Lunar Eclipse 2
von
Kalliope
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lächerlich machen. Er musste es jetzt tun. Also ging er Megan hinterher ins Haus. Sie machte gerade ihr Schlagzeug sauber. “Ähm...Meg, ich muss mal mit dir reden.”
“Ja, was ist denn?”
“Ich will nicht weiterhin so tun, als wüßte ich nicht, was du fühlst...ähm...für mich.”
“Oh.”, sagte sie überrascht. “Das kommt jetzt ziemlich direkt.”
“Jaa...ich weiß.”, antwortete er. “Aber hör mal...”
“Nein.”, unterbrach ihn Megan. “Ich weiß, dass du es weißt. Schon lange, weißt du.”, lächelte sie
tapfer, “Du bist kein besonders guter Schauspieler, und wo wir schon dabei sind, ich weiß auch,
dass ich mir keine Hoffnungen machen brauch...denn du liebst nun mal Lilian, nicht mich.”
“Oh.” Jetzt war Michael dran, überrascht zu sein. “Das ist ja...der Hammer.” Meg nickte hilflos.
“Aber...”, setzte er an, “Woher weißt du, dass ich...Lilian...”
“Also, das ist doch offensichtlich!”, rief Megan entrüstet. “So?”, zweifelte Michael. “Bisher wußte
ich das selbst noch nicht richtig...aber wenn du das weißt, dann hat Lilian...” Megan unterbrach ihn schon wieder: “Die? - Nein, die kriegt so was doch nicht mit. Weißt du, eigentlich ist sie von uns Beiden das Trampeltier.” Jetzt herrschte Stille. Das alles hatte sogar den sonst so ruhigen Michael umgehauen. Megan hatte die ganze Zeit gewusst, dass er von ihr wußte...und trotzdem hatte sie nichts gesagt, sondern sich weiter nach außen hin lächerlich gemacht, aber warum, wenn sie wußte, das er nichts von ihr wollte?! “Danke.”, sagte er. “Jetzt weiß ich wenigstens mal, was ich für Lilian empfinde...du hast mir sozusagen die Augen geöffnet.” Jetzt, da Megan alles wußte, war ihm das auch nicht mehr peinlich. Und schließlich war sie Lilians beste Freundin...verlegen drehte Michael seine Haarspitzen in den Fingern. “Aber...was mach ich wegen ihr? Ich glaube nicht, dass sie mich mag - so wie ich sie.”, sagte er schließlich. “Oh, Lil verachtet all die Mädchen, die ständig um dich herum sind, sich in den Vordergrund rücken und um deine Aufmerksamkeit wetteifern. Die du natürlich nur Lilian schenkst. (Hat aber bis jetzt auch noch keiner mitgekriegt.) Also, Lil würde niemals so sein wollen wie sie - und deshalb gesteht sie es sich auch nicht ein, dass sie genauso auf dich steht wie deine zahlreichen Verehrerinnen. Und erst Recht würde sie es nicht jemand anderem sagen.” Es fiel Megan durchaus nicht leicht, so objektiv mit Michael darüber zu reden, da sie doch selbst so fühlte. Doch hatte sie im Unterschied zu den anderen Mädchen unter die Oberfläche des gut aussehenden Jungen geblickt, wie sie es stets tat. Und jetzt musste sie im noch dazu helfen, ihre
beste Freundin auf ihn aufmerksam zu machen...nur Megans Stolz und die Freundschaft zu Lilian
ließ sie so handeln. Außerdem hatte sie sich schon längst daran gewöhnt, dass Michael irgendwie immer zu Lilian gehören würde, egal was passierte.
Michael kratzte sich am Kopf. “Bist du sicher? Weißt du, ich hab’s satt, dass mir immer alle
hinterherlaufen, und denken, ich wär so ein...Weiberheld. Die haben doch gar keinen Anhaltspunkt dafür, ich mein, ich hatte in den zehn Monaten, die ich hier bin noch keine Freundin, ich habe nie an irgendeiner von denen Interesse bekundet, und mir geht das einfach nur auf die Nerven.” Es war eine merkwürdige Sache, das alles einem Mädchen zu erzählen, aber Michael begriff, dass er es niemandem erzählt hatte, weil er es keinem Jungen sagen konnte. “Und außerdem”, dachte er, “habe ich hier Informationen aus erster Hand - endlich mal jemand, der mir erklären kann, wie Weiber ticken.”
“Tia.”, lächelte Meg. “Ich fühle mich geehrt. Also, zeig ihnen einfach, was Sache ist.”
“Was?”
“Du musst ihnen klarmachen, dass du was von jemand anderem willst. Wenn sie’s kapiert haben, werden sie auf der Stelle das Interesse verlieren.”
“Du meinst, ich sollte Lilian sagen...”
“Jaa, genau!”
“Aber wie...” Megan lachte. “Was, das soll ich dir auch noch sagen? Da frag ich mich doch, wer
hier was von Lilian möchte. Nee, das musst du selbst machen.” Eine peinliche Stille trat ein. “Also, ich finde, für die ganze Hilfe könntest du mich ruhig...”
“Ja, mach ich.”, lachte Michael nun ebenfalls, und sie umarmten sich.
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Kommentare
chucky schrieb am 2006-04-10 23:51:20:
mehr mehr mehr *lächz*
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