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Kategorien > Fantasy > Schwarze Engel

Lucifers Engel

von Jeiy

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(Dies hier ist eigentlich die (nicht geplante ^^) Fortsetzung von meinem 'Engel der Nacht'. Man kann sie jedoch auch ohne diesen Vorgänger zu kennen lesen. Da eine Fortsetung eigentlich nicht vorgesehen war (wie bereits gesagt) ist diese Geschichte eher zufällig entstanden, als ich gerade eine art 'Schreibattacke' und einen überfluss an Ideen hatte ^^ Außerdem spielt diese Geschichte eher in einer moderneren Zeit, was ich auch zum ersten Mal ausprobiert habe. Mal sehen wie das ankommt! Also, lange Rede kurzer Sinn: Viel Spaß beim lesen! ^^ Mfg Jeiy)


Es regnete. Wie der ungleichmäßige Rhythmus von unzählbaren Trommeln schlugen die schweren Tropfen auf den Boden auf. Es erinnerte mich an das Geräusch duzender Herzschläge, die schneller und schneller wurden.
Kalter Wind peitschte mir ins Gesicht, der von einigen dieser nassen Herzschläge begleitet wurde.
Warum musste es an solchen Tagen nur immer regnen?
Ich senkte meinen Blick etwas und zog mir die große, schwarze Kapuze über den Kopf.
Vielleicht wusste der Himmel ja einfach, was passieren würde. Ja, vielleicht weinte er tatsächlich…er weinte Tränen, die niemanden zu interessieren schienen…
Ich ging langsam durch die breiten Straßen, die nun schon fast menschenleer waren. Die Dämmerung war schon seit Langem vorbei und keines der zahllosen Geschäfte hatte noch geöffnet.
Von irgendwoher konnte ich das Geräusch fahrender Autos ausmachen, doch es schien weit entfernt zu sein und wirkte seltsam fremd in meinen Ohren. An diese Art von Technik hatte ich mich einfach noch immer nicht wirklich gewöhnt…
Ich bog in eine Nebenstraße ein, die von dem Zentrum dieser riesigen Stadt wegführte und mich in eine neue Richtung lenkte. Wobei sie den Begriff Nebenstraße nicht wirklich verdient hatte, denn sie war genauso breit wie die vorherigen auch und ebenfalls mit himmelhohen Häusern rechts und links der Straße zugebaut.
Es war ein trostloser Anblick. Nirgendwo konnte ich auch nur einen Hauch von Natur erkennen. Es gab keine Bäume mehr, keine Sträucher und keine Wiesen. Zumindest nicht hier. Nein, denn hier war absolut alles grau in grau, trotz der vielen bunten Schaufenster, die hier überall zu sehen waren.
Dieses Triste hatte etwas Bedrückendes an sich. Die gesamte Stadt wirkte irgendwie bedrückend auf mich. Bedrückend und leblos, obwohl so viele Menschen hier lebten.
Mein Blick wanderte gedankenverloren über die verschiedensten Geschäfte. Ich sah mein eigenes, verschwommenes Spiegelbild in den riesigen Fensterscheiben. Eine junge Frau, die in einen langen, schwarzen Mantel gehüllt bedächtig die Straßen entlang schritt. Lange, tiefrote Haarsträhnen lugten unter der Kapuze hervor und leuchtend grüne Augen blickten müde und traurig zugleich in eine unbestimmte Ferne.
Ja, mein Blick war müde geworden. Müde über all die Jahre hinweg, die ich nun schon existierte und traurig über all die Jahre, die ich noch zu leben hatte.
Wie sich die Welt in dieser Zeit noch verändern würde, wollte ich im Grunde genommen gar nicht wissen. Es würde nichts Gutes mit sich bringen, dessen war ich mir sicher. Nichts Gutes für mich, für die Menschheit und auch nicht für ihn. Nein, erst recht nicht für ihn…
Ich blieb stehen, als ich an einem Kleidungsgeschäft angekommen war.
Mein Spiegelbild war hier sogar noch deutlicher zu erkennen.
Ein leichtes, freudloses Lächeln huschte über mein Gesicht als ich die großen, schneeweißen Schwingen auf meinem Rücken erblickte. Die Schwingen, die in dieser Welt niemand sehen konnte. Niemand, außer mir selbst und die Person, wegen der ich hier war und die ich sehr bald schon mit mir nehmen würde…
Ich hob meinen Kopf, als ich plötzlich das gedämpfte Geräusch von Schritten vernehmen konnte. Eine Gruppe von Jugendlichen war erschienen. Sie waren aus einer abzweigenden Straße gekommen und hielten nun genau auf mich zu.
Mir war das gleichgültig. Keiner dieser Jugendlichen interessierte mich wirklich.
„Hey, hey, hey! Na, wen haben wir denn da?“, fragte ein Junge mit kurzen, braunen Haaren als er mich erblickte, „Hast du dich etwa verirrt, meine Süße?“
Ein breites Grinsen erschien auf seinem Gesicht und der Rest der Gruppe, die aus drei weiteren Jungen bestand, stimmte ein hämisches Gelächter an.
Ich hatte noch nie verstanden, weshalb sich die Menschen in dieser Zeit nur so oft betrinken mussten…noch dazu Jugendliche, die vielleicht gerade mal neunzehn Jahre alt waren, wenn nicht sogar noch jünger…
Ich wandte mich ohne ein Wort zu verlieren von ihnen ab, doch als ich meine Reise durch die Stadtstraßen fortführen wollte, stellte sich mir der Braunhaarige in den Weg.
„Hey! Nun mal nicht so schnell, ja?“, noch immer grinste er auf diese Weise, die mich vor vielen Jahren vielleicht noch aufgeregt hätte, „Wo willst du denn hin? So ganz…alleine? Hm?“
„Ich suche nach den Abgründen der schwärzesten Seelen um sie in die bodenlose Finsternis zu ziehen…“, antwortete ich ohne zu zögern und schaute dem Jungen dabei direkt in die Augen.
Für einen kurzen Moment schien er sprachlos zu sein. Verwirrung war in seinen Gesichtszügen zu erkennen, dann jedoch brach er in lautes Lachen aus.
„Was bist du denn für eine? Verrückt, oder so?“
„Ey, ich glaub’ die is aus der Klapse abgehauen!“, mischte sich nun ein Blonder in das Gespräch ein und das Gelächter wurde noch lauter.
Ich verstand nicht wirklich, worüber sie lachten, doch es interessierte mich auch nicht sonderlich. Ich wollte einfach nur weiter gehen. Aber noch immer ließen mich die Jugendlichen nicht vorbei.
„Jetzt sei doch nicht gleich beleidigt! Wir wollen doch nur nen bisschen Spaß haben! Das willst du doch sicherlich auch, oder?“, allmählich begannen mich diese Menschen wirklich zu nerven, „Na, komm schon! Sei keine Spielverderberin!“
„Ja, genau. Komm doch einfach mit uns, dann beweisen wir dir, dass wir in unseren Herzen ganz nette Typen sind!“
Wieder lachten sie.
„Wenn ich euch begleiten würde, müsstet ihr allesamt sterben. Aber ich kann euch versichern, eure Zeit ist noch nicht gekommen“, es fiel mir nicht ganz leicht meinen ruhigen Tonfall beizubehalten. Das hatte ich nicht erwartet. Schon lange hatte mich keiner mehr auf eine solche Art und Weise gestört, „Allerdings seit ihr auf einem guten Weg eure Seelen fortzuwerfen. Macht weiter so und ich werde euch schon bald einen Besuch abstatten müssen…“
Meine Worte verfehlten jedoch komplett ihre Wirkung. Anstatt sie einzuschüchtern, hatte ich diese Gruppe von Halbstarken anscheinend nur noch mehr ermutigt.
„Einen Besuch abstatten? Oh, na also meinetwegen kannst du mich auch jetzt schon besuchen!“
„Ja, mich auch!“
Ich atmete tief durch und schloss kurzzeitig die Augen. Sie wollten es wohl einfach nicht begreifen. Scheinbar blieb mir nichts anderes übrig. Ich musste ihnen eine Lektion erteilen…
„Hey! Was tut ihr da?“
Ich zuckte leicht erschrocken zusammen. Diese Stimme…woher war sie gekommen? Sie stammte definitiv von keinem der Jugendlichen! Aber von wem dann?
Ich schaute mich um und erkannte dann in

