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Kategorien > Abschied > Liebe

Luise

von Heather

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Er stand dort oben und schaute hinab. Der Himmel war dunkel und über ihm stand der Mond und schien ihm ins Gesicht. Er schaute auf das Toben des Wassers unter ihm. Es schlug peitschend gegen die riesige Felswand. Er setzte sich einen Moment hin, ließ die Beine über den Abgrund baumeln und schaute aufs offene weite Meer. Seine Gedanken streiften ab und er sah wieder ihr Bild klar und deutlich vor Augen.
„Oh Luise“, dachte er. Im Gedanken versuchte er ihr Bild zu greifen, doch es gelang ihm nicht. Eine Träne lief ihm übers Gesicht. „Denk jetzt nicht dran“, schrie er sich im Gedanken an. „Bitte nicht.“ Mit einer Hand tastete er nach einem Stein, der sich neben ihn befand und feuerte ihn aufs offene Meer.
Er stand auf, schaute wieder hinab. „Luise mein Schatz“; flüsterte er. Er dachte zum Millionsten Mal an die vergangen 2 Jahre, die er mit seiner großen und einzigen Liebe verbracht hat. Jeder einzige Augenblick lief vor seinem geistigen Auge ab. Die wunderschönen, einzigartigen Momente. Alles schien so in ungreifbarer Ferne und so unwahr. Seine Gedanken formten sich zu dem Moment der alles was er sich wünschte, Kaputt gemacht hat. Wie sie, seine Luise, die schönste Frau dieser Welt, mit Tränen in den Augen vor ihm stand. Ihn anflehte, sie zu verlassen, sie einfach zu vergessen. Sie wollte ihn nicht mehr, nie wieder. Nicht würde so werden wie es einmal war. Die ganze Gemeinsame Zeit schien wie eine Lüge in seinem Herzen verankern zu sein. Tränen liefen über sein ganzes Gesicht, wie ein eisiger Fluss. So stand er da oben, dachte an seine große Liebe und wie sinnlos das Leben für ihn jetzt doch war. Er hasste den Schmerz der jetzt in seinem Herzen war, es tat von Tag zu Tag mehr weh. Er wusste dass er sie liebte, immer lieben würde und ein Leben ohne sie war für ihn eine unendliche Qual. Er schob eine Hand in seine Hosentasche, holte das zerknitterte Foto seiner Geliebten heraus und schaute es mit tränenverschleierten Augen an. Mit einer Hand strich er über das Bild, stellte sich vor ihre Haut noch einmal spüren zu dürfen. Er sank auf die Knie, versuchte zu schreien, aber er konnte nicht. Langsam ließ er das Bild fallen und schaute zu wie es durch die Luft glitt und dann auf die Wasseroberfläche traf und dahin schwamm. „Ach Luise“ Seine Tränen mischten sich jetzt mit dem eiskalten Regen, der in diese dunkle Nacht eintauchte. Er nahm seine letzten Kräfte zusammen, stand wieder auf und trat wieder an den Abgrund. Ließ vorsichtig einen Fuß über ihn gleiten. „Es tut mir so leid“, flüsterte er leise. „Luise…. Ich werde dich immer lieben.“ Dann trat er auch mit dem zweiten Fuß über den Abgrund und fiel in eine schier endlose Dunkelheit. Das weite Meer trug seinen leblosen Körper in die Ferne und sang dabei eine leise Melodie für diesen Menschen, der die Liebe tief im Herzen trug.

Sie waren verliebt
Und fast noch Kinder.
Die Ewigkeit entfernt und doch so nah
Er trug ihr Bild
In seiner Seele
Und niemand wird verstehn,
Was dann am Meer geschah

Louise - mein Herz
Du bist so schön
Die Rosen wollen verblühn wenn sie dich sehn
Louise - mein Herz
Du musst verstehn
Nur ohne dich wird unsere Liebe währn

Die Zeit verrinnt
Die Blätter fallen
Nacht schwebt heran,
Tag ohne wiederkehr
Ein Schatten naht
Verdunkelt alle Welt
Löscht deine Schritte,
Nimmt dich mit,
Dich fort

Louise - mein Herz
Wo willst du hin?
Das Wasser trägt uns jetzt ins Morgenlicht
Louise - so kalt
Und es wird still
Umsorgt von der Unendlichkeit des Augenblicks
Er ist da

Louise - mein Herz
Vergib mir nicht
Die Welt hält an,
Will sich nicht weiter drehn
Louise - und doch
Die Schuld trifft dich
Ich ließ dich gehen,
Aber du verlässt mich nicht

Wellen über mir
Greifen nach uns voller Gier
Kein Wort, kein Weg bringt dich zurück

Louise - mein Herz
Jetzt komm zur Ruh
Mit meinen Tränen decken wir uns zu,
Ich und du

Lied: Eisblume „Louise“

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