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Kategorien > Historisches > Liebe

Margarite Kapitel 19 ENDE

von Lilly

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Maxwell McGreggor
Die Heimkehr
Bremen
10.03.1426

Es stank fürchterlich nach totem Fisch und die Luft war schwer vom salzigen Wasser. Der Hafen war völlig überfüllt und die Menschen drängelten sich über das schmale Pier. Es war laut und unübersichtlich. Die Händler schrieen einander ihre Angebote zu und manch einer Diskutierte lauthals mit einem potentiellen Kunden über seine doch so glorreiche Ware. Betrunkene Seemänner vielen aus den unzähligen Schänken und pöbelten die wehrlosen Frauen an, die nur die Straße entlang liefen. Huren lachten und suchten sich ihr nächstes Opfer gezielt aus diesen Männern. Auf dem Schiff hinter Max, wurde schwer geschuftet um die Fracht sicher zu verstauen.
„Noch zehn Minuten.“
Rief der Kapitän von oben zu ihm herab und Maxwell rieb sich nervös über den kühlen Nacken. Es war kalt und der Nebel hob sich vom Wasser ab, es sah aus als würde es dampfen.
„Glaubst du wirklich, dass sie noch kommen wird?“
Christian trat hinter Max und dieser sah kurz über seine Schulter, bevor sein Blick wieder suchend in die Menge glitt und er antwortete:“ Nein, eigentlich nicht.“
„Warum stehst du dann noch hier und suchst verzweifelt nach ihr?“
„Weil ich hoffe, Christian.“
Er klopfte Max auf die Schulter und meinte noch, bevor er das Schiff betrat:“ Es tut mir leid.“
Dann ging er auch schon und lies ihn mit seiner Hoffnung alleine.
Max war froh als Christian ihn fragte, ob er ihn begleiten dürfe. Er kam vor zwei Tagen von seiner Familie zurück und entschloss sich, seine Heimat zu verlassen. Denn alles hatte sich verändert, alles war durcheinander und anders. Er hatte so viele Jahre in seinem Leben in einsamer Dunkelheit gesessen, dass das Licht und das pralle Leben ihn erschlugen. Er erkannte seine Familie nicht mehr und er war ihnen genauso fremd. Denn aus dem kleinen hübschen, verwöhnten, frechen Jungen, war ein eingeschüchterter, verunsicherter junger Mann geworden, der nichts kannte und vor allem Angst hatte. Er sprach nur spärlich und konnte niemanden in die Augen sehen. Er war dünn und seine Beine und der Rücken etwas krumm vom ständigen sitzen. Der Arzt meinte zwar, dass sich dies wieder geben würde, doch war dies kein angenehmer Anblick für eine Mutter die glaubte ihr Sohn sei tot. Sie war minutenlang davon überzeugt, dass er ein Geist sei, denn er sah genauso aus wie ihr ermordeter Mann, in seinem alter.
Die Entscheidung nicht bei ihnen zu bleiben und sein Erbe endlich an zutreten viel ihm erschreckend leicht. Obwohl der König ihn entschädigen und ihm sein Land und alles was dazu gehörte wieder geben wollte, lehnte er ab. Er wünschte sich nur seine Familie versorgt zu sehen, mehr verlangte er nicht.
„Es ist an der Zeit, wir legen ab, kommt endlich an Bord.“
Rief der Kapitän ungeduldig und rückte seine Mütze gekonnt zu recht. Max nickte, bestieg die Brücke, die zum Schiff hinaufführte und blickte sich nach jedem Schritt noch einmal um, doch er sah sie einfach nicht.
Oben angekommen zogen zwei Seemänner das breite Brett ein und der Kapitän rief laut über das wuselige Deck:“ Löst die Leinen, lichtet den Anker und setzt die Segel, unsere Fahrt beginnt und wir haben guten Wind.“
Aufgeregt befolgte jeder Mann die Befehle ihres Kapitäns und das Schiff setzte sich in Bewegung. Der Wind stand wirklich gut und sie entfernten sich schnell vom Hafen.
Maxwell stand an der Rehling und blickte schwermütig auf den schwindenden Hafen. Sein Herz tat weh und sein Verstand war vollkommen durcheinander. Er wusste doch, dass sie nicht kommen würde, er wusste es in dem Augenblick als er das Haus an diesem Tag verließ. Er war ein Narr, doch die Hoffnung lies sich nicht abschalten.
„Warum hat mein Vater nur dieses Geschäft mit Kelstern gemacht? Wenn er das nicht getan hätte, dann wäre ich nie von zu Hause fort gewesen. Zehn Jahre lang machte er aus mir systematisch seinen Vollstrecker. Er lies mich glauben, ein Tier zu sein, bösartig und ohne Gewissen… Ich kann mich gar nicht erinnern, wann ich aufhörte an mich zu glauben.“
Tief atmete er durch, bevor er weiter sprach:“ Ich wäre vielleicht schon längst verheiratet, hätte meinen Platz eingenommen und hätte ein geordnetes Leben.“
„Ja, vielleicht, sogar höchstwahrscheinlich“, sagte Christian, der neben ihm stand:“ Aber dann wärst du heute nicht der der du nun mal bist, ich würde noch immer im Kerker dahin vegetieren und du wärst ihr nicht begegnet.“
„Ja und ich hätte sie auch nie verloren.“
Meinte Max ausdruckslos und wandte sich um, er wollte alleine sein. In diesem Augenblick glaubte er, sein schon längst totes Herz bliebe ein letztes Mal stehen. Seine Augen waren starr nach vorne gerichtet und sie glaubten einen Geist vor sich zu sehen.
Es war Margarite, sie stand einfach da, auf den Stufen vom Oberdeck und sah ihn an. Ihr Gesicht war regungslos, doch ihre Augen schwammen.
„Kann das sein?“
Flüsterte Maxwell und Christian drehte sich auf seine Worte hin zu ihm um. Er entdeckte sofort die junge Frau und glaubte zu wissen wer sie war.
Langsam ging Margarite die Stufen nach unten und blieb stehen. Max viel es schwer seine Beine in Bewegung zu setzen, doch es gelang ihm, sie waren schwer wie Blei.
Als wäre sie eine Erscheinung, die bei seiner Berührung verschwinde könnte, trat er ganz langsam auf sie zu. Er hatte Angst dass er sie sich nur einbildete, einen Tagtraum hatte. Vor ihr blieb er stehen und Margarite sah ihm direkt in die Augen. Zärtlich umfasste er etwas zögerlich ihr Gesicht und atmete erleichtert aus, als sie sich nicht auflöste.
„Hallo“, sagte sie leise und ein lächeln huschte über ihren Mund.
„Hallo“, hauchte er zurück und fragte:“ Warum bist du hier?“
„Sollte ich das denn nicht?“
Margarite war verwirrt und Max sagte aufgeregt:“ Nein, nein so habe ich das nicht gemeint, ich habe nur nicht geglaubt, das du noch kommst.“
„Hm, manchmal tun Menschen Dinge, die andere überraschen.“
Max nickte und küsste zärtlich ihre Stirn. Margarite umfasste seine Hände, die noch immer ihr Gesicht umschlossen.
„Max“, sagte sie traurig:“ Gib mir Zeit. Ich brauche einfach etwas Zeit.“
„Du bekommst alle Zeit die du brauchst und wenn es ein Leben dauert.“
Zärtlich schlang sie ihre Arme um ihn und drückte sich an seine Brust.
„Ich konnte keine Sekunde mehr ohne dich sein“, begann sie:“ Ich glaubte das ich es nicht ertrage in dir immer wieder alles zu sehen, ich hatte das Gefühl, das es sich dann immer wieder wiederholt. Doch als du gegangen warst, war ich mir dessen nicht mehr sicher. Also versuchte ich mir einzureden, das es einfach nur ohne dich geht, doch bei Gott, ich kann nicht atmen wenn du nicht in meiner Nähe bist.“
“Ich liebe dich Margarite, ich liebe dich so sehr.“
Hauchte er erleichtert über ihren Kopf hinweg.
„Oh Gott und ich glaubte du wolltest mich nicht mehr, nach dem ich dir alles erzählte und ich dich fort schickte.“
Wieder umfasste er ihr Gesicht und sie musste ihn ansehen.
„Nein Mag“, sagte er eindringlich:“ Keine Sekunde hatte ich dich nicht gewollt.“
Noch einmal küsste er