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Kommentare

Anariel schrieb am 2008-03-03 23:20:22:
Nö, das klingt für mich überhaupt nicht paradox. Ist ja genau so.
Und gut ist es auch so. Irgendwie haben wir wohl den gelichen Faden erwischt, oder vielleicht sind ja auch unsere Musen miteinander verwandt, wer weiß.-kichert-

Ich finds langsam nur sehr, sehr witzig.

Liebe Grüße
Anariel
Jeiy schrieb am 2008-03-03 14:58:26:
Hallo Anariel (mein treuer Fan! ^^)
Ja hast recht, unsere Ideen sind wirklich ziehmlich ähnlich in letzter Zeit, wobei ich finde, dass unsere Geschichten doch immer anders sind, trotz dieser Ähnlichkeit ^^ klingt irgendwie paradox, ich weiß, aber ich finde wirklich, dass wir - trotz ähnlicher Idee - immer irgendwie anders schreiben und das ist auch gut so!! ^^
Auf jeden Fall wieder einmal danke für dein Kommentar und deine Verbesserungsvorschläge nehme ich, wie immer, dankend an! ^^
Mfg
Jeiy
Anariel schrieb am 2008-03-02 21:42:03:
Ach was ich eben vergessen habe...
Mir sprang dieser Satz ins Augen: "Der Fremde lachte daraufhin jedoch bloß leise, allerdings...."
Wenn du statt dem "jedoch bloß leise" ein "sehr leise" setzt, dann denke ich klingt der Satz harmonischer. Und "gräulichen" ist ein seltsames Wort, finde ich zumindest.

Ansonsten, schön geschrieben, sehr schön.

Lieben Gruß
Anariel


Anariel schrieb am 2008-03-02 21:36:40:
Hallo Jeiy,

Schreibrausch nenn ich das;) Kann nur kurz anhalten oder auch lang. Ich befinde mich momentan in nem langen.-grinst-

Wieder schön geschrieben, kann man sich schön vorstellen. Das ist das wichtigste an Geschichten finde ich, das man sich reindenken kann und das einem bilder im Kopf entstehen, jedenfalls bei solchen Geschichten.
Das mit der Modernen Zeit hast du gut hinbekommen.

Aber sag mal, wir haben doch hier schon wieder so ne ganz kleine Musendopplung, oder?
Also langsam wirds echt verrückt. Die spinnen, die Musen!-lacht-

Mit liebem Gruße
Anariel

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