Mandrin
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Das Dorf lag im Schein der Mittagssonne und es war sehr warm, als der Steuereintreiber, begleitet von zwei mit Säbeln bewaffneten Soldaten, verkündete, daß eine Salzsteuer erhoben wird, die bereits am nächsten Tag eingetrieben werden soll. Die beiden Brüder Louis und Pierre Mandrin saßen vor dem Haus ihrer Eltern und sprachen miteinander, als sie davon erfuhren. Louis streckte einen der beiden Soldaten mit einigen Säbelhieben nieder, während sein Bruder Pierre den anderen Soldaten mit dem Gewehr seines Vaters erschoß und der Steuereintreiber flüchtete. Die Einwohner des Dorfes versammelten sich um die beiden Toten und betrachteten diese stumm. Erst jetzt sahen diese beiden Brüder, was sie getan hatten und daß sie nicht mehr länger im Dorf bleiben konnten. Zu ihnen gesellten sich auch noch Thorsten Turpin, Thomas Meinhardt, Peter Beau und Andreas Satre. Sie nahmen den beiden toten Soldaten die Waffen ab und flüchteten in einen nahen Wald, als sie bemerkten, daß sie von mehreren bewaffneten Soldaten mit Hunden verfolgt wurden, die die beiden Brüder festnehmen sollten. Als die Soldaten nahe genug heran waren, schossen sie aus einer Deckung auf zwei Soldaten. Es kam zum Gefecht, bei dem zwei Soldaten getötet und zwei weitere verwundet wurden. Die Hunde bellten. Allen Soldaten wurden die Waffen abgenommen. Die sechs ritten zu einer verlassenen Hütte, die in einem Wald lag. Louis sagte, daß sie nun nicht mehr zurück in das Dorf könnten, aber wenn sie einen Geldtransport des Königs überfallen würden und das Geld denen geben, denen es gehört, könnten sie unter den Armen Vertrauen gewinnen und weitere Leute würden sich ihnen anschließen. Kurze Zeit später rollten mehrere Baumstämme von einem Hang auf dem Weg vor den Geldtransport des Königs. Die Pferde bäumten auf und zogen den Wagen vom Weg herunter in einem Graben. Gleichzeitig schossen die sechs aus einer Deckung auf die Soldaten, die den Transport begleiteten und überwältigten diese. Sie nahmen ihnen die Waffen und die Kisten mit dem Geld ab und verschwanden. Am nächsten Tag wurde das Geld im Dorf verteilt. Die Frau von Richard Dobre sagte zu ihren Mann, daß er sich diesen sechs Aufständischen anschließen soll, damit er etwas nützliches mache. Auch Pierre Fabre schloß sich diesen Leuten an. Er sagte zu seinem Sohn, daß er zu Hause bleiben soll, da er nicht weiß, was ihn erwartet. Sie waren nun acht Leute und als sie gegen Mittag das Dorf verließen, kamen ihnen etwa 20 Soldaten des Königs entgegen. Sie wußten, daß sie dieser Anzahl unterlegen waren und feuerten aus einer Deckung. Vier Soldaten waren sofort tot und vier weitere Soldaten waren verwundet.
Als man im Dorf die Schüsse hörte, mischten sich fast alle männlichen Bewohner des Dorfes unter die Aufständischen und schlossen sich ihnen an, um sie zu unterstützen. Sie machten auch einige Gefangene und nahmen den Soldaten ihre Waffen ab. Sie waren nun 30 Leute, die bewaffnet waren.
Am Abend des nächsten Tages kam der Sohn von Pierre Fabre, der sagte, daß der König im Dorf verkünden ließ, daß er Verstärkung bekommt und daß er mit diesen Umtrieben Schluß machen will, die von den beiden Brüdern Mandrin ausgegangen sind. Sein Vater fragte ihn, wie er den Weg gefunden hat. Er sagte daß sein Sohn sehr mutig ist und sich ihnen anschließen soll. Am nächsten Morgen suchten die Aufständischen in einer Scheune, die einem Bauern aus der Umgebung gehörte und neben dem Weg lag, der ins Dorf führte sowie hinter den Bäumen Deckung. Die Soldaten des Königs wurden von allen Seiten beschossen. Sie setzten jedoch die Scheune in Brand, aus der die Aufständischen, die darin Deckung gesucht hatten, fliehen mußten. Sie suchten unter den Feuerschutz ihrer Freunde sofort hinter den Bäumen Deckung. Peter Beau und Andreas Satre wurden verwundet. Unter den Soldaten des Königs gab es große Verluste, so daß sie abzogen und ihre Verwundeten mitnahmen.