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Kommentare

SHUSHU01 schrieb am 2008-12-08 13:42:04:
Liebe Lilly,
Also erst einmal, WAU... sie ist wirklich klasse geschrieben und formuliert, obwohl ich sagen muss, das mir ZZW besser gefällt, es steckt mehr Emotionen darin und sie könnte etwas länger sein, es ging alles viel zu schnell vorrüber. Aber dennoch muss ich sagen, einwandfrei!!!!!!!!!!!!!!! Ich liebe deinen dramatischen Stil, deine spritzigen Dialoge und die Beschreibungen von Geschehnissen. DU bist einfach klasse! Muss jetzt noch weitere lesen!
Liebe Grüße, dein Fan
SHUSHU
Mara schrieb am 2008-07-27 22:03:39:
Liebe Lilly,
ich möchte mich, wie all die anderen bei dir für diese Geschichte bedanken. Ich hatte so unendlich viel Spass sie zu lesen, sie zu leben und das ist etwas ganz seltenes für mich.
Natürlich wäre es schön, wenn du sie Fortsetzen würdes, doch möchte ich nicht, dass du etwas erzwingen musst.
Noch einmal vielen Dank und ich verspreche dir, das ich nun "Zwischen zwei Welten" lesen werde und ich bin mir sicher, dass ich auch von dieser nicht enttäuscht sein werde.
Alles liebe
Mara Braum
hannah-victoria schrieb am 2008-06-16 11:39:48:
haiiii echt schön deine story.....^.-
denkst du es gibt ne möglichkeit as du weiter an dieser geschichte schreibst?????
ganz ganz liebe grüße und weiter wunder schöne storys schreiben.....

