Maria und Bernd
von
Nacht
1
Schon ereichen die beiden Frauen die Bushaltestelle. Lisa sagt: "Na schon aufgeregt? Keine Angst ich bin ja bei dir. Und so schlimm wird es nicht werden."
"Na ich weiß nicht. Mein Herz schlägt ganz schön. Treffe ich wirklich heute auf Bernd?"
Lisa nickt kräftig. Dann bestätigt sie: "Ganz sicher, und nun lächle mal ein bißchen."
"Na dann. Und wenn....." Weiter kam sie nicht, denn Lisa hält ihr den Mund zu. Da fährt auch schon der Bus vor. Die beiden Frauen steigen ein. Zwei Haltestellen weiter verlassen sie den Bus. Sie betreten, bewaffnet mit einem Wagen den Markt. Immer wieder sah sich Lisa um. Sie denkt bei sich: "Wo bleibt Bernd bloß? Nach meinem Wissen, sowie Zeitgefühl, ist es an der Zeit."
Plötzlich hält Maria mit einem Ruck inne. Ihr Herz beginnt wie außer Rand und Band zu schlagen. Der Ausdruck ihrer Augen wandert in das Reich der Verträumtheit. Bernd steht vor ihr, und strahlt sie wortlos an. Und so stehen sich die Beiden nun still und regungslos gegenüber.
Aus der Ferne beobachtet Lisa die Beiden. Schnell eilt sie Maria zu Hilfe. Sie flüstert ihr zu: "Nun sag schnell was, sonst läuft er weg." Maria faßt sich ein Herz, und sagt: "Hallo Bernd, ich freue mich dich zu sehen." Gleichzeitig faßt sie seine Hand, und hält sie fest. Dabei strahlt sie ihn aus vollem Herzen an.
Bernd atmet tief durch, und erwidert: "Ich freue mich auch riesig. Und freue mich dich zu sehen." Dann denkt er sich: "Jetzt oder nie." Er nimmt Maria an die Hand, und zieht sie zu sich her. Da finden sich auch schon ihre Lippen zu einem langen Kuß. Für Beide scheint nun Zeit, und Welt ausgeschaltet. Es gibt nur noch sie Beide. Und Maria scheint es, als höre sie die Engel singen. Ihr Herz pocht, als wollte es die Brust verlaßen. Immer wieder finden sich ihre Zungen zu einem liebevollen Spiel.
Aus der Ferne beobachtet Lisa die Liebenden. Zufrieden denkt sie bei sich: "Der Anfang wäre geschafft. Nun will ich mal sehen was mein Schützling so tut, wenn ich nicht bei ihm bin. Peter ist Lisas Schützling. Schnell fliegt sie zu seiner Wohnung. Aus sicherer Entfernung beobachtet sie Peter. Er schraubt gerade an seinem Auto herum. Da rutscht ihm plötzlich der Schraubenzieher ab, und er verletzt sich am Finger. Einzelne Tropfen Blut wandern durch die Luft zu Boden.
"Nun wird es aber Zeit, daß ich eingreife." Schnell geht sie zu Peter hin, und ruft aus: "Was stellst du denn wieder an! Wenn ich nicht auf dich aufpasse!" Schnell stürzt sie zum Verbandskasten, und nimmt eine Binde heraus, geht zu Peter hin, und bindet seinen Finger ein.
"Warst lange weg, hab dich vermisst."
"Ja. Ein Auftrag hat mich gefesselt. Sehr schwierig, und er ist auch noch nicht ganz erledigt. Das Tüpfelchen auf den I fehlt noch."
"Und wie geht es dir denn so? Was treibst du denn so, wenn ich nicht bei dir bin?"
"Liebes Engelchen, das siehst du doch."
Während dieser Worte über seine Lippen fließen, zeigt er auf seinen Verband.
"Ja. Das sehe ich. Ach, du bist und bleibst mein kleiner Junge, den ich hegen und pflegen muß."
Peter sah Lisa mit einem treuherzigen Blick an. Seine Augen strahlen Verliebtheit aus.
Peter sagte: "Ich brauche, und liebe dich. Um keinen Preis gebe ich dich wieder her."
Lisa wird es bei diesen Worten ganz warm ums Herz. Sie dachte bei sich: "Heute Abend verführe ich dich." Sie fragte: "Hast du heute Abend schon etwas vor?"
Peter erkennt sofort den liebevollen Unterton in ihrer Stimme.
"Nein. Heute Abend bin ich frei für dich, mein Engelchen."
"Nun dann komm, laß uns gehen."
Sie nimmt Peter an die Hand. Zusammen gehen sie Hand in Hand nachhause.
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