer auf seine brutale Art umbringen, aber manche hielten dem Druck dieser Todesfurcht nicht Stand und krepierten noch bevor der Simpai irgendwie Hand an ihnen legen konnte. Allerdings war Ascot bereits in der Lage die Stärke seiner Kraft genau zu dosieren.
Hoya warf ihm einen flüchtigen Blick zu. Er war ein sehr attraktiver junger Mann, aber niemand wusste genau, warum er so eine Ausstrahlung besaß. Normalerweise waren Simpais nicht dazu in der Lage. Hoya hatte sich noch nie selbst an den blutigen Szenarien beteiligt, da sie nicht viel vom Lynchen hielt, sie beobachtete es lediglich aus der Ferne und versuchte Ascot im Auge zu behalten, der sehr leicht außer Kontrolle geraten konnte. Ein einziges Mal allerdings artete es soweit aus, dass Hoya wirklich mit gesamter Kraft Einhalt gebieten musste.
Ascot war damals in eine Art Blutrausch verfallen und hatte alles und jeden vernichtet, was ihm über den Weg gelaufen war. Ob es seine eigenen Männer waren, deren Glieder er verdrehte, war ihm gleich gewesen, Hauptsache Blut, Hauptsache Gewalt, Hauptsache Tod. Hoya hatte daraufhin ein Lied gesungen, ein Lied nur für den Simpai. Nachtschattenelfen konnten wunderbar singen, vor allem wenn der Mond hell schien. Ihre Stimmen waren rein und klar, wie das Wasser, das von einem Einhorn gereinigt wurde. Sie hatte gesungen und er hatte gelauscht, verzaubert von den melodiösen Klängen. Allerdings musste sich Hoya eingestehen, dass, als Ascot auf sie zu getreten war und sie mit seinen unnatürlichen, unheimlichen Augen fasziniert gemustert hatte, sie einen Moment seine gewaltige Kraft gespürt hatte und ihre Beine weich geworden sind. Sie hatte Dinge gesehen, die ihr den Verstand geraubt hatten, aber sie hatte sich wacker gehalten bis seine Gier nach Blut plötzlich erloschen war und sie gefahrlos aufhören konnte zu singen.
Und seit diesem Erlebnis hoffte Hoya, dass Ascot sich im Griff behalten würde und nicht wieder seinen animalischen Gelüsten freien Lauf ließ. Hinter ihnen hörte man plötzlich ein ungeduldiges Röcheln, ein Knurren. Die Sartax wollten erfahren, wann sie endlich das Dorf vernichten sollten. Im Gegensatz zu Zombies waren Sartax ein wenig intelligenter, nicht viel, aber immerhin hatten sie eine primitive Sprache entwickelt, die für Ascot nicht wirklich schwer zu erlernen gewesen war, allerdings musste man genau hinhören, da diese verseuchten

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Kommentare

TJ Omar schrieb am 2008-07-03 23:46:33:
Eine schöne Geschichte. Stell noch mehr rein. Ich werd es lesen. Ich hätte da noch eine Frage, du hast geschrieben: Ascot war damals in eine Art Blutrausch verfallen... Was meinst du mit einer Art Blutrausch? Ich meine es wäre besser wenn du geschrieben hättest: Ascot ist in einen Blutrausch verfallen... (ist nur ein Vorschlag)
Ja was soll ich noch sagen? Stell noch mehr von deiner Geschichte rein

MfG TJ Omar

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