Die Aufständischen nahmen den Toten ihre Waffen ab und organisierten die Verteidigung des Dorfes. Sie fühlten sich nun in ihrem Dorf, umgeben von den Bergen sicher und geborgen. Ihnen schlossen sich weitere Leute aus den anderen Dörfern an. Sie errichteten auch Barrikaden für den Fall der Verteidigung.
Louis Mandrin erfuhr, daß der Colonel mit seinen Soldaten in das Dorf einrücken wollte, da ihn Louis Mandrin schon oft an der Nase herumgeführt hatte. Gegen Mittag des nächsten Tages sah Andreas Satre wie sich die Soldaten den Dorf näherten und schlug Alarm, während alle Leute in ihre Häuser flüchteten. Die Soldaten kamen in ein leeres Dorf, während Louis Mandrin und Pierre Mandrin auf den Dach eines Hauses und Thorsten Turpin, Thomas Meinhardt, Peter Beau und Andreas Satre auf dem Dach des gegenüberliegenden Hauses Stellung nahmen. Der Colonel und seine Soldaten waren wegen der leeren Straßen völlig verunsichert, als die Aufständischen begannen von den Dächern der Häuser auf die Soldaten zu schießen. Einige Soldaten drangen in die Häuser ein, die aber von den anderen Aufständischen verfolgt wurden. Der Colonel rief seine Soldaten zum Rückzug an. Die Aufständischen nahmen den toten Soldaten die Waffen ab und flüchteten ebenfalls in die Häuser und vertrieben die Soldaten.
Am nächsten Tag kam Louis Mandrin auf die Idee, den Mondragone einen kleinen Besuch abzustatten. Nach drei Stunden Marsch erreichten sie die kleine Stadt. Die kleine Stadt lag umgeben von hohen Bergen in der Mittagssonne. Der Marktplatz, auf dem um diese Zeit ein reges, buntes Treiben herrschte wurde im Norden durch das Haus des Mondragone begrenzt, der im Verruf stand, den Bauern zu überhöhten Preisen Korn abzukaufen und sie durch Anleihen abhängig zu machen. Konnten sie dann das von ihn geliehene Geld nicht mehr zurückzahlen, ging der Hof automatisch an den Mondragone. Kurz vor der Stadt trennten sich Louis Mandrin, Pierre Fabre, Peter Beau und Andreas Satre und gingen nun jeder einzeln für sich in die Stadt und über den Marktplatz, um nicht erkannt zu werden. Louis Mandrin klopfte kräftig an die Tür und als sich ein kleines Fenster in der Tür öffnete, in dem der Kopf eines Schreibers erschien, bat er um Einlaß. Aber der Schreiber sagte nur kurz, der Mondragone hält um diese Zeit seinen Mittagsschlaf und möchte nicht gestört werden. Louis Mandrin sagte, daß dies in einer dringenden Angelegenheit sei. Der Schreiber verschwand und erschien nach kurzer Zeit wieder. Er öffnete die Tür. Gleichzeitig tauchten aus der Menschenmenge seine Freunde Pierre Fabre, Peter Beau und Andreas Satre auf und drangen mit Louis Mandrin in das Haus ein. Der Mondragone saß vor seinem Schreibtisch und sah in Mandrins Augen. Mandrin zog eine Pistole und sagte zu den Mondragone, daß er das Geld, welches er den Bauern herausgepreßt hat, wieder herausgeben soll. Gleichzeitig hielt er den Mondragone seine Pistole vor das Gesicht. Der Mondragone schrie auf, aber wurde durch Andreas Satre und Peter Beau gefesselt und am Schreien gehindert. Louis Mandrin durchsuchte mit Pierre Fabre das Haus und sie
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Kommentare
www.eyichbins@gmx.de schrieb am 2010-01-02 17:21:14:
Die Story war genial aber du hätest die Geschchte lebendiger erzählen können
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