Manchmal kommt es wieder
von
Dr.Soltberg
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Manchmal kommt es wieder
Ralf erwachte in tiefster Nacht. Er benötigte einen gewissen Zeitraum um zu realisieren was ihn geweckt hatte. Ein Schrei aus dem Kinderzimmer. Er blickte zu Sharon hinüber.
Sie murmelte ihm etwas, mit der Bedeutung, dass sie zu müde sei, ins Ohr. Schlaftrunken setzte er sich auf. Leicht schwankend durchquerte er den dunklen Hausflur und betrat das Kinderzimmer. Er knipste das Licht an. Sein Sohn Andy saß aufrecht in seinem Kinderbett. Und stotterte etwas was sich an hörte wie Kanke. Es ist nichts Ungewöhnliches wenn Kinder, seines Alters sich zeitweise nicht richtig artikulieren können. Er war erst 3. Seine Schwester Esta hatte ihr Zimmer am anderen Ende des Flurs, sie war 2. Konnte sich, seltsamerweise aber besser ausdrücken, als ihr großer Bruder. Jedenfalls deutete das zitternde Kind auf die Schranktür und wiederholte den seltsamen Laut. Der einen kalten Schauer über Ralfs Rücken huschen ließ. Sie stand einen Spalt breit offen. Nur einen Spalt. Das Kind wiederholte immer wieder den Laut, mit einem erschreckenden Elan. Kanke, Daddy!!! Kanke! Kanke! Anscheinend versuchte er Schrank zu sagen. Ralf öffnete den Schrank. Er war leer.
>>Alles O.K Andy. Du hast schlecht geträumt. Hier ist nichts. Du brauchst keine Angst zu haben. <<
Der kleine starrte ihn mit verständnislosen Augen an. Ja fast anklagend hafteten seine Augen auf ihm.
>>Ich weiß was du willst Andy, aber du musst lernen in deinem Zimmer zu schlafen.<<
So ist das mit Kindern. Wenn man sie nicht zwingt ihren Ängsten ins Gesicht zu sehen überwinden sie diese nie. Ralf schloss die Schranktür, knipste das Licht aus und ging hinaus. Hinter ihm knarrte die Schranktür. Und noch einmal war ein leises, verzweifeltes Daddy zu hören. Dann Stieg er wieder ins Bett. Sharon schlief bereits wieder fest. Und als er die Augen schloss, erinnerte sich an den Laut seines Sohnes.
>>Pranke...<<
Flüsterte er. Jedoch war er zu müde um auszustehen.
Ein weiterer Schrei riss ihn aus dem Schlaf. So laut, dass er zusammen zuckte. Er schritt den Flur entlang und knipste das Licht an. Er schluckte. Alles fühlte sich so fremd an. Er schwankte, wagte aber nicht nach Sharon zu rufen. Sein Sohn lag dort in seinem Bett. Sein Hals. Oh Gott. Sein Hals war mit einem roten Abdruck versehen.
Er kam näher und betrachtete seinen Sohn. Sein Gesicht war ganz Blau. Er blickte hinab auf seinen Sohn. Er war tot. An seiner eigenen Zunge erstickt.
Und die Schranktür stand auf. Nur einen Spalt. Er konnte nicht mehr und anstatt seine Frau zu wecken stieg er wieder ins Bett. Es war wohl jener seltsame Instinkt, des Überlebens der über alle Vernunft hinweg reichte.
Er wusste es nicht. Er konnte nicht mehr denken. Und dann... schlief er wieder ein.
Die angestaubte Digitaluhr an der Wand zeigte halb drei, als Ralf abermals geweckt wurde. Ohne auf Sharons murmeln zu achten stöhnte er:
>>Esta<<
Ohne das Licht im Flur an zu machen rannte er über den dunklen Flur und währe beinahe über einen Schuh von Andy gestürzt. Andy… Oh Gott. Andy.
Er knipste das Licht an Esta saß aufrecht im Bett und murmelte:
>>Schreckgespenst! Daddy! Schreckgespenst. Schrank!<<
>>Ich weiß, Kleine. Komm mit. Du schläft heute bei Mammi und Daddy.<<
Er legte sie in das kleine Bett neben ihrem Ehebett, dass sie für solche Fälle noch aufbewahrten. Was heißt solche Fälle?
Ralf zitterte er konnte nicht mehr. Doch dieses Mal schlief er nicht ein. Im letzten Raum des Flurs knarrte eine Tür. Nein, da knarrte nichts. Das bildete er sich nur ein. Und dann schien sich etwas schleimiges, eine Hand, über das Geländer zu schieben.
