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Kategorien > Fabeln & Märchen > Moderne Märchen

Märchen einmal anders!

von happymelon

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Märchen einmal anders!

Wenn man das erste Wurmloch rechts nach der Milchstraße nimmt, kommt man in die Galaxie XY9ZB4, eine wirklich schöne Galaxie. Sie besteht aus zwei kleinen Sonnen, vier Zwillingsplaneten und drei weiteren Planeten, die unserem Mars sehr ähnlich sind. Versteckt in der hintersten Ecke dieser Galaxie gibt es einen Planeten, der fast genauso aussieht wie die Erde. Der einzige Unterschied ist, dass dieser Planet kleiner ist als die Erde. Auch die Lebensformen unterscheiden sich kein bisschen von den unseren. Auf diesem Planeten gab es ein Königreich, wo sich die folgende Geschichte ereignet hat.
Dieses Land war nicht sehr groß, aber es war etwas ganz Besonderes. Was es so außergewöhnlich machte, war ein ganz besonderes Getränk und zwar der berüchtigte Bangalacktischerdonnergurgler.
Der König dieses Reiches hatte eine Tochter, diese hatte jedoch noch nie jemand gesehen. Die Untertanen munkelten, dass die Prinzessin so schön wäre, dass jeder auf der Stelle sterben würde, der sie sähe. Am 18. Geburtstag der Prinzessin gab der König bekannt, dass der Junge, der seiner Tochter das schönste und wertvollste Geschenk machte, sie heiraten dürfte. Es kamen viele junge Männer, aber keiner hatte ein angemessenes Geschenk. Der König war schon ganz verzweifelt, weil es nur noch drei Burschen gab und er die Hoffnung schon vor Stunden verloren hatte. Der König ließ auch sie in den Saal rufen und befahl ihnen sich vorzustellen und ihre Geschenke herzuzeigen.
Der erste, Sohn eines Dichters, sagte:
„Ich schenke der Prinzessin das Wertvollste, das ich besitze und das ist ein Gedichtband mit 100 Gedichten über ihre Schönheit und Tugend.“
Der König war beeindruckt von der Idee, aber Bücher konnte er sich von den zwölf Dichtern in seinem Kerker holen, die für ihn schreiben mussten bis sie alles Wissen des Universums 500000 Mal aufgeschrieben hatten.
Der zweite Bursch stellte sich vor und sagte:
„Ich schenke der Prinzessin mein schönstes Schwein, um ihr zu zeigen wie viel sie mir bedeutet und welcher Schönheit sie gleicht.“
Der König war entsetzt, er konnte nicht zulassen, dass ein Anderer als er so eine gute Idee hatte, also ließ er den Burschen köpfen.
Der dritte junge Mann kam und stellte sich vor:
„Ich bin der Sohn eines Herzogs und mein Geschenk an die Prinzessin ist meine Anwesenheit und die Erlaubnis sich an meiner Schönheit zu weiden.“
Von soviel Selbstgefälligkeit war der König begeistert, also schickte er den Burschen ins Exil, damit er dort etwas lernte.
Nun war das der letzte Bursch, und der König wurde sehr traurig. In jener Nacht hatte der König einen Traum, welcher ihm einen Weg zeigte um den perfekten Sohn für seine Tochter zu finden. Gleich beim Frühstück erzählte der König seinem Berater über seinen Plan. Dieser machte sich sofort auf, um einen geeigneten Kandidaten zu finden. Beim Tischler, wo er die Schulden der letzten Pokerpartie eintreiben wollte, sah er dessen Sohn und nahm ihn als ersten Probanten gleich mit.
Als der Junge vor dem König stand, sagte dieser:
„Schafft ihr ein gutes Glas, so wollen wir Euch loben! Wenn ihr damit binnen zehn Minuten fertig seid, sollt ihr meine Tochter noch am selben Tag heiraten!“
Nun war es so, dass „ein gutes Glas“ umgangssprachlich 2ml Bangalacktischerdonnergurgler entsprachen. Dieses Getränk zu trinken hatten bis dahin nur zehn Menschen überlebt. Sie waren jedoch seit dessen Genuss im Irrenhaus. Die Zusammensetzung des Bangalacktischendonnergurgler war einfach: Benzin, konzentrierte Essigsäure, Zitronenextrakt, schwarzer Pfeffer, ein paar alte getragene Socken und ein Schuss Olivenöl. Durch Zufall hatte der Koch den Schuss Olivenöl vergessen und so überlebte der Tischlersohn das „gute Glas“ ohne Schäden. Der König war hoch erfreut über das Ergebnis und ließ sofort seine Tochter für die Hochzeit holen. Als der Sohn seiner zukünftigen Frau zum ersten Mal gegenüberstand, wurde er vor Schreck ganz bleich. Er hatte noch nie eine solche Schönheit gesehen. Ihre verstrubbelten Dreadlocks, die runde, haarige Warze neben einer viel zu groß geratenen eckigen Nase und der wuschlige Schnauzer, der ihre hervorstehenden fauligen Vorderzähne nur schlecht verdecken konnte. Der Junge hatte solche Angst vor so viel Glück zu sterben, dass er davonlief und sich später aus Reue vor das nächste Schiff warf. Die Prinzessin wurde wieder in den Turm gesperrt, da niemand es wagte sie auch nur anzusehen. Und wenn sie nicht gestorben ist, dann wartet sie noch heute auf jemanden, der ihre bezaubernde Schönheit verkraftet.

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Kommentare

;-)) schrieb am 2009-02-16 09:16:29:
eindeutig ein Douglas Adams fan! bin begeistert!
lkln schrieb am 2009-02-11 14:26:44:
Ganz gut, dass Märchen. Nicht schlecht muss man dazu schon sagen.
Rahel.kaussen@gmx.de schrieb am 2008-05-27 16:14:45:
echt klasse so etwas habe ich noch nicht gelesen wer hat das geschrieben? und wie ist man bloß darauf gekommen? schon die idee is supper ich weiß nicht was die für einen geschmack haben die das doof finden echt toll
drogenspasst schrieb am 2008-04-30 11:17:58:
Du bist soooooooo ein waches kind!!!
zoey schrieb am 2007-10-25 00:12:25:
schöön!! ein solch wundersames märchen hab ich mein lebtag noch nich gelesen!!
hihihiii...bin begeistert!!
warte auf das , was noch kommen mag!!
lg Z.
singvogel schrieb am 2007-10-18 18:22:11:
Es ist ein guter Einfall ist aber nicht modern genug
masselzoff schrieb am 2007-02-13 12:40:32:
es gibt besseres
happymelon schrieb am 2006-05-11 18:32:20:
Danke! freut mich das es dir gefallen hatt! es wird bald mal was neues kommen, versprochen!
LynxX schrieb am 2006-05-10 16:15:12:
Definitiv mal anders! Bin begeistert. Weiter so!

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