Geschichte einsenden Links & Rings AGBs Impressum
Kategorieauswahl
Wir freuen uns über jeden Autor, der hier auf Storyparadies.de seine Geschichten veröffentlichen möchte.Da jeder Autor Feedback braucht, sind Kommentare, solange es sich um konstruktive Kritik handelt, möglich und auch ausdrücklich erwünscht. Bitte verwenden Sie zur Einsendung der Geschichten und Kommentare unser Formular und beachten Sie dabei unsere Regeln.
Suche


Kategorien > Historisches > Liebe

Margarite Kapitel 15 - 1. Teil

von Lilly

1

Margarite von Bärenbach
Seelenleid
Bremen
25.11.1425

Der Eisregen tröpfelte laut gegen die Scheiben und draußen war es dunkel als wäre es bereits Nacht, dabei war die dritte Stunde noch nicht einmal überschritten.
Das Buch lag aufgeschlagen auf Margarites Beinen. Ihr Blick interessierte sich nicht für die Buchstaben die Sätze bildeten und eine Geschichte erzählten, denn in ihren Gedanken schwirrte ihre eigene Geschichte herum und lies keinen Platz für fremde Fantasien.
Müde lehnte sie sich in ihrem Sessel zurück und sah sich den Regen an. Es löste eine gewisse Friedlichkeit in ihr aus und sie seufzte laut.
Lauren saß am Kamin und blickte auf den Seufzer hin zu Margarite. Seit ihrem letzten Gespräch, an dem Tag als sie ankam, hatten sie kein Wort mehr mit einander gewechselt.
Lauren blickte auf ihre Hände und dann ihr gegenüber an. Ihr Name war Marie, sie war jung, blond, blauäugig und recht hübsch.
„Entschuldige mich bitte Marie.“
Marie nickte lächelnd und Lauren erhob sich aus ihrem bequemen, warmen Sessel. Langsam ging sie hinüber zu Margarite, zog einen Stuhl mit sich und setzte sich mit etwas Abstand neben sie.
Sie wollte, sie konnte nicht beginnen. Doch erhoffte sie sich ein Gespräch. Worte die alles erklärten, alles bereinigten und einen neuen Anfang schürten.
„Er nannte mich Mag.“
Flüsterte Margarite ohne Lauren anzusehen.
„Er wollte mich mit sich nach Hause nehmen, mich heiraten.“
Auf einmal sah sie zu Lauren und blickte tief in ihre braunen Augen.
„Er liebte mich, Lauren. Er liebte mich und ich musste gar nichts dafür tun. Und bei Gott, ich hoffe er liebt mich noch immer.“
Tränen schossen in ihre Augen und sie blickte auf das schwere Buch, das noch immer auf ihren Knien lag.
„Ich habe getötet. Ich habe getötet um ihn zu retten, damit er mich retten kann.“
Lauren wurde bleich als sie dieses plötzliche Geständnis ihrer ehemaligen Herrin vernahm.
„Würdest du das auch für Kelstern tun?“
Sie konnte sehen wie Lauren sich auf ihrem Stuhl versteifte.
„Es tut mir so unendlich leid was ich getan habe“, Sprach Margarite einfach weiter, ihre Stimme wurde immer dünner:“ Ich dachte in diesem Moment einfach nicht nach, ich wollte einfach nur weg, weg von seinen gierigen Händen. Ich glaubte nicht, dass es noch schlimmer werden könnte. Hatten doch so viele Menschen schon den Tot gefunden… Zu viele Menschen sind für mich und wegen mir gestorben.“
Laut schlug das Buch zu und Lauren zuckte erschrocken zusammen.
„Ich wollte niemals, dass man dir oder deiner Mutter weh tut, das musst du mir glauben. Ihr ward doch meine Familie. “
Margarite erhob sich aus ihrem Sessel und richtete die Falten ihres Kleides.
„Was ist nur aus unserem Leben geworden, Lauren? Wo sind unsere Träume hin, wo die Vorstellungen von unserer Zukunft? Wie konnte das alles nur geschehen? Wie konnte Gott…, wie konnte mein Vater dies alles zulassen?“
Margarite fing Laurens Blick ein und meinte noch bevor sie das Zimmer verließ:“ Ich lebe nur noch weil ich ihn lieben durfte, ich zehre daran. Doch die Ungewissheit was mit ihm ist, bringt mich jeden Tag aufs Neue um.“
Lauren sah ihr nach, mit traurigem Blick.

1

Kommentare

Monica schrieb am 2008-02-23 11:18:03:
Dieses Kapitel gefällt auch mir am beste... denn darin gibst alles in kürzester Zeit preis, jedes Gefühl!!!! Echt klasse!
Laura schrieb am 2008-01-18 19:24:08:
Dieses Kapitel ist echt klasse, ich hatte die ganze Zeit eine Gänsehaut und fühlte mit!
Leny schrieb am 2007-07-04 15:29:34:
GENIAL!!!!!^^
bitte ganz schnell weitaaaaaaaaaa^^

Lg^^

Kommentar hinzufügen



Aufgrund des extremen Mißbrauchs der Kommentarfunktion sind wir leider gezwungen, die Kommentare ab sofort redaktionell zu überprüfen. Wir bitten um Ihr Verständnis.