^.-
Lilly schrieb am 2008-03-18 18:49:10:
DANKE
--------------- Kaseopeia --------------- Leny -------------- Niki ---------------- Mona ------------- Nadja ----------- Loly --------
Mondkind ---------- Andrea................................. und all den anderen die meine Geschichte gelesen haben.
Ich danke euch allen so sehr!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Ganz liebe Grüße

LILLY
Brummi schrieb am 2008-03-18 18:46:37:
Eine atemberaubende Geschichte... schon alleine wie sie beginnt., so emotional, so wundbrach alles beschrieben.
Ich liebe diese Geschichte und bin traurig, das es schon zu Ende ist. Ihre Liebe ist wirklich etwas besonderes!!!
Danke für diese Geschichte und obwohl ich sehr traurig bin, das es schon vorrüber ist, brauchst du keine Fortsetzung zu schreiben, denn manchmal ist besser wenn etwas Endet, als das man es bist zur Erschöpfung ausnimmt.
Es liegt ganz bei dir.
Liebe Grüße und DANKE
Brummi SUM SUM
Andrea schrieb am 2008-02-11 17:17:07:
Wunderschön!!!!!!
eine Fortsetzung wäre schön muss aber nicht sein.
danke, dass du diese Gschichte geschrieben hast. :D
hast echt talent :)
lg
Andrea
Mondkind schrieb am 2008-02-01 11:18:43:
Ich habe jetzt alle Kapitel durch und ich muss schon sagen, eine wirklich spannende und fesselnde Geschichte!!!
Nur schade, dass es schon vorbei ist!!!! Auch ich wünsche mir eine Fortsetzung ihrer Liebe!!
Vielleicht irgendwann!
Dann lese ich jetzt einmal Zwischen zwei Welten von dir und bin einmal gespannt wie diese Geschichte aufgebaut ist.
Gaaaanz liebe Grüße und Muse
Mondkind
Loly schrieb am 2008-01-19 17:48:30:
oh mensch, schade schon fertig:-(
Nadja schrieb am 2008-01-14 18:09:40:
Bitte, bitte, bitte, bitte, bitte schreib weiter...
Leny schrieb am 2007-11-16 12:39:20:
Ach verrückt ist jeda auf seine Art & Weise^^
(z.b. ich bin extrem verrückt ( sagen halt viele -.-*) ^^
also hoffe man hört bald / schnell wieder was von dir xD
.....+nachdenken+........
xD
baba
Mona schrieb am 2007-10-06 16:57:54:
BITTE WEITER SCHREIBEN; ICH LIEBE DIESE GESCHICHTE UND IHRE PROTAGONISTEN........ ICH WILL EINFACH MEHR HABEN; MEHR; MEHR; MEHR!!!!!!!!!!!

Liebe Grüße
Mona
Lilly schrieb am 2007-08-14 19:31:00:
Hallo,
vielen Dank für euer Lob...., also wenn ihr meint, dann schreibe ich weiter und mache mich direkt ans Werk.
DANKE DANKE DANKE!!!

LG
Lilly

@Leny: Hallo, vielen dank für deine treuen Kommentare... und ja, ich schreibe ziemlich schnell und viel. Wenn ich etwas in meinem Kopf habe, dann habe ich einfach das Gefühl das es raus muss und da nehm ich auch schon einmal wärend der Arbeit einen Stift und schreibe mir Notizen auf, damit ich es nicht gleich wieder vergesse, oder manchmal passiert das auch nachts, ich bin schon ein klein wenig verrückt :-))

Niki schrieb am 2007-08-13 15:00:11:
Hey!

Vielen Dank für diese tolle Geschichte. Ich habe beim Lesen richtig mit den Figuren mitgelebt und mitgefühlt.
Eine Fortsetzung wär echt toll.

Leny schrieb am 2007-08-09 23:46:12:
ALSOOOOO^^
Ich finde das die Geschichte ziemlich mit lichtgeschwindigkeit
weitr ging^^
ich weiß ned, dass war alles so schnell uf einmal^^
lol
Naja aba trozdem klasse^^
und zum weita schreiben
.......
mach das BLOß^^
denn ich find die Geschichte so hamma mega geil, schön , traumhaft u.s.w^^
lol
also meine meinung haste ^^
LG
Leny
kaseopeia schrieb am 2007-08-09 17:26:56:
vielen Dank für diese wunderschöne geschichte...
Du hast ein unglaubliches talent...
Über eine fortsetzung würde ich mich sehr freuen.
Bitte denk nicht so lang drüber nach, sondern fang doch gleich an *grins*
lg
kase

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