Lunar eclipse 4
von
Kalliope
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So, hier kommt endlich das vierte Kapitel ! *ganz doll freu*
4. Kapitel
Lilian verbrachte den Rest der Woche ganz gewöhnlich. Sie schlug sich mit der Schule rum und
verbrachte die Nachmittage im Jugendclub, mit Sport und mit zahlreichen Hausaufgaben für die
vielen Arbeiten, die sie jetzt, kurz vor Schuljahresende, noch schrieben. Nur einen Unterschied zu
sonst gab es: Wann immer Michaels schwarzer Schopf im Gang der Schule oder an seinem
Schließfach auftauchte - er war eine Klasse höher als Lilian - verkrümelte sie sich schnell. Sie
konnte es nicht mehr ertragen, wie er sie mied, aber sie konnte jetzt auch nicht mit ihm reden, denn schließlich war sie es, die nach diesem peinlichen Vorfall abgehauen war. Lilian wußte, sie hatte sich wie ein Idiot benommen. Was? Aber, wer konnte auch ahnen, dass sie in so eine Kitschroman-Szene geraten würden? “Was”, sagte sie zu sich selbst und schlug wütend die
Tür ihres Schließfaches zu, “Was bitte macht man in so einer Situation? Ach, wenn ich eine
Groschenroman-Heldin wär, dann wüsst ich wahrscheinlich genau wie man reagieren muss”,
knurrte sie. Michael war gerade an ihr vorbei gegangen, sie hatte ihn angesehen und er hatte sich weg gedreht. Ja, was sollte das? Wenn er sie hätte küssen wollen, warum hat er das dann nicht einfach getan? Aber war es das überhaupt? Oder hatte er vielleicht etwas ganz anderes gemeint? Lil hatte nie geglaubt, er würde irgendwas für sie empfinden, was über ihre Freundschaft hinausginge. Sie war nun mal jemand, der sich bei solchen Dingen keine Illusionen machte, um nicht verletzt zu werden. Aber was wollte er sonst? Sie wußte überhaupt nicht mehr, woran sie war.
Und zu allem übel war Megan dieser Tage besonders schlecht gelaunt und stritt sich mit Lilian
wegen jeder Kleinigkeit. Lil vermutete, dass sie immer noch sauer war wegen des Streits, den sie Mittwoch im SAM beinahe angefangen hätten. Also ging Lilian auch Meg aus dem Weg. Sie
brauchte so dringend Rat, und sie sehnte sich nach einem Gespräch mit ihrer Mutter, die zur Zeit,
wenn sie abends nach Hause kam, immer so gestresst und erschöpft wirkte.
Doch Freitag abend bekam Lilian schließlich eine Aufheiterung: Gegen halb sieben wurde sie von ihrer langjährigen Freundin Nicole angerufen: “Hallo! Ich bin im Schwimmbad, und mir ist gerade eingefallen, dass heute Konzert im Strawberry Stripes ist! Hast du Zeit? Wir könnten zusammen hin gehen, was hältst du davon?”
“Ja, warum nicht?”, freute sich Lilian. “Lass uns vorher noch was essen gehen, ja?”
“Okay! Dann holst du mich in einer halben Stunde vom Schwimmbad ab, wir gehen essen und
machen uns dann bei mir zusammen fertig!”
“Gebongt, ich freu mich!”, antwortete Lil und legte auf. Das war ja mal eine Überraschung, ein
Abend mit Nicole. Ich habe sie schon lange nicht mehr vom Schwimmen abgeholt, dachte sie. Ihre Freundin war im Schwimmverein und hatte schon erfolgreich an mehreren Wettkämpfen
teilgenommen.
Sie wählte erneut, um ihrer Mum Bescheid zu sagen, die noch nicht zu Hause war. Es ging nur die Mailbox von Amys Handy ran: “Hi, Mum! Ich geh aus mit Nicole, ich hoffe, es macht dir nichts
aus, wenn ich erst später komme. Konzert im Strawberry Stripes. Bis dann, Lil.”
Dann lief sie barfuß (sie konnte ihre Hausschuhe wieder mal nicht finden) zurück die Treppe hinauf in ihr Reich. Bei den laut aufgedrehten Papa Roachs packte Lilian den Schulkram weg, kämmte sich während dessen die langen, glatten Haare und suchte Klamotten und Make up zusammen. Sie suchte sich ein weißes Top und einen schwarz-rot karierten Mini aus und stopfte das zusammen mit ihrem Pager, dem Portmonee und den Schlüsseln in ihre Umhängetasche.
Dann fuhr Lilian pfeifend, der Ärger der Woche war vollkommen vergessen, zum Schwimmbad.
Die Trainerin wußte schon Bescheid, und ließ Lil in die Halle. Als Nicole sie entdeckte, kam sie
schnell zum Beckenrand gekrault. Sie setzte ihre Schwimmbrille ab und strahlte: “Hallo! Ich freu
mich dich zu sehen!”
“Gleichfalls”, grinste Lilian. “Ich bin gleich fertig, ja?! Gib mir fünfzehn Minuten.” Und schon
tauchte Nicole wieder unter, um ihre Bahn zu beenden.
