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Kategorien > Fantasy Abenteuer > Ents, Baumhirten

Manfred Meer, mit Herz, im Herzen des Waldes

von manfred stiller

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Nicht weil es schwer ist,
wagen wir es nicht;
sondern, weil wir es nicht wagen,
ist es schwer.
Lucius Annaeus Seneca

Manfred Meer, mit Herz,
im Herzen des Waldes.




Für meine Enkel Thorin & Eva


























Copyrigth M. Stiller, Weihnachten ‚09
1


Inhalt
Einleitung 3
Im steinernen Wald 4
Die Begegnung 5
Eine folgenschwere Entscheidung 6
Der Aufbruch 8
Das Thing, die Versammlung der Ents 9
Im Dornenwald 10
Die Entings 12
Der weiße Baum 13
Im heimlichen Grund 15
Was ist ein Grove? 19
Enko erfährt etwas über uns 20
Manfred Meer braucht Gefährten für eine neue Mission 21





























2

Einleitung
Nicht nur „Der kleine Hobbit“ hat eine seltsame Entdeckungsreise gemacht. Hier nun die Geschichte von Manfred Meer, der eigentlich nur die berühmten versteinerten Bäume im steinernem Wald besuchen wollte.
In J.R.R. Tolkiens „Der Herr der Ringe“ treten viele seltsame Geschöpfe auf. Eins davon sind die Ents oder Baumhirten. Sie haben vor langer Zeit ihre weiblichen Baumhirten verloren. Bedeutet das das Ende dieses bemerkenwertes Volkes?
Aber, um Enttäuschungen vorzubauen, andere Charaktäre aus dem „Herrn der Ringe“ kommen nicht vor.
































3

Dieses ist nun die Geschichte vom Baumhirten Enko und seinem nicht weniger seltsamen Freund Manfred Meer.

Im steinernen Wald
Vor vielen, vielen tausend Jahren war noch fast die ganze Welt mit Wald bedeckt. Zur kalten Zone der Erde hin kamen zuerst Eis und Schnee, dann Moos, Gras und kleine Büsche, kriechende Zwergweiden und sehr kleine Birkenbüsche. Dann kamen die Nadelbäume, wie unsere Fichten und Tannenbäume. Man nennt die großen kalten Wälder Tundra. Die Laubbäume, wie unsere Buchen und Eichen, bedeckten unser Gebiet. In wärmeren Gegenden gibt es die Palmen und in der Mitte die tropischen Urwälder, den Dschungel. Die Menschen, wie wir sie heute kennen, gab es fast noch nicht, noch keine Städte und die Tiere streiften überall frei umher. Die Bäume pflanzten sich, wo es ihnen gefiel, oder doch nicht ganz? Einer dieser alten Wälder ist im Laufe der langen, langen Zeit versteinert.
Ein Mann, Manfred Meer, besuchte einmal diesen steinernen Wald. Große Stämme, zum Teil natürlich zerbrochen, lagen da umher. Jetzt aus Stein, aber sie waren, wie man gut sehen konnte, früher richtige Bäume gewesen. Manfred Meer war schon den ganzen Tag umher gewandert und es wurde Abend. So ruhte er an einem mächtigen Baumstamm aus und ehe er es merkte, war er eingeschlafen.




















4


Die Begegnung
Als ich (Manfred Meer) erwachte, wusste ich nicht, wo ich war. Auch nicht wie ich hierher gekommen bin. Ich war in einem Wald mit riesigen Bäumen, Nadelbäume, Mammutbäume. Die Amerikaner nennen sie Redwoods, denn sie haben rötliches Holz. Die älteren sind über 100 Meter hoch und 10 Meter dick. Kein Wunder, denn sie können über tausend Jahre alt werden. Der Waldboden bestand aus einem Nadelteppich und es wuchsen nur ein paar Farne. Ich richtete mich auf, um heraus zu finden wo ich wohl war und schmiegte mich an die furchige Rinde des nächsten Baumstammes. Angenehm fühlte sich der starke Stamm unter meinen Händen und meinen Oberkörper an.
Nach einer Weile spürte ich tiefe Schwingungen aus dem Innern seines Holzes.
„BoooooooOOOAor, Ooooharumm.“
Ich versuchte zu antworten und wir hatten so einen Wechselgesang. Ich war sehr, sehr aufgeregt. Nein, dies war kein Traum. Ich konnte mich irgentwie mit ihm verständigen. In meinem Kopf wurden aus den Schwingungen des Baumes Bilder und Worte. „Rumm, ich bin Enko, der Baumhirte.“ „ Ja und ich bin Manfred Meer, ein Mensch.“
„Mutiger Manfred Meer, nicht jeder Baumhirte ist freundlich zu Krabblern.“ „Ich schade Euch ja nicht, wie soll’ ich auch, ohne Werkzeug?“
„Krabbler nagen, beißen, machen Feuer. Ich werde dich beschützen, aber dafür brauche ich auch deine Hilfe.“
Dann hatte er wohl keine Lust mehr zu sprechen. Durch die umstehenden Bäume lief nun ein Zittern und etliche feste Früchte fielen zu Boden. Erst jetzt bemerkte ich wieviel Hunger ich hatte und probierte sie. Sie hatten einen sehr angenehmen Geschmack. Wie die bekannte Nuss-Nougard-Creme (Nutella).
Ich hatte jetzt einen sehr mächtigen Beschützer gefunden und würde gern sein Freund werden.
Er brauchte meine Hilfe? Wofür wohl?
Als ich am nächsten Morgen erwachte, war ich immer noch in demWald mit den Mammutbäumen. Ich lehnte mich an Enkos Stamm und begrüßte ihn.
„Boarrr Harummmmmm Oooam.“ Er hatte gute Laune und ich suchte mir die Nutellafrüchte zum Frühstückchen. Klares Wasser floss über Enkos Wurzeln und schmeckte wunderbar prickelnd und aromatisch. Auch Enko frühstückte. Aus der Tiefe saugten seine Wurzeln Wasser mit Mineralien gelöst bis in seine Spitze. Dann gab es noch Energie direkt aus dem Sonnenlicht und Stoffe einfach aus der Luft.






5

Eine folgenreiche Einscheidung
Enko hatte eine Entscheidung getroffen. Er übereichte mir einen Erkennungszweig von sich und ein Säckchen mit Holzstäbchen. Dann ertönten wieder seine Vibrationen aus seinem Inneren.
Enko hatte einen sehr großen Hirsch gerufen. Sehr groß, aber nicht massig, majestätisch und elegant. Ich näherte mich behutsam, durfte ihn berühren und sogar umarmen. Er duldete es selbstbewusst, freundlich. Dann saß ich auf. Von stolzen edlen Pferden hatte ich gehört: „Man reitet sie nicht. Wenn sie gewillt sind dich zu tragen, sorgen sie dafür, dass du oben bleibst.“ So auch bei diesem solzen Hirschen. Er war gewillt mich zu tragen und verlor keinerlei Zeit. Den Kopf in den Nacken und weit nach vorn, das mächtige Geweih jetzt seitlich. Ich dazwischen. Sofort brach er los, als gäbe es für ihn keinerlei Hindernisse. Tief lag ich auf seinen Rücken hinter seinen Kopf, in mitten der prachtvollen Geweihstangen. Er verschwendete nicht den Hauch einer

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