Geschichte einsenden Links & Rings AGBs Impressum
Kategorieauswahl
Wir freuen uns über jeden Autor, der hier auf Storyparadies.de seine Geschichten veröffentlichen möchte.Da jeder Autor Feedback braucht, sind Kommentare, solange es sich um konstruktive Kritik handelt, möglich und auch ausdrücklich erwünscht. Bitte verwenden Sie zur Einsendung der Geschichten und Kommentare unser Formular und beachten Sie dabei unsere Regeln.
Suche


Kategorien > Liebe > Traurig

Maputo

von Jessy

1 2 3 4 5 6

Die folgende Geschichte ist nicht von mir.. aber ich finde sie wirklich gut.




Maputo


Emilia wurde von lauten Schreien geweckt. Sie kamen vom Hof draußen. Erschrocken saß sie im Bett und lauschte.

"Nun hab dich nicht so, du Nigger!" hörte sie ihren Vater schreien. Und dann hörte sie die Peitsche und wie sie auf einen nackten Körper aufschlug. Emilia zuckte zusammen. Leise schlich sie sich zum Fenster, um ihre Schwester Amy nicht zu wecken. Als sie raussah, entdeckte sie, wie ein paar Männer dicht an einer Stelle ge-drängt standen und laut grölten. Emilia konnte nicht erkennen, was da vor sich ging. Aber sie wollte es wissen, zog sich ihren Morgenmantel über und lief nach draußen.

Sie stand auf dem Hof und sah, wie ihr Vater die Peitsche schwingte.

"Du verdammter Nigger! Nun mach schon!" brüllte er und peitschte nieder. Emilia wich zurück. Sie erkannte, dass ihr Vater einen jungen Mann auspeitschte. Und alle Anwesenden, die drum rum standen hatten ihren Spaß dabei.

"Daddy...." rief Emilia empört.“Was tust du da?" Ihr Vater blickte zu ihr.

"Emilia, was machst du hier draußen? Geh zurück ins Haus!" befahl er ihr streng. "Du hast hier nichts zu su-chen." Emilia schaute ihren Vater mit großen Augen an. Sie rührte sich nicht. "Was stehst du noch da?! Scher dich ins Haus!" schrie Mister Burns seine Tochter an.

Emilia war erschüttert. Sie ging ein paar Schritte zurück, nahm ihren Blick jedoch nicht von dem grausamen Geschehen. Ihr Vater hatte schon wieder einen Mann gekauft, der auf seiner Farm arbeiten sollte. Einen Nig-ger, wie er sie immer nannte.

Mister Burns zerrte den jungen Mann an den Haaren weg. Er schleppte ihn in eine kleine Hütte, die er extra für die "Neuankömmlinge" gebaut hatte, um sie dort für die ersten "schwierigen" Wochen einsperren zu können.

"Hier bist du richtig aufgehoben, Nigger!" brüllte er in die Hütte und stieß mit seinem Fuß dagegen.

"Daddy!" schrie Emilia ihm zu. Ihr Vater schaute sie zornig an.

"Du stehst immer noch da?! Wenn du nicht sofort im Haus bist, passiert etwas!" zornte er. Und Emilia ge-horchte sofort. Wenn ihr Vater in Rage war, konnte er sehr unangenehm werden und da war es ihm fast egal, dass es seine Tochter war, die er schlug. Emilia rannte zurück ins Zimmer zu ihrer Schwester. Diese lag nun wach da.

"Hast du wieder zugesehen, wie Daddy einen Neuen auspeitscht?" fragte sie sie gleich. Emilia setzte sich zu Amy. Sie war richtig zerstört. Sie nickte. Amy setzte sich auf und schlang die Arme um ihre Schwester. Sie gab ihr einen Kuss auf die Wange. "Das darfst du nicht so sehen. Wer weiß, was der Schwarze angestellt hat, damit Daddy ihn erst peitschen muss." sprach sie.

"Er ist schwarz!" meinte Emilia. "Und das allein reicht Daddy schon, um ihn zu peitschen."

"Ach, Emilia..." seufzte ihre Schwester und stand auf. "Du solltest dich nicht zu sehr damit beschäftigen." Amy zog sich um. "Sobald der Schwarze sich eingelebt hat, geht es ihm blendend hier." sprach sie. Emilia sah zu ihr und begriff nicht, mit welcher Leichtigkeit ihre Schwester so etwas sagen konnte.

"Ihm wird es blendend gehen?" hakte sie nach. Amy blickte zu ihr. "Meinst du damit, dass er dann aus dem Schweinetrog essen oder sich nur aller Wochen waschen darf?" Emilia schien zornig zu werden. "Oder meinst du eher die Arbeit, der er dann zu verrichten hat? Zum Beispiel bei 45 Grad im Schatten draußen auf dem Feld zu arbeiten... Meinst du das?" schrie sie auf. "Ist das nicht ein blendendes Leben, das er führen wird?!" Sie lief zur Tür und öffnete sie.

"Emilia, was ist mir dir los?" wunderte ihre Schwester sich. Doch Emilia sagte nichts; ihre einzige Antwort war das laute Türknallen, als sie draußen war.



Sie fühlte sich unbeobachtet und schlich zu der Hütte, in dem der Neuankömmling war. Emilia schaute sich um. Sie hatte Angst, erwischt zu werden, weil sie wusste, dass sie hier nicht sein durfte.