Eine halbe Stunde später saßen die Zwei in ihrem Lieblingsimbiss am Markt, aßen Cheeseburger und tauschten Neuigkeiten aus:
“...und am Mittwoch hab ich ihn gefragt, ob wir mal zusammen ausgehen, und er hat tatsächlich ja gesagt!! Ich kann’s noch gar nicht fassen!”, berichtete Nicole happy. Alles schien wunderbar bei ihr zu laufen. “Das ist wirklich toll, ich drück dir die Daumen!”, gratulierte Lil ihrer Freundin zu deren neuem Schwarm. “Und wie sieht’s bei dir aus, ich hab so lang keinen Klatsch mehr von dir gehört!”, fragte Nicole mit dem Strohhalm in ihrer Cola herum rührend. “Na ja, also...”, zögerte Lilian. Sollte sie es Nicole erzählen? “Na los, komm schon!”, wurde Lil aufgefordert. “Also gut.”, seufzte sie und strich sich mit gewohnter Geste die Haare hinters Ohr. “Ich hab dir doch von dem Gitarristen aus meiner Band erzählt.”
“Ach ja, der Süße! Michael hieß er, nicht wahr?”, fragte ihre Freundin. “Jep. Also, ich war am Dienstag bei ihm zu Hause, und als die anderen weg waren...”
Nachdem Lilian die Geschichte erzählt hatte, fragte Nicole: “Und was willst du jetzt machen? Ich
mein, du musst doch herausbekommen, warum er sauer ist, oder?!”
“Also weißt du auch nicht, was ich falsch gemacht hab?”, fragte Lil verzweifelt. “Na ja, wenn er
dich hätte küssen wollen, warum hat er’s dann nicht gemacht?” Nicole runzelte die Stirn. “Weißt
du, vielleicht hatte er Zweifel, weil er dachte, er müsste das jetzt tun, aber eigentlich gar nicht
wollte?” Lilian seufzte und legte ihren Kopf auf den Tisch. “Ach, ich weiß doch auch nicht. Wieso
muss das so kompliziert sein?”
“Keine Ahnung. aber ich hätte wahrscheinlich genauso reagiert. Vielleicht versuchst du, über
jemand Anderen etwas raus zu bekommen! Das funktioniert meistens!”
“Meinst du?”, fragte Lilian unsicher. “Na klar! Du musst einfach offen sein, bei mir hat es ja auch
geklappt!”
“Mhm, ich weiß nich.” Nicole warf einen Blick auf ihre Armbanduhr. “Uups, schon drei viertel
Acht! Wir müssen los!”, rief sie und unterbrach damit das Gespräch. Schnell bezahlten die Zwei
und fuhren mit ihren Fahrrädern zu Nicole nach Hause. Von dort, umgezogen (Lilian hatte einfach
das Oberteil gewechselt und den Rock über ihre helle Jeans gezogen), wurden sie von Nicoles Mum mit dem Auto zum Club gefahren. Die Vorband spielte schon, als sie eintraten, deshalb war es schon dunkel und laut.
Nachdem sie schon etwa eine Stunde der Band zugehört hatten standen Nicole und Lilian nach Getränken an der Bar an, die an einer Seite des großen Raumes auf einem Podest, in der Nähe der Sitzmöglichkeiten, aufgebaut war. In einer unbeleuchteten Ecke, ebenfalls erhöht, standen ein paar bequeme Sessel, in denen vier Jungs, ungefähr in Lils und Nicoles Alter, saßen und im Takt mit der Musik mit wippten. Darunter Ty und Simon, ihr Kumpel Kevin und - Michael. “Hey, weißt du was,
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Kommentare
hey schrieb am 2006-08-01 20:56:22:
aah super^^ das freut mich :) wirklich :)
Kalliope schrieb am 2006-07-22 11:36:16:
Ich habe weitergeschrieben!! Ist das nicht toll? Allerdings handelt es sich bis jetzt nur um 3 Dialoge und 2 Monologe, ohne Rahmen (Ort/Zeit usw.). Ist aber auch wichtig, denn einer meiner Gründe, warum ich aufgehört hatte, war, dass die Geschichte zu oberflächlich, unpersönlich und unoriginell geworden ist, wenn ihr versteht, was ich meine. Es geht mir um die Beziehungen zwischen verschiedenen Menschen, weniger um spannende Dinge, die passieren (Denn in welchem Leben ist das schon so?) und dafür sind Reflektionen, Gedankengänge usw. nötig. Die Story wickelte sich viel zu schnell ab, die Figuren hatten keine Zeit, eine Pause zu machen, die ihren Gedanken gewidmet ist. Die Geschichte hat eine richtige Eigendynanmik entwickelt, die aber nicht gut ist. Das will ich jetzt ändern und tiefgründiger werden. Schließlich brauche ich nicht weiter zu schreiben, wenn es keine Konflikte gibt, sondern alles wie am Schnürchen läuft. Lilian und Michael sind zu perfekt für einander geworden.
Kalli schrieb am 2006-07-10 11:38:28:
Hey hey! Ich stecke in einer Krise - Fortsetzung nicht absehbar!
hey schrieb am 2006-07-09 10:46:42:
hey!
freu mich schon auf die fortsetzung und hoffe sie kommt bald :)
Kalliope schrieb am 2006-05-31 09:50:40:
Die Fortsetzung wird jetzt dauern...möglicherweise sogar sehr lange, denn ich komme nicht mehr weiter, also wundert euch nicht.
Kalliope
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