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Kategorien > Historisches > Liebe

Margarite Kapitel 11 - 2. Teil

von Lilly

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Die Gefangennahme
Unterwegs III.
12.10.1425

Margarite schlug ihre Augen auf und spürte einen Arm um sich geschlungen. Es war Maxwell, er lag hinter ihr und schlief tief und fest. Er musste sich nach dem Ende seiner Wache neben sie gelegt haben, Margarite hatte nichts bemerkt. Sie sah Benjamin, der jetzt Wache hielt und müde vor sich her starrte.
„Gut geschlafen?“
Maxwell war erwacht und flüsterte in ihr Haar hinein. Schnell packte sie seinen Arm und zog ihn etwas fester um sich herum. Ein tiefer Seufzer erklang aus ihrer trocknen Kehle und Margarite sagte nur:“ Sehr gut.“
„Wir müssen aufstehen.“
Sagte er immer noch flüsternd und sie meinte wehmütig:“ Ich weiß.“
Langsam kroch sie unter seinem Arm hervor und wollte sich erheben, doch da packte er sie an ihrer Hose und zog sie wieder zu sich auf den Boden.
Ihr lautes Lachen, lies Benjamin aufblicken und er sah, wie sie auf Maxwell sackte.
Jetzt lag sie auf seinem Brustkorb und seine Arme umschlangen ihren mittlerweile leicht abgemagerten Körper. Er spürte, dass sie begann dünn zu werden, das Essen war nicht reichlich genug. Doch ihr Gesicht büsste nichts von ihrer Schönheit ein. Sie kicherte, während er sie festhielt und langsam verstummte sie. Margarite fühlte seinen Brustkorb, wie er sich langsam immer wieder hob und senkte. Sein Gesichtsausdruck wurde ernst.
Auf einmal zog er sie noch enger an sich heran und sah ihr noch einmal tief in die Augen, bevor er sie küsste. Zuerst war sie überrascht und rührte sich nicht, doch dann erwiderte sie diese Zärtlichkeit.
Ben sah weg.
„Jetzt müssen wir aber wirklich langsam aufbrechen.“
Hauchte Max gegen ihre Nase, nachdem sich ihre zarten Lippen, von den seinen getrennt hatten.
Margarite nickte, sich auf ihre Unterlippe beißend und erhob sich langsam. Sanft streichelte er noch einmal über ihre leicht gerötete Wange und fand es reizend wie die Schamesröte in ihr Gesicht stieg.
„Verlegen?“
Schmunzelnd sah sie von ihm fort und erklärte stolz:“ Ich doch nicht.“
Dann erhob sie sich, richtete ihre Kleidung und begann ganz beschäftigt spielend, ihre Decke zusammenzulegen.
„Na los, steh endlich auf und hör auf mich zu beobachten.“
Er lachte, stand aber auf ihre herrischen Worte hin auf und nahm seine Decke. Margarite schüttelte nur ihren Kopf.

