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Kategorien > Historisches > Liebe

Margarite Kapitel 3

von Lilly

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Ritter Johann von Kelstern
Bärenbach am Rhein
05.09.1425

„Herrin, Reiter.“
Der kleine Sohn des Schmiedes, Thomas, kam auf Margarite zu gerannt und umklammerte ihre Schürze. Ängstlich blickter er in die Richtung aus der er gerannt kam und sie folgte seinem Blick. Es waren viele, stark bewaffnet, sie durchritten ohne Gegenwehr das große Tor und kamen direkt auf sie zu. Lauren stellte den Korb mit Blumen zu ihren Füßen und umklammerte die Hand ihrer Herrin.
„Wer ist das?“
Fragte sie besorgt, denn ihre Gesichter versprachen nichts Gutes.
„Ich weiß es nicht, Lauren.“
Die Reiter kamen immer Näher und alle traten etwas zurück, nur Margarite blieb stehen und sah den Kriegern, die langsam an ihre vorüber ritten, mit aufrechten Haupt in die Gesichter. Sie versuchte jemanden zu erkennen, doch waren ihr alle Fremd.
„Seht.“
Flüsterte Lauren und deutete auf einen Reiter. Er sah anders aus als die anderen, unbeschreibliche furcht einlösend. Er trug einen Umhang und unter diesen Lugte ein nacktes muskulöses Bein hervor, dessen Schienbein nur von einem ledernden Schoner verdeckt wurde. Seine Schulterlangen blonden Haare, sein markantes, ausdrucksloses Gesicht und dann diese Größe.
Margarite blickte ihn gerade fassungslos an, als er sie entdeckte und zurück starte.
Sie hielt seinem Blick stand und das brachte ihn dazu sein Pferd zum stehen zu bringen. Er begutachtete sie von Kopf bis Fuß und sie tat es ihm gleich. Lauren überkam ein seltsames Gefühl und trat etwas zurück. Nach einer schieren Ewigkeit, richtete er seinen Blick ungerührt nach vorne und gliederte sich wieder bei den Reitern ein.
„Ich verspüre nichts gutes, Lauren. Pass auf dich auf.“
Meinte die junge Gräfin und rannte ohne ein weiteres Wort davon. Sie rannte so schnell sie ihre Beine trugen hinauf zur Burg, doch die Männer hatten diese schon betreten.
Sie nahm einen kleinen Seiteneingang und schlich sich durch die Küche und dann durch die große Halle, vorbei an den Wachen, hinüber zu dem Arbeitszimmer ihres Vaters. Es gab einen kleinen Geheimgang, der von dem Nebenraum zu einer kleinen versteckten Tür führte.
„Ich versprach Euch Euer Geld Edler Ritter und Ihr werdet es auch bekommen.“
Ein seltsamer Klang begleitete die Worte ihres Vaters.
„Ach wirklich? Und wann gedachtet Ihr dies zu tun, verehrter Graf?“
Ein fremder Mann sprach und die Ironie in seiner Stimme, verunsicherte Margarite noch mehr.
„Sehr bald schon.“
„Sehr bald, dauert schon viel zu lange.“
Sie hörte Wut in der fremden Stimme aufkeimen.
„Ihr glaubtet doch nicht wirklich mich prellen zu können. Habt Ihr etwa vergessen was mit Eurem Cousin geschah?“
Margarite erinnerte sich, dass vor wenigen Monaten ihr Onkel ermordet aufgefunden wurde, genauso wie seine gesamte Familie. Es war ihr, als würde sich eine Schlinge um ihren Hals ziehen und dieser Fremde die Macht dazu hatte, diese zu zuziehen. Hastig griff sie sich an den Hals und wurde durch Schreie aus ihren Gedanken gerissen. Sie erkannte Mareikes Stimme. Sie schlug wohl unsanft auf den Boden auf und weinte leise.
„Euer Weib, nehme ich an?“
Sie hörte nichts von ihrem Vater.
„Ein recht hübsches Exemplar, will ich meinen. Doch viel zu jung für Euch, oder was meint Ihr?“
Immer noch sagte er keinen Ton.
Sie hörte wie der Fremde umher schritt und dann gelassen meinte:“ Viel zu jung zum sterben.“
Das weinen wurde etwas lauter und Margarite begann am ganzen Leibe zu zittern.
Auf einmal schrie Mareike auf und sie musste die Tür einen spalt öffnen, sie wollte sehen was da vor sich ging. Leise, ganz langsam tat sie dies und blieb Gott sei dank unbemerkt. Sie sah ihre Stiefmutter auf dem Boden, ihre Vater, der regungslos an seinem Schreibtisch saß und dann ihre jüngeren Brüder, denen man Messer an die Kehlen drückte.
„Oh bitte nicht, Herr, es sind doch noch Kinder.“
Flehte sie ihn auf ihren Knien an, doch er wandte sich nur dem Grafen zu und sagte:“ Kinder, um Kinder weint man nicht gerne.“
„Dietrich, bitte.“
Flehte seine Frau ihn an, doch er blickte stumm auf seine Briefe.
„Hm, scheint als hätte Euer Gemahl nicht viel übrig für seine Nachkommen.“
Sagte der Fremde zur Gräfin und jeder konnte sehen, dass sie begann zu hassen. Wut stieg in ihr auf und sie schrie ihren Mann an:“ Wenn sie uns töten, wegen deiner Dummheit, dann sollen sie alle töten.“
“Wovon redet dein Weib denn da? Ist da etwa noch ein Kind?“
„Natürlich“, viel sie dem Grafen ins Wort, der damit seine Rettung schwinden sah. Denn er hoffte das Margarite unentdeckt blieb und Hilfe holen würde, denn in ihr, ihrem auftreten würde man keine Gräfin vermuten.
„Du dummes Ding, halt deinen Mund.“
Befahl er und erhob sich nun endlich langsam von seinem Stuhl.
„Weshalb, damit du um deine Schulden kommst?“
Margarite sah wie der Fremde seine Arme verschränkte und zusah, wie die beiden ihr Grab selbst schaufelten.
„Er hat noch eine Tochter.“
„Welch Freude, noch solch ein unnützes Weibsbild. Wo werden wir dieses denn finden?“
Jetzt war es an der Zeit zu gehen.