So leise, dass man es nicht hören, sondern nur erahnen konnte. Etwas huschte durch das Zimmer. Nein, da huschte nichts durchs Zimmer. Nichts kletterte da auf das Bett. Ralf hätte, das Licht nicht anschalten können. Selbst wenn er gewollt hätte. Er hatte zu große Angst. Er hatte Angst etwas Verunstaltetes zu erblicken. Kalte verwesende Hände zu spüren, die sich um seinen Hals schlossen. Augen auf sich gerichtet zu spüren, die verrutscht waren. Und dann hörte er etwas über die Treppe schleifen. Er keuchte. Und stand auf. Immer noch nicht im Stande das Licht an zu schalten, stürmte er die Treppe hinunter und hoffte zu entkommen. Ihm entkommen zu sein. Er nahm sich ein Bier aus dem Kühlschrank.
Und als er sich aufrichtete und umdrehte stand es vor ihm. Das Schreckgespenst mit Estas Kopf in der kalten, verwesten, schleimigen Hand.
Ralf erwachte in tiefster Nacht. Er benötigte einen gewissen Zeitraum um zu realisieren was ihn geweckt hatte. Ein Schrei aus dem Kinderzimmer. Er begann zu zittern. Er stand kurz davor zusammen zu brechen. Denn, manchmal kommt es wieder.
Anmerkungen des Verfassers
Ja, ihr habt Recht. Ich habe mich ein wenig der Genialität es Stephen King zu Nutze gemacht. Sein Werk Schreckgespenst hat, zusammen mit dem Werk Manchmal kommen sie wieder, einen gewissen Einfluss auf diese Geschichte verübt.
In diesem Sinne. Alles Gute! Und ich will Kritik sehn!
Dr.Soltberg
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Kommentare
Cyrill schrieb am 2008-03-02 18:30:28:
hi
nichts für ungut alle fanden deine geschichte gut, aber leider kenne ich beide geschichten von king ganz genau und es tut mir leid zu sagen das von "einfluss" nicht die rede sein. du hast es eins zu eins übernommen und nur einen sohn zu einer tochter gemacht und ein kind weggelassen. und mit manchmal kommen sie wieder hat das auch nichts zu tun.
ich denke das du weitaus mehr drauf hast. ich bin selbst kein profi, aber wenn man klaut sollte man es so machen das es die anderen nicht merken.
Dr.Soltberg schrieb am 2007-01-14 22:35:02:
Hi, Kimi.
Also, Es komtm wieder. Es wiederholt sich. Einde Art Zeitschleife könnt eman sagen.
Nunja, nicht Zunge in den Hals geschoben. Wenn Kinder einen starken Schreck bekommen ersticken sie an ihrer eigenen Stimme.
Aber natürlich vieln Dank. hab schon viel zu viele Storys hier drinne. Kanns ma in meinem Profil guckn...
PS: Thx Jannyboy.
Byebye, @all
Kimi schrieb am 2007-01-11 21:16:29:
Also ich find die Geschichte ganz geil! Echt ma! Aber ich versteh am Ende nich da bei: "Ralf erwachte in tiefster Nacht. Er benötigte einen gewissen Zeitraum um zu realisieren was ihn geweckt hatte. Ein Schrei aus dem Kinderzimmer. Er begann zu zittern. Er stand kurz davor zusammen zu brechen. Denn, manchmal kommt es wieder." Ich denk die Kinder sind schon Tod... Und das macht dem nix aus das ma eben seine Tochter und sein Sohn gestorben sind? Und wie hat das Monster die denn umgebracht? Zunge in den Hals geschocben und Kopf abgerissen Na gut.. Ok... aber... Kompliziert...
Trotzdem coole Story... Will mehr! Unbedingt!
Lg Kimi
Jannyboy schrieb am 2006-10-21 12:22:43:
buhuuuu!!!!!!!!!Boa, so ne Geschichte gibts kein zweites Mal.Brrr,mir läufts immer noch kalt über den Rücken.
Wenn ich gute Geschichten lese, nehme ich die Umwelt nicht wirklich wahr.
Ich kann mich gerade nicht erinnern ,was ich für etwa 2 Minuten(war es vielleicht nur eine?) passiert is.
Hochachtungsvoll
Jan
Dr.Soltberg schrieb am 2006-10-07 13:30:50:
Ha, lol.
Ein Kenner.
Ja Schreckgespennst hat mir auch gut gefallen.^^
Aber Spätschicht kenn ich widda nich. Aber Lastwagen war gut. Rasenmähermann und Lastwagen, das wärs doch!
Nein, danke an Pit^^
Dr.Soltberg schrieb am 2006-10-06 22:17:41:
PS: Fehler im Nachwort dürft ihr behalten!^^
Pit Petrol schrieb am 2006-10-06 21:54:37:
Da scheint mir auch noch ein bisschen "Graue Masse" (Gray Matter) drin zu sein...
Wie wärs mal mit einer Kreuzung aus "Spätschicht" und "Lastwagen"?
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