Es war ein schweigsamer Ritt, kaum ein Wort wurde gesprochen. Irgendetwas Komisches lag in der Luft. Es dämmerte, als sie ein größeres Dorf erreichten, an dessen Namen sich schon nach wenigen Minuten keiner mehr erinnern konnte.
„Heute Nacht schlafen wir in einem Gasthaus.“
Beschloss Maxwell während sie durch die noch immer belebten Straßen ritten.
Man bedachte sie mit skeptischen Blicken und Margarite zog ihre Kapuze etwas tiefer ins Gesicht. Die Menschen schienen nicht viel zu besitzen, sie waren hager und ihre Kleidung schmutzig und zerschlissen. Sie sahen keinen einen Edelmann, keinen besser Gestellten und da mussten sie mit ihren Pferden, ihrer trotz der Reise sauberen Kleidung, doch etwas seltsam auf die Anwohner wirken. Anscheinend sahen diese nicht oft Fremde.
Auf einem großen Marktplatz fanden sie ein Gasthaus, das „Zum Bären“ hieß. Von außen sah es ordentlich und groß aus. Max stieg von seinem Hengst und gab Ben die Zügel.
„Wartet hier.“
Befahl er, sich immer wieder umblickend, irgendwie wirkte er etwas nervös und verschwand im Haus, aus dem lautes Stimmgewirr dröhnte. Margarite sah Ben mit gerunzelter Stirn an und auch sie fühlte sich nicht wohl.
Nach einem kurzen Augenblick kam Maxwell zurück und sagte:“ Wir bringen die Pferde hinters Haus.“
Er nahm seine Zügel zurück und sie folgten ihm einmal um das ganze Haus herum. Dort befand sich ein kleiner Stall, nicht gerade Komfortabel, aber für eine Nacht würde es reichen. Hauptsache das Heu war trocken. Sie brachten ihre Tiere hinein, nahmen ihnen die Sattel ab und gaben ihnen etwas zu fressen.
„Sollen wir wirklich hier bleiben, du wirkst so unsicher?“
Margarite flüsterte, sie wollte Ben nicht beunruhigen. Der Rauch der an ihm klebte, brannte in ihrer Nase und sie rieb sich einmal kräftig über diese.
Max nahm ihre kalte Hand und drückte diese fest in der seinen, bevor er ernst sagte:“ Wir bleiben heute Nacht hier, ich will in einem Bett schlafen und du wahrscheinlich auch.“
Margarite nickte, auch wenn sie sich nicht sicher war und noch einmal durch den muffeligen Stall blickte.
„Kommt“, sagte er und ging mit ihrem wenigen Hab und Gut voran. Sie mussten das Gasthaus nicht betreten, eine Treppe führte von außen in den zweiten Stock. Sie betraten einen dunklen Gang mit nur einem hoch gelegenen kleinen Fenster und Max blieb vor einer Tür stehen, schloss diese auf und sagte:“ Dein Zimmer, Margarite.“
Sie nickte. Stumm nahm Margarite ihm den Schlüssel aus der Hand und schloss die Tür hinter sich ab.
Es war ein kleiner stickiger Raum, mit alten, wild zusammen gewürfelten Möbeln. Zuerst öffnete sie das kleine Fenster und hoffte, dass der kühle Abendwind etwas frische in den Raum bringen würde. Das kleine Bett war frisch bezogen und eine Schüssel mit Wasser stand auf einem kleinen Nachttisch. Sie hatten sich beeilt, das Zimmer in den wenigen Minuten zurrecht zu machen. Müde sackte sie auf die stechende Heumatratze und schloss für einen Augenblick ihre Augen. Endlich tauschte sich die Luft aus und Margarite wurde wieder etwas wacher. Nachdem sie einmal tief durchgeatmet hatte, legte sie ihren Umhang neben sich und begann sich langsam aus zu ziehen. Knopf für Knopf öffnete sie, mit verklärtem Blick, ihr Hemd und langsam glitt es über ihre schmal gewordenen Schultern. Maxwells Kuss tauchte mit einemmal in ihren Gedanken auf und ein Schauer nach dem anderen, als würden tausende kleine Ameisen ihren Körper besteigen, überwältigte sie fast.
Um sich schnell auf andere Gedanken zu bringen wusch Margarite sich mit dem ausgekühlten Wasser und trocknete sich mit dem rauen Tuch trocken, das daneben lag.
„Margarite?“
Es war Maxwell, der vor ihrer Türe stand und ihren Namen gegen das alte Holz flüsterte. Schnell zog sie sich ihr Hemd wieder über und hielt es vor ihrer Brust zusammen, zum zu Knöpfen war keine Zeit. Sie glaubte etwas sei geschehen.
Der Schlüssel kratzte laut im Schloss, als sie diesen drehte und nur einen Spalt öffnete sie ihre Tür. Max lächelte ihr zu und sie sah, dass sein Kopf am Rahmen lehnte. Nichts war geschehen und erleichtert amtete sie fast unmerklich aus.
Sein Hemd war aufgeknöpft, seine Haare nass. Anscheinend hatte er sich selbst gerade etwas frisch gemacht. Margarite betrachtete ihn etwas verwundert von Kopf bis Fuß und fragte sachlich:“ Was kann ich für dich tun?“
Sein seltsames Lächeln verwirrte sie und sie konnte gar nicht Reagieren, als er die Tür aufdrückte, sie packte und küsste. Mit seinem Fuß schlug er die Tür laut in ihr Schloss zurück.
Margarite fühlte sich so leicht, als würde sie schweben. Sie glaubte, endlich alles vergessen zu können, wenn auch für diesem einen Moment.
Zärtlich glitt ihr Hemd zu Boden und er begann,

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Kommentare

Janine schrieb am 2007-08-03 18:27:51:
wow.....*dahin schmelz*
Marie schrieb am 2007-06-27 13:41:46:
Ich schmachte dahin!!!!!!!!!!!!!!

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