„Wolf, du musst sofort von hier verschwinden.“
„Aber wo soll ich denn hin?“
Fragte er besorgt und sie erklärte hastig:“ Versteck dich!“
Fest zog sie den Gurt ihres Sattels an und wollte gerade aufsteigen, da hörte sie Stimmen die immer Näher kamen.
„Versteck dich.“
Sagte sie noch einmal etwas eindringlicher, bevor sie eine Leiter nach oben stieg. Gekonnt, denn in ihren Kindheitstagen hatte sie kaum etwas anderes getan, versteckte sie sich auf den Balken des Stalles.
Sie sah fünf Soldaten die lange Gasse entlang laufen und dann erkannte sie diesen seltsamen Krieger. Ihr Herz blieb stehen als Wolf sich ihnen in den Weg stellte und mutig sagte:
„Fremden ist das Betreten des Stalles verboten.“
Lachend begannen die Soldaten ihn zu umkreisen und der Krieger trat auf ihn zu. Seine Stimme war tief und doch angenehm in Margarites Ohren, als er den Stallmeister ansprach:
„Wir suchen die junge Grafentochter, man sagt sie sei oft hier bei dir. Nun, wo ist sie?“
„Nicht hier.“
Seine Stimme war nicht ängstlich und doch etwas starr. Zwei Soldaten rannten davon und durchsuchten alles. Nach wenigen Minuten kehrten sie zurück und erklärten:“ Nichts.“
Margarites Herz schlug unbeschreiblich schwer in ihrer Brust.
„Hm“, war sein einziger Kommentar, bevor er den Schimmel entdeckte.
„Weshalb ist dieses Pferd gesattelt?“
Wollte er ohne umschweife wissen und Wolf log:“ Die junge Herrin hatte ihn vor kurzem geritten.“
Vorsichtig griff er unter den Sattel und als er seine Hand herauszog meinte er:“ Dann reitet deine Herrin aber nur Schritt, denn er ist gar nicht verschwitzt.“
Wolf hielt die Luft an und das verriet ihn. Der Krieger zog sein Schwert. Ein leises Schleifen der Klinge, wie sie aus der Scheide gezogen wurde, durchbrach diese seltsame Stille, in der noch nicht einmal die Pferde zu atmen wagten. Seine Geduld verlierend ermahnte er ihn:“ Wo hast du sie versteckt?“
Doch er schwieg tapfer.
„Nun gut, dann soll dies deine letzte ehrbare Tat für diese Familie gewesen

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Kommentare

Anastacia schrieb am 2007-08-05 13:46:25:
Wirklich eine schöne Geschichte, zum träumen und verlieben..... :-))
Leny schrieb am 2007-05-10 17:53:50:
ui ich wiederhol mich ja andauernd xDD das wollt ich ja ned ;P

Lfg Leny^^

schneckeli schrieb am 2007-05-10 16:43:33:
heey
schöne geschichte
schreib doch bitte weiter =)
Lucy schrieb am 2007-05-10 13:59:36:
Eine wirklich schöne Geschichte und ich warte gespannt auf eine Fortsetzung.....
Lilly schrieb am 2007-05-08 10:50:48:
Danke das sie euch gefällt, ich bin schon an der Fortsetzung dran.
Liebe Grüße Lilly
KIKI schrieb am 2007-05-06 18:03:42:
Schreib schnell weiter!!!Die Geschichte ist echt klasse!!!Und regt zum weiter lesen an!!!
Emily schrieb am 2007-05-06 15:42:47:
geillllllll.......... wann gehts weiter??
leny schrieb am 2007-05-06 15:15:04:
Super ^^
bitte schreib schnell weiter :D
Leny schrieb am 2007-05-06 15:11:07:
Super, echt klasse, schreib bitte schnell weiter ^.^

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