Lunar eclipse 4
von
Kalliope
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Michael? Das Mädchen da drüben an der Bar sieht genauso aus, wie die, von der du mir erzählt hast.”, stellte Kev plötzlich fest. In dem Augenblick drehte sich Lilian um, die Augen auf die Gläser in ihren Händen gerichtet. Michael, der durch Kevin aufmerksam geworden war, schluckte. “Das ist sie auch, Mann!”, sagte er überrascht und sank tiefer in seinen Sessel. Ihr Gespräch wurde von der Band auf der Bühne übertönt, deren Sänger das Mikrofon in der Hand hatte und sagte: “Also Leute, jetzt wirds kuschelig. Ich seh schon einige Pärchen...lasst euch überraschen.” Das war die Premiere für einen neuen Lovesong, und schon war die Tanzfläche voll mit Pärchen. “Ich hab da eine Idee.”, meldete Kev, der Michaels Reaktion auf die Sichtung seiner Sängerin beobachtet hatte, auf einmal. Er sprang auf und schleifte Michael beherzt zur Tanzfläche, an der Lil gerade mit ihrem Drink vorbei ging. “Was...was machst du da?”, protestierte Michael. Aber es war schon zu spät, Lilian hatte seine Stimme gehört und sich umgedreht. “Hallo, Süße, ich glaube du hast was zu klären mit diesem Feigling hier.”, sagte Kevin zu ihr und haute schnell wieder ab, bevor Michael auf ihn losgehen konnte. “Hi!”, sagte dieser notgedrungen. “Ähm...hallo.”, antwortete Lilian geschockt. In diesem Moment kam Nicole dazu, wechselte einen Blick zwischen den Beiden und begriff. Sie nahm Lilian die Gläser ab, kicherte: “Der ist ja wirklich süß.”, und schob ihre Freundin mit den Worten: “Vermaßle es nicht!” auf die Tanzfläche. Als alle weg waren sahen sich die Beiden an. Michael atmete tief durch. “Also, das neulich tut mir Leid.” Lilian war überrascht. “Aber warum bist du mir dann ausgewichen?”
“Du bist abgehaun, oder?! Ich wusste einfach nicht, was ich falsch gemacht hab!”
“Ähem” machte Lilian ungläubig. “Was sollte das denn? Wir fallen runter, und dann stellst du mir
diese seltsame, halbe Frage. Ich will ja nicht so tun, als ob ich nicht wüsste, was du gemeint hast, aber das war...” Und jetzt begriff Michael endlich was er falsch gemacht hatte, und warum Lilian so schnell verschwunden war. Kein noch so schüchterner Junge konnte einem Mädchen solch eine Frage stellen! Sie hatte einfach so reagieren müssen! Er wusste doch, wie es ging! Und als es ihm unglaublicherweise aufgegangen war, da musste er lächeln über seine eigene Dummheit. Und als er sie küsste, rasch und stürmisch, von seinen Gefühlen überwältigt, da lächelte Michael immer noch, vollkommen glücklich für den Moment.
Na also, jetzt hat ers endlich begriffen! Dachte Lilian gleichermaßen glücklich, während sie eng umschlungen auf der Tanzfläche standen. Nach ein paar Minuten, oder vielleicht auch Stunden, so kam es ihr vor, lösten sie sich von einander und Lilian lachte verblüfft. “Was?” fragte Michael sie lächelnd. “Na ja - es dreht sich irgendwie alles!”
Lilian konnte ihr Glück kaum fassen. Selbst als einige Minuten später ihr Handy piepte und ihr
sagte, sie müsse nach Hause um bei den Nachbarn Baby zu sitten nahm sie das nur als unwirklichen Schleier war. Erst als sie im Wohnzimmer der Martens saß, wurde sie sich bewusst, dass sie nicht mehr auf dem Konzert war, sich von Nicole und Michael hatte verabschieden müssen und dass er jetzt vielleicht sauer oder traurig war. Aber nichts destotrotz - sie hatte versprochen, immer erreichbar zu sein und in die Bresche zu springen, wenn immer es ein Problem gab. Und das hier war ein echter Notfall, wie ihr Frau Martens versicherte, die durch die Wohnung eilte und hastig Sachen zusammensuchte. Sie rief ihr abgehackte und unglaublich klingende Sätze von wegen ‘Neffe im Gefängnis’, ‘Schwester im Urlaub’ und ‘Prügelei’ und ‘unschuldig’ zu, wäherend ihr Mann in den Garten lief um das Auto vor zu fahren. Dann war Lil allein mit dem dreijährigen Jungen.