"Hallo?" rief sie leise in die Hütte. Es kam keine Antwort. Emilia konnte nichts erkennen, als sie durch das klei-ne Loch in der Tür sah. Es war zu dunkel. "Wie geht es dir?" fragte sie und schaute um sich, um sich zu verge-wissern, dass sie nicht beobachtet wurde. Wieder kam keine Antwort. Also öffnete Emilia die Tür und ging in die Hütte. Drinnen war es stockduster und sie fürchtete sich.

Sie hörte ein verletztes Keuchen. Es kam aus der hintersten Ecke.

"Du brauchst keine Angst zu haben." sprach sie. "Ich bin Emilia."

Keine Reaktion. Emilia kannte sich in der Hütte aus. Sie tastete nach einer Kerze und zündete diese an. Der junge Mann drückte sich noch mehr in die Ecke. Er hatte furchtbare Angst. Als Emilia ihn da hocken sah, lief es ihr kalt den Rücken runter. Er sah richtig geängstigt aus und zitterte am ganzen Körper. Das Blut von den Peit-schenhieben war noch nicht getrocknet. Er hatte viele offene Wunden.

"Oh mein Gott, was hat Daddy dir nur angetan...?" sagte Emilia geschockt und ging auf den jungen Mann zu. Doch er versuchte vor ihr auszuweichen. Er würdigte sie keines Blickes. Ganz leise wimmerte er. "Hab keine Angst." versuchte Emilia ihn zu beruhigen, aber dann fiel ihr ein, dass er sie gar nicht verstand. Sie wusste nicht, was sie tun sollte. Irgendwie musste sie sich mit ihm verständigen. Sie ging langsam immer näher zu ihm und lächelte ihn an. Sie wollte sein Gesicht sehen, aber das verbarg er vor ihr. Noch ein wenig ratlos stand Emilia vor ihm. Doch dann fasste sie sich allen Mut und streichelte dem gefangenen jungen Mann liebevoll über den Kopf. "Du brauchst doch keine Angst vor mir zu haben; ich tu dir nichts." sagte sie und kniete sich vor ihn. Er schaute auf und ihr direkt in die Augen. Emilia wich mit einem Mal zurück. Diese wunderschönen tief-braunen Augen drangen tief in sie ein und das haute sie einfach um. Und dann sah sie die Verzweiflung in den Augen dieses jungen Mannes, der bestimmt nur zwei Jahre älter als sie war. Sie sah die Tränen des Schreckens, der Traurigkeit, einfach der Verzweiflung. Emilia rappelte sich wieder auf und näherte sich dem jungen Mann. Sie streichelte ihm erneut über den Kopf und lächelte ihn an. "Man, Daddy hat dich ja ganz schön geschun-den." stellte sie fest, als sie die Wunden auf dem Rücken sah. Doch ihr Gegenüber schaute sie nur fragend an. Er verstand kein einziges Wort. Emilia schaute sich in der Hütte um. Dann entdeckte sie, was sie sehen wollte und holte es. "Das könnte etwas weh tun." sprach sie zu dem jungen Mann. "Ich will nur deine Wunden reini-gen." erklärte sie, als sie den Lappen in den Wassereimer tunkte und auswringte. Sie schaute ihn an und deu-tete auf seine Wunden. Damit wollte sie ihm verdeutlichen, dass er sich zu ihr zu drehen hätte. Doch er begriff nicht, was sie von ihm wollte. Also musste Emilia selbst handeln und tupfte sobald ganz vorsichtig über seine Wunden. Er zuckte zurück und wollte vor ihr fliehen, weil sie ihm weh tat. Emilia entschuldigte sich

1 2 3 4 5 6

Kommentare

Ruki schrieb am 2007-12-15 19:43:22:
Eine sehr rührende Geschichte.. bringt mich echt zum heulen =(
ich kann sowieso nicht verstehen warum Menschen früher so gehandelt haben..
Alle Menschen haben das gleiche Recht zu leben, egal welche Hautfarbe..
Sowas ist echt traurig =/
Übrigens glaube ich, dass ich gleich gehandelt hätte wie Emilia...
Mia Pia schrieb am 2007-07-27 22:13:58:
Echt traurig. ich habe noch immer Tränen in den Augen. Ich stehe zwar mehr auf Happy Ends, aber irgendwie habe ich mir das schon gedacht, dass da Jemand sterben wird. Schade das es die Beiden sind. Falls die Geschichte war ist, dann hoffe ich, dass die Beiden endlich glücklich mit einander vereint sind.
princetongirl8189 schrieb am 2007-07-13 16:26:55:
sehr schöne story. OH gott ich kann gar nicht mehr aufhören zu weinen +heul, heul+
Wie können Menschen doch so dumm sein wenn sie doch sagen sie wären schlau?Wie kann man anderen gleich berechtigten Menschen so etwas antun nur weil sie anders sind?? wenn doch alle Menschen gleich wären damit meine ich gleiche augen, haut und haarfarbe was wäre das langweilig, oder??? Und das man liebende nicht lieben lässt nur weil man anderer meinung ist verstehe ich nicht.naja wenn man noch hier und da etwas intensiver und besser macht dann könnte man diese story doch an einen verlag schicken oder??sehr schöne story
Liebe Grüße princetongirl +heul,heul+

Kommentar hinzufügen



Aufgrund des extremen Mißbrauchs der Kommentarfunktion sind wir leider gezwungen, die Kommentare ab sofort redaktionell zu überprüfen. Wir bitten um Ihr Verständnis.