Sie sang ihm leise und vor Freude widerhallend Kinderlieder vor, sie gab ihm seine Trinkflasche und wartete, bis Cody einschlief.
Gegen elf machte Lilian sich es schließlich auf dem Sofa bequem und schaltete den Fernseher ein. In dem Moment klingelte ihr Handy. Lil bekam fast einen Herzinfakt als sie es hörte.
Mit klopfenden Herzen sah sie auf das Display. Michael. Zitternd nahm sie ab.
“Ähm...hi! Ich konnte mich gar nicht mehr richtig verabschieden, so schnell warst du weg.” Lilian
lächelte. “Woher weißt du, dass ich noch auf bin? Du hättest mich jetzt genauso gut wecken
können.” Michael grinste. “Na dann hätte ich dich eben geweckt. Du willst mir doch nicht etwa
sagen, dass du nicht mit deinem neuen Freund sprechen willst, oder?!”
“Da bin ich mir nicht so sicher!” antwortete Lilian gespielt, in Wirklichkeit jedoch so erleichtert und
glücklich, dass Michael jetzt alles für selbstverständlich hielt, wie sie gar nicht in Worte fassen
konnte. “Also, ich überhör das jetzt einfach. Wie ist das Babysitting? Wenn er dich nervt, komm ich
sofort hin und erzähl ihm mal was!”
“Nicht nötig.” sagte Lilian gerührt. “Cody war heut ganz ruhig. Er schläft jetzt.”
“Na, wenn das so ist, dann kann ich ja jetzt hinkommen.”
Das machte Lilian jetzt aber sauer. “Oh, du machst dich über mich lustig! Nichts da! Weißt du, du
bist genauso wie er. Kaum war seine Mum zur Tür raus, meinte er, er müsse die Küche ausräumen und den Spinat vom Abendessen an die Wände schmieren!”
“Pah, so was würde ich niemals tun! Ich hasse nämlich Spinat! Aber dafür würde ich dich morgen
früh abholen, damit wir schleunigst was zusammen unternehmen können.” antwortete Michael.
“Dann sei morgen um neun an meiner Tür, dann lass ich dich vielleicht rein.” versprach Lilian
wage. “Das hoffe ich doch. Dann musst du aber jetzt schlafen gehen, ich will nämlich nichts mit einer müden Lilian machen!”
“Na, warts ab!” rief Lilian und legte auf. Doch gleich rief er wieder an.
“Träum von mir!”
“Wird gemacht!”
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Kommentare
hey schrieb am 2006-08-01 20:56:22:
aah super^^ das freut mich :) wirklich :)
Kalliope schrieb am 2006-07-22 11:36:16:
Ich habe weitergeschrieben!! Ist das nicht toll? Allerdings handelt es sich bis jetzt nur um 3 Dialoge und 2 Monologe, ohne Rahmen (Ort/Zeit usw.). Ist aber auch wichtig, denn einer meiner Gründe, warum ich aufgehört hatte, war, dass die Geschichte zu oberflächlich, unpersönlich und unoriginell geworden ist, wenn ihr versteht, was ich meine. Es geht mir um die Beziehungen zwischen verschiedenen Menschen, weniger um spannende Dinge, die passieren (Denn in welchem Leben ist das schon so?) und dafür sind Reflektionen, Gedankengänge usw. nötig. Die Story wickelte sich viel zu schnell ab, die Figuren hatten keine Zeit, eine Pause zu machen, die ihren Gedanken gewidmet ist. Die Geschichte hat eine richtige Eigendynanmik entwickelt, die aber nicht gut ist. Das will ich jetzt ändern und tiefgründiger werden. Schließlich brauche ich nicht weiter zu schreiben, wenn es keine Konflikte gibt, sondern alles wie am Schnürchen läuft. Lilian und Michael sind zu perfekt für einander geworden.
Kalli schrieb am 2006-07-10 11:38:28:
Hey hey! Ich stecke in einer Krise - Fortsetzung nicht absehbar!
hey schrieb am 2006-07-09 10:46:42:
hey!
freu mich schon auf die fortsetzung und hoffe sie kommt bald :)
Kalliope schrieb am 2006-05-31 09:50:40:
Die Fortsetzung wird jetzt dauern...möglicherweise sogar sehr lange, denn ich komme nicht mehr weiter, also wundert euch nicht.
Kalliope
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